Hessen
Frühere Mitteilungen des Landesverbandes Hessen

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Müller: „Wir müssen umdenken!“ -
Mr. Dax“ beim Frankfurter Unternehmerfrühstück


„Die Verschuldung sorgt letztlich für Handlungsunfähigkeit unseres Staates“, erklärt Dirk Müller, Mitglied des Wirtschaftsrates und als „Mr. Dax“ bekannt gewordener Börsenmakler. Der gelernte Bankkaufmann sprach vor rund 100 Mitgliedern und Gästen im Frankfurter Restaurant Nizza zum Thema „Börse 2010 – Märchen, Mythen, Fakten“.

„Was bewegt die Märkte?“ - mit dieser Kernfrage eröffnete Müller seinen Vortrag. Griechenland stecke in einer schlimmen Krise und auch der Euro habe die Probleme bisher nicht lösen können. Die extreme Verschuldung belaufe sich heute auf schätzungsweise 300 Millionen Euro, was einem Staatsdefizit von mehr als zwölf Prozent entspricht. Das Land ist somit praktisch pleite. „Griechenland ist eine Belastung für die Europäische Union und muss finanziell unterstützt werden“, so Müller. Der Finanzexperte merkte jedoch an, dass die Auswirkungen der griechischen Finanzmisere derzeit völlig übertrieben dargestellt würden, denn Griechenland habe insgesamt einen geringen Einfluss auf die Europäische Union.

Die deutsche Regierung empfiehlt Griechenland, Sparmaßnahmen zu ergreifen, indem beispielsweise Renten zusammengestrichen werden. Auch sollen Portugal und Spanien besser haushalten, um eine wirtschaftliche Krise abzuwenden. „Das ist aber eindeutig der falsche Weg“, erklärte Müller. In der derzeitigen Situation müsse Geld ausgeben werden, ansonsten verstärke sich die Krise.

Zu bedenken sei dabei, dass Deutschland seine Hoffnungen beim Export auf China setze. Faktisch gehen jedoch lediglich zwei Prozent des gesamten Exports dorthin. Die übrigen Produkte werden in Länder der EU exportiert. „Wer also soll die Waren kaufen, wenn diese Länder pleite sind?“, fragte Müller.

Nach Umfragen des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung fielen die Meinungen zur aktuellen Wirtschaftslage in den letzen Jahren sehr positiv aus. Der Referent gab jedoch zu bedenken, dass – entgegen der üblichen Meinung - die „Zeitungen nicht die Börsenkurse beeinflussen, sondern umgekehrt“. Daher sollte man keinesfalls nur den Zeitungen vertrauen und sich auch nicht von ihnen täuschen lassen.

Zum Thema Hartz IV ist Müller der Ansicht, dass damit derzeit nur der Frieden auf der Straße erkauft werde. Wer arbeite, müsse mehr Geld haben, als derjenige, der Transferleistungen beziehe. „An unserem System stimmt daher etwas nicht.“ Mr. Dax schlägt vor: „Vielleicht sollten wir die Firmen zur Kasse bitten, wenn sie ihre Arbeitnehmer entlassen, obwohl sie Gewinne erwirtschaften.“ Noch vor einigen Jahren hätten viele Unternehmer sich ihr eigenes Gehalt gekürzt, weil sie sich gegenüber ihren Mitarbeitern und deren Familien verpflichtet fühlten. Heute stünde jedoch niemand auf, damit beispielsweise weniger Rendite ausgeschüttet werde. „Hier müssen wir umdenken“, so Müller.

Es bleibe allerdings die Frage, wie Deutschland aus der Staatsverschuldung wieder herauskomme. „Die vom Staat geplanten Maßnahmen sehen ein ,Weginflationieren’ vor. Das ist nicht wahrscheinlich. Ich sehe eher eine Schuldenstreichung als Option.“



Wirtschaftsrat zu Gast bei EUMETSAT:
„Standortförderung in 36.000 km Höhe“


Die Sektion Darmstadt des Wirtschaftsrates besuchte das Satellitenkontrollzentrum Eumetsat. Eumetsat plant und betreibt Wettersatelliten für 26 europäische Staaten, unter anderem die Meteosat-Flotte. Landesgeschäftsführer Dr. Bernhard Knaf erklärte, dass der Wirtschaftsrat sich auch für regionale ökonomische Beiträge einer solchen Organisation interessiere. „Was mich – positiv – überrascht hat, war der hohe Beitrag zur Wirtschaftskraft der Stadt“, verwies er auf einen Vortrag Peter Czadas, Eumetsat-Chef der Abteilung für Infrastrukturprojekte.

Czada hatte ausgeführt, dass Eumetsat jährlich elektrischen Strom im Wert von über einer Million Euro verbraucht. Die Jahresausgaben für Telekommunikation liegen bei etwa 250.000 Euro. Nimmt man die Kosten für den Datentransfer dazu, liegen sie bei über zwei Millionen Euro. Eumetsat sammelt und verteilt die Messdaten seiner Satelliten an die Mitgliedsländer. Für Gebäude- und Infrastruktur gibt das Weltraumzentrum rund 300.000 Euro im Jahr aus. Knaf lobte die angekündigten Investitionsvolumina in Höhe von über 20 Millionen Euro für Aus- und Neubauten als passend zur Wissenschaftsstadt Darmstadt. Ab August 2010 soll am Kavalleriesand für 11 Millionen Euro ein Infrastrukturgebäude entstehen und 2011 ein neues Verwaltungsgebäude mit Betriebsrestaurant für rund zwölf Millionen Euro gebaut werden.

Die Arbeit von Eumetsat ist von der Zukunft bestimmt: Eine Projektabteilung plant die Satelliten für die nächsten 15 Jahre. Gerade bei der Wetter und Klimabeobachtung gehe es darum, die Messungen der Satellitengenerationen im Parallelbetrieb untereinander abgeleichen zu können, erklärte der Meteorologe Dr. Peter Albert. Nächstes großes Eumetsat-Projekt ist die dritte Meteosat-Generation. Ab 2015 sollen sechs Satelliten die noch arbeitende zweite Generation nach und nach ersetzen und bis 2035 in geostationärer Bahn – auf einer Höhe von 36.000 Kilometern - über Europa und Afrika arbeiten. Neben einem schnelleren Bildaufbau können neuen Satelliten auch Blitze erfassen und so Hinweise auf Unwetterentwicklungen geben, was unter anderem für Flughäfen interessant ist. Im März 2010 soll die Entscheidung fallen, ob die EADS-Tochter Astrium oder die französisch-italienische Thales Alenia Space-Gruppe die dritte Meteosat-Generation baut.

Eumetsat wird von 26 Mitgliedstaaten finanziert, der deutsche Anteil an dem 284,5 Millionen Euro- Budget liegt bei 19,47 Prozent. „Dabei handelt es sich um einen prozentualen Anteil des Bruttoinlandprodukts“, erklärte Eumetsat-Sprecherin Claudia Ritzert-Clark. „Der Anteil für die Verwaltungskosten liegt zwischen 18 und 19 Prozent, der Rest geht in die Wetterbeobachtung.“ Besonders interessiert waren die Wirtschaftsratmitglieder an der ökonomischen Bedeutung der Wettervorhersage. Neben Tourismus und Landwirtschaft sind auch Baunuternehmen an den Vorhersagen interessiert, zählte Meteorologe Albert auf. Bei Baustellen sei es wichtig zu wissen, ob es Nachtfrost gebe. „Der Frankfurter Flughafen fragt bei uns an, wenn er eine Landebahn betonieren will, da man die Betonqualität aufs Wetter abstimmt“. Auch für Solaranlagen- oder Windpark-Betreiber seien die Klimaprognosen interessant.

Der Darmstädter Sektionssprecher Marcel Riwalsky wertete die von der Orthopädischen Gemeinschaftspraxis Weingart, Sellier und Schwinnen unterstützte Veranstaltung als einen Erfolg, der das Interesse der Mitglieder voll getroffen hatte: „Mit 65 Teilnehmern haben wir geplant, über 100 sind am Ende gekommen.“
Standortfaktor für Frankfurt: Kreativität
Wirtschaftsdezernent Markus Frank spricht vor Wirtschaftsrat


"Viele Unternehmen entscheiden sich für Frankfurt als Standort wegen der günstigen geographischen Lage und der gut ausgebauten Infrastruktur", sagte der Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Markus Frank, auf dem traditionellen Unternehmerfrühstück der Sektion Frankfurt des Wirtschaftsrates. Rund 100 Unternehmern und Führungskräften verschaffte Frank mit seinem Vortrag "Standortfaktor Kreativität: Chancen und Perspektiven für Frankfurt am Main" einen Einblick in die Kreativitätswirtschaft der Mainmetropole.

Der Stadtrat betonte, wie wichtig Frankfurt als Standort vieler bedeutender Unternehmen sei. Weil häufig die gute Infrastruktur zu den ausschlaggebenden Faktoren zähle, sei es entscheidend, sich für den weiteren Ausbau der Infrastruktur einzusetzen. Dazu gehöre auch der Ausbau des Frankfurter Flughafens. Große Bedeutung maß der Wirtschaftsdezernent auch den Kreativitätsbranchen wie der Film- oder die Werbeindustrie zu. Viele Filme und Werbeaufnahmen würden in Frankfurt gedreht. "Dies zeigt die Weltoffenheit der Stadt", sagte der CDU-Politiker. Die kreativen Branchen zeigten, dass Frankfurt nicht nur eine langweilige Bankenstadt, sondern auch eine Stadt zum Wohlfühlen sei. Wünschenswert wäre es, so Frank dass in diesen kreativen Branchen mehr Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden.

Ein weiteres Schwerpunktthema war die Kinderbetreuung. Sie sei besonders wichtig, um den Eltern die Möglichkeit zu bieten, weiterhin ihrem Beruf nachzugehen. Denn nur wenn die Frage, "Wohin mit dem Kind?" geklärt sei, müssten die Arbeitgeber nicht mehr auf ihre qualifizierten Arbeitskräfte verzichten.
Lauk: „Auch in der Krise die Konsolidierung nicht aus den Augen verlieren“
130 Unternehmer des Wirtschaftsrates trafen sich in Heppenheim


Der Vorstand der Sektion Bergstraße lud zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Präsidenten des Wirtschaftsrates, Prof. Dr. Kurt J. Lauk, nach Heppenheim ein. Der Abend stand unter dem Thema „Für die starke Mitte“, indem Herausforderungen und wichtige Weichenstellungen für die Zukunft aufgezeigt werden sollten.

Den Rahmen dieser Veranstaltung bot das WICOM-Forum - ein restauriertes und unter denkmalschutzgestelltes ehemaliges E-Werk. Hausherr Dr. Brian Fera, Sprecher der Sektion Bergstraße, freute sich, über 130 Gäste begrüßen zu können. Zudem ehrte er mit Renate Antes das fünfzigstes Mitglied der Sektion Bergstraße.

Prof. Hans Helmut Schetter, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hessen, führte ins Thema ein und hob die Bedeutung der Bildungspolitik für die Zukunft des Standortes Deutschland hervor. Diese habe zwei Enden: Zum einen die Hochschulen, die für die Ausbildung der „Begabtesten unseres Landes sorgen“. Zum anderen bedürfe es aber auch einer grundlegenden Schulbildung, in der möglichst alle einen Abschluss und damit Anschluss an die Berufswelt erhielten. „Wir müssen die Risse in der Gesellschaft schließen“, so Prof. Schetter weiter. Die Schulqualifikation müsse auch den weniger Begabten eine Integration in unsere Gesellschaft ermöglichen.

„Es geht um viel!“, betonte der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Prof. Dr. Kurt J. Lauk und wies damit auf die Bedeutung der bevorstehenden Bundestagswahl am 27. September hin. Diese werde in hohem Maße über wichtige Weichenstellungen und Regelungen für die Zukunft entscheiden. Eine der größten Herausforderungen werde hierbei die enorme Staatsverschuldung sein, die die öffentlichen Haushalte und sozialen Sicherungssysteme enorm belastet. Dennoch sei auch in Krisenzeiten die Haushaltskonsolidierung nicht aus den Augen zu verlieren – sie bleibe eines der Topthemen für den Wirtschaftsrat.

Dr. Michael Meister, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied des Präsidiums des Wirtschaftsrates Deutschland, sprach sich in seinem Grußwort für ein einfacheres Steuerrecht und den Abbau von Bürokratie aus: „Wir müssen den Menschen vertrauen, indem wir ihnen mehr Freiheiten zusprechen“, so Meister. Zugleich betonte er, dass diese Freiheit mit der Verantwortung als Bürger dieser Gesellschaft einhergehe.



„Der Wirtschaftsrat ist eine Organisation, die sich in besonderer Weise als Erben Ludwigs Erhards begreift und steht für Freiheit und Verantwortung“, erklärte Wolfgang Steiger, Mitglied der Bundesgeschäftsführung des Wirtschaftsrates. Aus diesem Grund verdeutlichte Steiger auch in seinem Schlusswort die Gefahr einer rot-roten Koalition. Er zeigte auf, dass der Kanzlerkandidat der SPD, Frank Walter Steinmeier, keine andere Machtoption besäße. Die Veranstaltung habe „viele Argumente und Inhalte hervorgebracht, die wir den Menschen mitteilen können“, bedankte sich Steiger beim Gastgeber und den Referenten des Abends.
Opel soll an Magna gehen - Zukunft für Opel liegt in Deutschland
Staatssekretär Dr. Thomas Schäfer informiert Wirtschaftsratsmitglieder

Zum traditionellen Unternehmerfrühstück mit dem Thema "OPEL - Hintergründe und Perspektiven" lud die Sektion Frankfurt des Wirtschaftrates Hessen zu einem exklusiven Hintergrundgespräch ein. Sektionssprecher Dr. Lutz Raettig konnte mit Dr. Thomas Schäfer, Staatssekretär im Hessischen Finanzministerium, einen ausgewiesenen Experten zum Thema begrüßen. Über 90 Mitglieder folgten der Einladung ins Restaurant Nizza.

Dr. Schäfer erläuterte in seinem Vortrag die Verhandlungsziele des Bundes und der Länder sowie die damit verbundenen Planungen und Wünsche der amerikanischen Muttergesellschaft General Motors. "Der amerikanische Markt ist vollkommen anders aufgestellt und orientiert als der europäische", sagte der CDU-Politiker. Insbesondere die Modellnachfrage sei vollkommen unterschiedlich.

Besonders durch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verbraucher entstünden gewisse Problematiken: Allein die Tatsache, dass die Höchstgeschwindigkeit in den USA bei etwa 90 Stundenkilometern liege, bedeute, dass Amerikaner andere Maßstäbe an Höchstgeschwindigkeit und Leistung legten. Auch der Benzinverbrauch sei in den Staaten nicht so bedeutend, da die Preise deutlich niedriger als in Europa seien. "Niemand in Deutschland würde sich ein amerikanisches Auto kaufen. Das müssen wir auch bei den Gesprächen um die Zukunft von Opel berücksichtigen", so Dr. Schäfer.

"Im Rennen um den besten Bieter ist noch alles offen. Wenn es nach uns geht, soll es Magna mit dem russischen Partner Sberbank werden und der Hauptsitz in Form einer AG in Deutschland liegen. Alle Werke in Deutschland werden dann erhalten bleiben", so Schäfer. Der Staatssekretär gab noch einmal einen umfangreichen Überblick zur Lage von Opel und präsentierte dabei auch konkrete Zahlen und Fakten um GM sowie die beteiligten Bieter.

In der von Landesgeschäftsführer Dr. Bernhard Knaf moderierten Diskussionsrunde stand der Staatssekretär den Mitgliedern des Wirtschaftsrates Rede und Antwort.
"Wir setzen auf einen starken Menschen, statt auf einen starken Staat"
Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit Patricia Lips MdB

Patricia Lips, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Mitglied im Finanzausschuss, sprach in Rodgau-Jügesheim zum Thema "Soziale Marktwirtschaft - Verantwortung für alle". Zahlreiche Mitglieder und Gäste folgten der Einladung der Sektion Offenbach-Dieburg des Wirtschaftsrates und nutzten die Gelegenheit über aktuelle politische Fragen und die jüngsten Ergebnisse der Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und dem Saarland zu diskutieren.

"Die Ergebnisse haben wir bereits vor einigen Wochen erahnen können", sagte Patrica Lips in den Räumen der Consultdata GmbH und wies damit auf die erschreckend schlechten Ergebnisse der CDU im Landeswahlkampf hin. "Es war keine Überraschung für uns - in Thüringen und dem Saarland habe es die Union mit einer besonderen Situation zu tun. Um das Profil unserer Partei zu schärfen, müssen wir dringend raus aus der Umklammerung der großen Koalition. Aber Vorsicht, nicht in die falsche Richtung!", fuhr die CDU-Kandidatin fort.

Es gelte nun, die eigenen Lager zu mobilisieren und an die Wahlurne zu bringen. Patricia Lips hält zwei Punkte für entscheidend, die die Wähler in einer Zeit der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zur Abgabe ihrer Stimme bewegen: Unsicherheit, Frust, Wut und auf der anderen Seite das Ordnungsmodell der Sozialen Marktwirtschaft. Dabei habe sich die in Deutschland praktizierte Wirtschaftsordnung über viele Jahrzehnte bewährt. Doch bereits da warte das nächste Problem: "Die Soziale Marktwirtschaft wird von den Menschen nicht mehr richtig verstanden. Es ist ein Gedankenmodell, das emotional präsentiert werden muss. Der Begriff Soziale Marktwirtschaft muss den Menschen wieder stärker erklärt und näher gebracht werden". Dazu wolle Sie auch künftig ihren Beitrag leisten.

Bereits jetzt bestehe eine rot-rot-grüne Mehrheit im Bundestag, das durch die Große Koalition nicht immer sofort auffalle. Die CDU müsse handeln - und zwar schnell. Wirtschaftsminister zu Guttenberg bringe neuen Schwung in die Partei, aber dies seien noch keine Stimmen. In den nächsten Wochen sei geschlossenes Auftreten gefragt. Streit in der Partei störe den Wähler und koste Stimmen.
Staatssekretär Gatzer: „Für Steuersenkungen besteht kein Spielraum“
Rekorddefizit im Bundeshaushalt 2010: Ist Deutschland noch zu retten?
Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, sprach in der Frankfurt School of Finance & Management über den Bundeshaushalt 2010. Die Landesfachkommission des Wirtschaftsrates Hessen „Öffentliche Finanzen“ unter Leitung von Dr. Carsten Lehr, hatte den Finanzexperten zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung eingeladen. Mehr als 50 Gäste verfolgten im Audimax der privaten Hochschule die Ausführungen des Staatssekretärs und beteiligten sich an der anschließenden Diskussionsrunde.

In seinem Vortrag verteidigte Gatzer den Haushaltsentwurf 2010 und den Finanzplan bis 2013, der eine Neuverschuldung in Rekordhöhe vorsieht. Laut Gatzer wird jeder Bundesbürger im nächsten Jahr allein über 1.000 Euro neue Schulden des Bundes schultern müssen: „Pro Kopf steigt die Verschuldung damit auf 22.300 Euro.“ Der Staatssekretär stellte seinem Publikum die Eckdaten zum Regierungsentwurf vor und präsentierte die neu eingeführte „Schuldenbremse“ als wesentlichen Baustein für eine langfristige Stabilisierung des Bundeshaushaltes.

„Die Schuldenbremse ist ein wichtiger finanzpolitischer Schritt in die richtige Richtung. Sie wird dazu beitragen, dass sich der Bundeshaushalt auf lange Sicht konsolidiert“, sagte Gatzer. Die neue Schuldenbremse verpflichtet den Bund ab 2011 zu einer stufenweisen Rückführung seiner Neuverschuldung. „Das Defizit steigt so oder so! Was dringend nötig ist, ist mehr Transparenz im kaufmännischen System“, sagte der Staatssekretär. Die im Grundgesetz verankerte ‚alte’ Schuldenbremse sei vielfach falsch ausgelegt worden. Es habe sich ein System der Verschuldung eingebürgert: Jahr für Jahr seien im Rahmen des Erlaubten neue Schulden aufgenommen und nie am Schuldenabbau gearbeitet worden. „Die neue Schuldenbremse gestattet dies nicht mehr“, erklärt Gatzer.

Der Staatssekretär zeigte die Chancen und Risiken des neuen Haushaltsentwurfs auf: Dabei führte er das steigende Zinsniveau sowie den dramatischen Rückgang der Wirtschaftsleistung ins Feld. Am Ende stellte Gatzer die These auf, dass in der nächsten Legislaturperiode kein Spielraum für Steuersenkungen bestehe und verwies dabei auf die Einnahmen und Ausgaben des Bundeshaushaltes, der in erster Linie strukturell unterfinanziert sei. „Wir müssen weiter daran arbeiten, die Ausgaben zu senken und unsere Einnahmen zu erhöhen. Es gilt die Wirtschaft wieder zu stabilisieren. Wo da noch Spielraum für Steuersenkungen sein soll, vermag ich nicht zu erkennen“, so Gatzer, der damit bei vielen Teilnehmern auf Unverständnis stieß.

Landesgeschäftsführer Dr. Bernhard Knaf verwies auf die Position des Wirtschaftsrates, dass eine Ankurbelung der Wirtschaft nur durch eine weitere Entlastung des Mittelstandes erreicht werden könne. Das damit verbundene Wachstum führe automatisch zu höheren Steuereinnahmen.

Die Finanzkrise und ihre Auswirkungen auf den Mittelstand

„Es ist immer wichtig in einer Krise die historischen Hintergründe zu betrachten“, erklärte Prof. Dr. Christina E. Bannier, bei einer Veranstaltung der Landesfachkommission Mittelstandsfinanzierung. Der Wirtschaftsrat Hessen hatte in die Räume der Credit Suisse nach Frankfurt zum Thema Finanzierung in der Krise eingeladen.

In ihrem Vortrag schilderte Bannier den Verlauf der Finanzkrise, von der Subprime- bis zur Liquiditätskrise, und zeigte die Vor- und Nachteile von strukturierten Finanzpapieren auf. „Staatliche Rettungsmaßnahmen wie die Liquiditätshilfe der EZB, Veränderungen der Abschreibungsregeln, Ankauf von problematischen Assets, die Garantie von Einlagen bei Banken und die Stärkung des Eigenkapitals weisen zwei Probleme auf“, konstatierte die Professorin der Frankfurt School of Finance & Management. Das erste Problem seien die Kreditausfälle in der Rezession, das zweite beträfe die langfristige Finanzierung der Banken. Dem trete jedoch die sogenannte „Bad Bank“ gegenüber, eine Interessensgesellschaft, die allein für toxische Papiere gegründet wurde.

Auch im Mittelstand ergeben sich durch die Finanzkrise zwei große Schwierigkeiten: erstens müssten die Unternehmen auf der Finanzierungsseite Einschränkungen in Kauf nehmen, zweitens würde die Krise konjunkturelle Effekte - wie eine teils drastisch gesunkene Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen - mit sich bringen. Staatliche Eingriffe im Finanzierungsbereich sollen zwar Sicherheit bringen, doch insbesondere die „Bad Bank“ sei gerade für Banken sehr teuer. Da Mittelstandsunternehmen in Deutschland stärker als in anderen Ländern auf ein funktionierendes Bankensystem angewiesen seien, würde sie eine Krise stärker treffen. „Existenziell von einer Kreditklemme betroffen sind aber nur wenige sehr dynamische Unternehmen“, so die Referentin.

Jürgen Daamen von der KfW Bankengruppe erklärte nach einer kurzen Vorstellung der Bankengruppe: „Wir unterstützen Unternehmen mit unserer Unternehmensfinanzierung, sowie durch Innovation und Energieeffizienz.“ Die Bankengruppe, die bereits 2008 71 Milliarden Euro in die Bereiche Mittelstand und Existenzgründung, Wohnwirtschaft und Bildung, Umwelt- und Klimaschutz, sowie Export- und Projektfinanzierung investierte, habe ein Maßnahmenpaket der Bundesregierung mit 50 Milliarden Euro für KfW-Förderungen erhalten. Ziel sei es, den Zinssatz zu optimieren, Sicherheiten zu stärken und Bonitäten zu verbessern. Das Programm solle auch Unternehmen offen stehen, die aufgrund der aktuellen Krise vorübergehende Finanzschwierigkeiten haben, aber es werden prinzipiell nur Unternehmen gefördert, die grundsätzlich wettbewerbsfähig seien und positive Zukunftsaussichten haben.

Tipps für die Praxis gab schließlich Dr. Johannes Weisser, LL.M.. „Ein Gesellschaftsdarlehen“, so der Referent, „sichert die Möglichkeit, kurzfristig und für befristeten Zeitraum Liquidität zur Verfügung zu stellen.“ Eine Rückzahlung sollte aber möglichst frühzeitig erfolgen. Weisser empfiehlt, die Sicherheiten zu prüfen und wenn möglich eine monatliche Zinszahlung zu vereinbaren.
Beim Klimaschutz auch auf erneuerbare Energien und Energiemix setzen
Landesfachkommission diskutiert über Umweltpolitik

Rund 50 Gäste verfolgten in den Räumen der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft die Vorträge von gleich vier verschiedenen Referenten. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung der Landesfachkommission Umwelt- und Energiepolitik des Wirtschaftsrates Hessen diskutierten die Teilnehmer unter anderem über das Thema: „Wie können wir Primärenergie einsparen, um die Vorräte an Energieträgern zu strecken?“. Ziel war es, ein Konzept zu finden, wie man die Abhängigkeit von Importländern mindert und die Klimaveränderung stoppt.

Dr. Klaus Lippold, Vorsitzender der Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" erläuterte, dass noch hart gearbeitet werden müsse, um die Reduktionsziele in der Klimafrage zu erreichen. Insbesondere die großen Umweltverschmutzer China, USA und Indien, aber auch wichtige Schwellenländer wie Brasilien müssten miteinbezogen werden. Insgesamt liege die Lösung in einem ausgewogenen Energiemix, der die Volkswirtschaft nicht übermäßig strapaziere, erklärte Lippold.

Edgar Kaufhold, Leiter des Kraftwerks Staudinger, erläuterte, dass bei Kohlekraftwerken der Wirkungsgrad von heute 38 Prozent auf über 50 Prozent gesteigert werden könne. Die spezifische CO2 Emission sei mit modernen Kraftwerken mehr als zweimal niedriger als bei Kohlekraftwerken in China.

Prof. Dr.-Ing. Holger Hagge, Leiter von Real Estate und Arbeitsplatzentwicklung, stellte das „Green-Building-Projekt“ der Deutschen Bank vor, welches die größte Gebäudesanierung Europas darstelle. Das „Green Building“ sei als ein globales Vorbild für ein ökologisch nachhaltiges Bürogebäude konzipiert und zeige auf, welche nachhaltige Energieeffizienzverbesserung bei Bestandsimmobilien möglich ist.

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schmid, Leiter Institut für Solare Energieversorgungstechnik in Kassel, Mitglied im „Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen“, erläuterte, dass ein unumkehrbarer Zustand des Klimawandels nur zu stoppen sei, wenn eine 80-prozentige Einsparung der CO2 Emissionen bis Mitte des Jahrhunderts in den Industrieländern gelänge. Ein Szenario, bei dem bis dahin in Deutschland die Energieversorgung zu mehr als 80 Prozent von erneuerbaren Energien bestritten wird, sei in der Tat realisierbar, so Schmid.

Die Auftaktveranstaltung der Kommission „Energie und Umwelt“ möchte ihre Aktivitäten zielstrebig weiterverfolgen. Dabei wolle die Kommission relevante Themen der Energie- und Umweltproblematik aufgreifen, die politisch noch gelöst werden müssen. An vielen Stellen werde die Lösung zur Zeit wegen unterschiedlicher Interessen verhindert. Hier gelte es, die Defizite zu analysieren und publik zu machen.
1. Golftag Mittelhessen ein voller Erfolg
Schnupperkurs und 18-Loch-Turnier für Mitglieder
Ob Golfanfänger oder aktiver Golfer – beim 1. Golftag in Mittelhessen im Golf-Park Winnerod kamen alle auf ihre Kosten. Trotz des eher durchwachsenen Wetters waren etwa 40 Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates der Einladung der Sektion Gießen/Alsfeld und Marburg/Biedenkopf in das mittelhessische Reiskirchen gefolgt.

Während geübte Golfer am frühen Freitag Nachmittag in Vierer-Flights zum 18-Loch Turnier starteten, konnten sich Anfänger ohne Platzreife im Schnupperkurs vergnügen. Viele der Teilnehmer am Schnupperkurs, hatten noch nie zuvor einen Golfschläger in den Händen gehalten. Betreut von einem der Golflehrer des Clubs hatten die Anfänger hier die Chance ihre ersten Bälle auf der Driving Range zu schlagen. Für fortgeschrittene Anfänger stand außerdem ein 9-Loch Turnier zur Auswahl. So konnte sich jeder für die Gruppe entschieden, die seinen Golffähigkeiten am ehesten entsprach.

Für die Stärkung für zwischendurch wurde mit Brötchen, Kuchen und Kaffee gesorgt. Am Abend konnten die Golfer den Tag bei einem gemütlichen Barbecue im Clubhaus ausklingen lassen. Eine Siegerehrung schloss den Golftag ab. Der Gewinner erhielt eine zweitägige Übernachtung in einem Hotel von Vila Vita. Stefan Oberhansl, Sprecher der Sektion Marburg/Biedenkopf, bedankte sich bei den Sponsoren und Teilnehmern. „Aufgrund des Erfolges werden wir diese Veranstaltung wiederholen. Sie sind schon jetzt alle zum nächsten Golftag in Mittelhessen eingeladen“, kündigte Oberhansl an.



Matthias Bechtold führt neu gegründete Sektion Odenwald - Sektionsthemen: Tourismus und Breitbandversorgung
Die Sektion Odenwald des Wirtschaftsrates Deutschland, Landesverband Hessen, wählte bei ihrer Mitgliederversammlung in den Räumen der Privat-Brauerei Schmucker in Mossautal einen neuen Sektionsvorstand. Einstimmig wurde Matthias Bechtold bei geheimer Wahl in das Amt des Sektionssprechers gewählt. Bechtold, Geschäftsleiter und Rechtsanwalt der Wasa Pallets GmbH (Mossautal), bedankte sich für das Vertrauen der Mitglieder.

Ebenfalls einstimmig wurde als stellvertretender Sprecher Christoph Günther, Geschäftsführer der Vibradorm GmbH (Michelstadt), von den Mitgliedern gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder sind: Anna Rosemarie Karl, Geschäftsführerin der Karl Elektronikbau GmbH (Reichelsheim), Michael Braner, Geschäftsführer der Quint sdi GmbH (Hesseneck-Kailbach), Jens Fischer, Geschäftsführer, Jäger Direkt GmbH (Reichelsheim) und Tino Klinger, Inhaber der Steuerkanzlei Klinger und Partner (Reichelsheim). Als Bundesdelegierte für die jährlich stattfindende Delegiertenversammlung in Berlin wurden Matthias Bechtold, Christoph Günther, Judith Lannert, Mitglied des Hessischen Landtags, (Reichelsheim) und Ralf Mai, Geschäftsführer der Recycling und Entsorgungs Service GmbH (Michelstadt) bestimmt. Sie werden künftig die Odenwälder Interessen auf Bundesebene vertreten.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine Vortragsveranstaltung mit Innenstaatssekretär Boris Rhein statt. Rund 50 Mitglieder und Gäste hatten sich zum Thema „Wahljahr 2009 – Deutschland am Scheideweg“ eingefunden. Am 27. September entscheide sich, ob Deutschland weiterhin auf Basis einer Sozialen Marktwirtschaft funktionieren soll. Bürgerliche Parteien würden dafür einstehen, erklärte Rhein mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl.

In einem Schlusswort betonte Bechtold, dass die Stärken der Region Odenwald weiter ausgebaut werden müssten. „Förderung von Tourismus und Breitbandversorgung im Odenwald gehören zu den wichtigen Dingen. Hier wollen wir als Sektion mitarbeiten und voran kommen“, so der Sektionssprecher. Er sehe den Wirtschaftsrat nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Vereinen und Organisationen, sondern vielmehr als Ergänzung. „Wir wollen zusammen etwas erreichen und mit der Politik und den hier ansässigen Interessenvertretungen kooperieren.“ Der Wirtschaftsrat sei breit aufgestellt und biete zudem das dafür notwendige Netzwerk.



Dr. Lutz Raettig: „Unser Bankwesen wird gestärkt aus der Krise hervorgehen“ - Reflexion über Struktur des deutschen Marktwesens notwendig


Rund 70 Gäste waren der Einladung der Sektion Bergstraße des Wirtschaftsrates zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Finanzmarkt – Aufschwung oder Abschwung“ ins Forum Wicom in Heppenheim gefolgt.

„Ich werde versuchen, Sie durch die Welt der Finanzmärkte der letzten 18 Monate zu tragen“, begann Dr. Lutz Raettig, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley AG und Mitglied des Landesvorstandes des Wirtschaftsrates Hessen, seinen Vortrag. Bereits im Juli 2007 habe die Krise sich abgezeichnet. Zu dieser Zeit alarmierte der Kursverfall der Deutschen Industriebank-Aktie die Finanzmärkte. Bald darauf war das für das Funktionieren der Finanzmärkte so wichtige Vertrauen zwischen den Banken zerstört. „Jeder saß auf der Liquidität“, bilanzierte Raettig.

Das Wachstum der Weltwirtschaft sei bis Juli 2007 enorm gewesen, so der Finanzexperte. Die anschließende Abschwächung der Realwirtschaft sei dann von der Finanzmarktkrise zwar verstärkt, aber nicht ausgelöst worden. Schuld an der Krise sei einerseits ein institutionelles Versagen, insbesondere der angelsächsischen Rating Agenturen. Andererseits habe aber auch die Politik versagt, weil sie „entweder nicht rechtzeitig oder unwissend gehandelt“ habe.

Um die Krise zu überwinden, sei eine strukturelle und inhaltliche Reparatur des Finanzsystems notwendig, sagte Raettig und weiter: „Positiv ist, dass bereits jetzt ein notwendiger Schulterschluss zwischen Politik und Banken stattfindet, sowie eine Reflexion über die Struktur des deutschen Marktwesens.“

Der Finanzexperte blickt grundsätzlich zuversichtlich in die Zukunft: „Das deutsche Bankwesen wird eher gestärkt aus der Krise hervorgehen, weil es schon vor der Krise stark aufgestellt war“, so Raettig, der auch die Landesfachkommission Banken und Börse im Wirtschaftsrat Hessen leitet. Von voreiligen Investitionen riet er aber dennoch ab: „Noch sind die Märkte wackelig“.

Dr. Michael Meister, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU Bundestagsfraktion und Mitglied im Bundesvorstand des Wirtschaftsrates, bedankte sich bei Dr. Raettig für seinen selbstkritischen, verständlichen und nachdenklichen Vortrag. Eine Diskussionsrunde mit angeregter Beteiligung der Gäste rundete die Veranstaltung ab.
IT-Standort Hessen im Ranking ganz vorne
Staatssekretär Westerfeld: „Mit IT lassen sich Kosten reduzieren und Leistung maximieren“


„Breitbandversorgung für ganz Hessen“, so lautet das erklärte Ziel von Staatssekretär Horst Westerfeld. Die Attraktivität des Standortes Hessen für Unternehmer und Arbeitnehmer hänge neben Standortfaktoren wie Bildung und Freizeitmöglichkeiten, insbesondere von der IT-Infrastruktur ab. Mit dem größten deutschen Rechenzentrum im Taunus habe Hessen einen Vorsprung vor anderen Bundesländern. Das habe den IT-Standort Hessen im Ranking ganz nach vorne befördert und dafür gesorgt, dass sowohl IT-Lieferanten als auch Anwender sich in der Region angesiedelt hätten , so Westerfeld.

Die Sektion Taunus des Wirtschaftsrates Hessen hatte zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „IT-Standort Hessen“ in die Räume der Fujitsu Technology Solutions Gmbh in Bad Homburg geladen. Sektionssprecher Prof. Dr. Walter Gora begrüßte die mehr als 50 Unternehmer und Führungskräfte. Es folgte ein kurzer Vortrag von Bernd Wagner, Gastgeber und Senior Vice President und Managing Director, von Fujitsu Deutschland, einem der großen IT-Anbieter in Hessen.

Auch in der Verwaltung müsse mehr auf IT gesetzt werden, erklärte Staatssekretär Westerfeld, „um Kosten zu reduzieren und Leistung zu maximieren“. Ziel sei es, weniger „Verwaltung der Verwaltung“ zu betreiben, sondern stattdessen Prozesse mit Hilfe des „Instruments IT“ zu optimieren. Letztlich seien es die Bürger, die von einer verbesserten IT-Infrastruktur profitieren würden. Ob Bürgertelefon, IT-Gipfel mit der Bundeskanzlerin oder Digitalfunk bei der Polizei: Sachen, die modern seien, würden von der Landesregierung Hessen forciert werden. Als besonderen Erfolg verzeichnete Westerfeld die mit der Föderalismusreform II verabschiedete Grundgesetzänderung. Diese ermögliche eine effizientere und kostensparendere Zusammenarbeit von Bund und Ländern im IT-Bereich. Dazu wurde eine neue Institution ins Leben gerufen. Vertreter des Bundes sowie der Länder werden zukünftig im sogenannten IT-Planungsrat enger zusammenarbeiten.
Volker Bouffier MdL: „Sicherheit gewährleisten, aber Freiheit nicht ohne Not einschränken“ - Hessischer Innenminister über Wertegemeinschaft und Stellenwert der inneren Sicherheit

Die Rede des hessischen Innenministers Volker Bouffier MdL im Auditorium der Frankfurter Commerzbank stieß bei den Mitgliedern des Wirtschaftsrates auf großes Interesse. Rund 300 Gäste waren der Einladung des Landesverbandes gefolgt, um sich über das Thema „Innere Sicherheit in Zeiten globaler Herausforderungen“ zu informieren.

Dass bei diesem Thema auch beim dienstältesten Innenminister in Deutschland keine Langeweile aufkommt, lag sicherlich nicht zuletzt an der Brisanz und Aktualität der Themen: Von Terrorismus über Internetkriminalität bis hin zu den neuen Außengrenzen der erweiterten EU. Er wünsche sich eine Auflösung der Wellentäler der öffentlichen Reaktion, damit eine ruhige Diskussion über derartige Themen stattfinden könne, erklärte Bouffier.

Wenig emotionalisierend hob der Minister zu einer Grundsatzdiskussion an. Sicherheit und Freiheit seien elementare Bestandteile unserer Gesellschaftsordnung, die in einem dynamischen Prozess immer wieder neu ausgewogen werden müssten. „Dabei besteht kein Gegensatz zwischen den beiden Elementen, vielmehr bedingen sie sich gegenseitig. In Diktaturen herrsche Sicherheit ohne Freiheit; Freiheit ohne Sicherheit hingegen bedeutet Anarchie“, erkläre Bouffier. In unserer Wertegemeinschaft stelle sich die elementare Frage, wie man Sicherheit gewährleisten könne, ohne Freiheit einzuschränken. So wichtig der Stellenwert der Ökonomie sei, sie müsse hinter diesem Thema zurückstehen, sagte der Minister vor den Mitgliedern und Gästen des Wirtschaftsrates.

Der CDU-Politiker fand auch klare Worte zum Thema Internetsicherheit. Die Internetkriminalität gehe leise und schleichend vor sich und betrüge dadurch das allgemeine Sicherheitsgefühl. Während „schreckliche Begriffe“ wie „Online-Durchsuchung“, „Big Brother“ oder „Bewegungsprofil“ die Angst vor dem Kontrollstaat schürten, müsse sich der Bürger auch im Klaren darüber sein, dass Gefahrenabwehr nicht ohne Informationen möglich ist. „100 Prozent Sicherheit ist nie möglich“, konstatierte Bouffier. Aber das Sammeln von Informationen sei notwendig, um Gefahren zu erkennen und zu verhindern. Dazu diene heutzutage vor allem das Internet als Informationsquelle Nummer eins.

Insgesamt könne er eine positive Zwischenbilanz ziehen, so Bouffier. Jedenfalls spreche nach zehnjähriger Amtszeit als Minister die Kriminalstatistik für ihn. Die Anzahl der Straftaten sei in den vergangenen Jahrzehnten in Hessen deutlich zurückgegangen.
Sektionsvorstand Bergstraße neu gewählt


Die Sektion Bergstraße des Wirtschaftsrates Deutschland, Landesverband Hessen, bestimmte in ihrer Mitgliederversammlung einen neuen Sektionssprecher, Vorstand und Bundesdelegierte. Der alte Sektionssprecher ist auch der Neue: Einstimmig im Amt bestätigt wurde Dr. Brian Fera, Geschäftsführender Gesellschafter der Wicom Germany GmbH.

Als weitere Vorstandsmitglieder wurden Jürgen Dudek, Geschäftsführer der Autohaus Dudek & Fischer OHG, Holger Kahl, Kreisgeschäftsführer der CDU Bergstraße, und Dr. Volker Schleep, Direktor Global Operations, Evonik Röhm GmbH, gewählt.

Als Bundesdelegierte vertreten künftig Dr. Brian Fera sowie Jürgen Dudek die Interessen der Sektion Bergstraße in Berlin. Zur stellvertretenden Bundesdelegierten wurde Pia Fera gewählt.
Peter Beuth MdL: „Union muss sich ihre Integrationsfähigkeit bewahren“
CDU ist auf Wirtschaftsrat als Unternehmerverband angewiesen

„Der Einzelne hat manchmal mehr Einfluss als man glaubt“, erklärte Peter Beuth, Mitglied des hessischen Landtages und Generalsekretär der CDU Hessen. Richtig etwas leisten könne man vor allem dann, wenn man sich engagiere, also Partei ergreife, so Beuth.

Die Sektion Wetterau des Wirtschaftsrates Hessen hatte zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Die Zukunft des Parteiensystems: Was kann der Einzelne und eine Partei wirklich leisten?“ zur Neurath + König AG nach Karben (Wetterau) geladen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch den Sektionssprecher Eric Gottschalk, richtet auch Guido Rahn, Vorsitzender des CDU Stadtverbandes Karben, ein Grußwort an die Gäste.

Beuth betonte in seinem Vortrag die Bedeutung des Wirtschaftrates für die Union, das gelte insbesondere für die kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Partei. Insbesondere in Diskussionsforen, wie sie der Wirtschaftsrat als unabhängiger Verband organisiere, könne der Einzelne unmittelbar auf die Politik einwirken. Schließlich sei auch der Landtag kein „closed shop“. In der Vergangenheit sei von den Sektionen und Landesfachkommissionen bereits Einfluss auf die bundes- und landespolitische Ebene ausgeübt worden. Dieser Kanal der politischen Einflussnahme könne und solle in Zukunft noch weiter ausgebaut werden. Allerdings müsse sich die CDU als Volkspartei auch ihre Integrationsfähigkeit bewahren und verschiedene politische Pole „von Lauk bis Laumann“ verbinden.

In einer anschließenden Diskussionsrunde beteiligten sich die Gäste angeregt mit zahlreichen Fragen und Beiträgen. Abschließend lud die Neurath + König AG zu einem Imbiss ein.
Veranstaltungshinweis
One Night in Frankfurt am 14. November 2009
 onf.pdf
Nach der Krise: Bestenfalls sehr geringes Wachstum
Haibach MdB: "Langfristig haben wir ein Schuldenproblem"


"Wenn der Staat sich engagiert, muss er auch klar sagen, wann er damit aufhört!", sagte Holger Haibach, Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bei einer Veranstaltung der Sektion Taunus des Wirtschaftsrates in Bad Homburg. Der Bundestagsabgeordnete sprach vor rund 30 geladenen Mitgliedern im Golfclub-Restaurant zum Thema "Konjunkturpaket II. Wo ist der Nutzen für die Wirtschaft?".

Die Rettung jedes Unternehmens trägt nach Ansicht des Bundestagsabgeordneten nicht zur Verbesserung der Situation bei. Bei einer Unterstützung - wie beim Autohersteller Opel - , handle es sich dagegen um eine vorübergehende Maßnahme und nicht um eine dauerhafte Lösung. Selbst wenn man allen Unternehmen, die um Staatshilfe bäten, helfen wolle, fiele ein großer Teil nicht unter die von der Bundesregierung aufgestellten Kriterien. Nur Unternehmen, die unverschuldet in eine Krisensituation geraten seien, hätten Anspruch auf staatliche Unterstützung. "Dies ist bei Arcandor gerade nicht der Fall", erklärte Haibach.

"Das Konjunkturpaket II wirkt nur innerstaatlich und begrenzt", so Haibach. Doch in erster Linie wirke das Konjunkturpaket II nur begrenzt auf die Industrie, beispielsweise auf die Bauindustrie, jedoch nicht im Bereich Maschinenbau. Außerdem seien die vom Konjunkturpaket II betroffenen Handwerksbereiche in verschiedenen Regionen unterschiedlich stark vertreten, was eine weitere Schwierigkeit bei der Verteilung der Gelder darstelle. Dennoch seien die Schwerpunkte im Konjunkturpaket richtig gesetzt. "Alle auf der Welt machen in der Krise das gleiche", sagte Haibach: "Sie investieren in Infrastruktur und Bildung."

Noch schwieriger sei die Umsetzung des Konjunkturpaketes II. Ziel war es, möglichst schnell Geld in die Gesellschaft zu bringen. Langfristig ergebe sich jedoch ein Schuldenproblem: Die kürzlich eingeführte Schuldenbremse sei damit ein wichtiger Punkt. "Aus diesem Grund", so der Referent, "bin ich gegen ein drittes Konjunkturpaket. Die Kosten müssten die betroffenen Menschen in 20 bis 30 Jahren tragen. Das ist nicht zumutbar", urteilte der Abgeordnete.

Als Konsequenzen seien nach der Verabschiedung des Konjunkturpakets II zunächst ein Einbruch des wirtschaftlichen Niveaus und dann bestenfalls ein sehr niedriges Wachstum zu erwarten.
Prof. Riesenhuber MdB: „In der Forschung liegt die Zukunft unseres Landes“
Die Krise ist im Mittelstand noch nicht angekommen
Auf einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Sektion Taunus des Wirtschaftsrates Hessen sprach Prof. Dr. Heinz Riesenhuber MdB, Bundesforschungsminister a. D., vor 60 Mitgliedern und Gästen.

Prof. Walter Gora, Sektionssprecher Taunus, eröffnete die Veranstaltung zum Thema „Mittelstand – Motor für Wachstum“ und dankte Riesenhuber für die Bereitschaft vor den Mitgliedern des Wirtschaftsrates zu sprechen.

„Um bestehen zu können, müssen wir noch stärker in Bildung investieren“, sagte Uwe Bergmann von der NETHINKS GmbH, Fulda/Wiesbaden, in seinem Grußwort.

„Wir sind jetzt in einer kritischen Situation“, erklärte Riesenhuber. „Doch aus einer Krise lernt man nur eins: Wenn sie vorbei ist, hat man sie überstanden.“ Eine Gebrauchsanweisung für Krisensituationen gäbe es nicht. Aber die Menschen müssten überzeugt werden, so Riesenhuber, dass die Soziale Markwirtschaft Werte schaffe und Krisen durchstehe.

Obwohl die Krise von den Banken bis zur Industrie durchgeschlagen sei und von dort ihren Weg fortsetze, gebe es Bereiche, die noch nahezu unberührt seien, wie zum Beispiel der Nahrungsmittelsektor. Die Krise sei also noch nicht im Mittelstand, welcher 99 Prozent der Unternehmen in Deutschland ausmache, angekommen. In einem Punkt seien sich aber alle einig: „Wir müssen stärker aus der Wirtschaftskrise herauskommen, als wir reingegangen sind!“, sagte der Referent. „Wir müssen die Vorraussetzungen dafür schaffen“, forderte Riesenhuber. Die Forschung nehme dabei einen wichtigen Stellenwert ein. Nur wenn Deutschland in diesem Bereich wachse und dynamischer werde, sei Deutschland zukunftsfähig und krisenfest aufgestellt.



Fraport AG: „Wir wollen für unsere Kunden noch attraktiver werden“ -
Dr. Stefan Schulte zu Gast beim Wirtschaftsrat Hessen


„Natürlich sind wir nicht von der Wirtschaft abgekoppelt. Unser Passagierbereich verzeichnet einen Rückgang von rund zehn Prozent, der Fracht sogar ein Minus von 33 Prozent“, erklärte Dr. Stefan Schulte, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Fraport AG und Mitglied im Landesvorstand des Wirtschaftsrates Hessen, beim traditionellen Unternehmerfrühstück in der Sektion Frankfurt.

Derzeit arbeite Fraport an einer Planung, den Frankfurter Flughafen noch besser mit der Deutschen Bahn zu vernetzen: „Da 70 Prozent aller interkontinentalen Flieger nach und aus Deutschland über Frankfurt gehen, ist ein erweitertes Verkehrssystem notwendig, das uns die Bahn liefern kann“, so Schulte. Außerdem würden rund 40 Prozent der deutschen Luftfracht über den Frankfurter Flughafen abgewickelt. Dies zeige, dass ein Ausbau dringend erforderlich sei.

Die Rechtmäßigkeit der Genehmigung für den Ausbau wurde bereits vom Verwaltungsgericht Kassel bestätigt. Läuft alles nach Plan, kann die neue Landebahn 2011 eröffnet werden. Die ersten Baumaßnahmen würden bereits ausgeführt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende erwartet im noch anstehenden Hauptsacheverfahren eine Diskussion zum Thema Nachtflugregelung, in der auch die Notwendigkeit von beschleunigter Fracht und Expressfracht hinterfragt werden wird.

Nach Angaben von Dr. Schulte sei die allgemeine Stimmung hinsichtlich des Ausbaus über Jahre hinweg positiv gewesen. „Zum einen bietet der Frankfurter Flughafen eine große Bandbreite von Arbeitsplätzen, zum anderen ist er von enormer wirtschaftlicher Bedeutung für das Rhein-Main-Gebiet.“

Der Flughafen soll insgesamt attraktiver gestaltet werden, um dem Kunden in seinen Wünschen und Erwartungen entgegenzukommen. „Die Terminals werden modernisiert, das gastronomische Angebot ausgebaut und neue Einkaufsmöglichkeiten geschaffen. Hier erwirtschaften wir rund 50 Prozent unserer Erträge“, erklärte Schulte. Jeder Gast erwarte ein attraktives Umfeld, denn der Urlaub beginne für die Reisenden schon auf dem Flughafen.

Außerdem will die Fraport AG noch kundenorientierter arbeiten: Nach dem Motto „Der Kunde ist König“ sollen mehr Steckdosen für Laptops sowie Kindereinrichtungen installiert werden. Zudem habe das Unternehmen das Projekt „Mit Sicherheit ein Lächeln“ ins Leben gerufen, dass die Mitarbeiter auf Kundenfreundlichkeit schult. Auch der Umsteigevorgang für Durchreisende soll erleichtert werden.

Auf die Frage, ob der Flughafen in München eine Konkurrenz für Frankfurt darstelle, antwortete Schulte, dass München eine wichtige Rolle spiele und er hoffe, dass auch dort bald ein Ausbau stattfinden könne. Doch der Flughafen in München sei insgesamt zu klein und verfüge über keinen Bahnanschluss. „Hier liegen die entscheidenden Vorteile auf unserer Seite“, so Schulte.
Jahresbericht 2008
Über die Aktivitäten unseres Landesverbandes informiert Sie der Jahresbericht 2008, der Anfang Mai 2009 erschienen ist. Der Berichtsteil Hessen ist hier einsehbar.
 2008_jahresbericht_hessen.pdf
Effizientes Einkaufsmanagement lohnt sich für Unternehmen - Hohe Einsparpotenziale fast überall vorhanden


„Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen und am Anfang steht immer der Einkauf“. Nach diesem Prinzip, frei nach Aristoteles, beraten Günter Thesen und seine gleichnamige Firma Wirtschaftsunternehmen in Deutschland und anderen Ländern. Dabei stehe für das unabhängige Beratungshaus nicht der schnelle Gewinn, sondern nachhaltig kostenoptimierende Einkaufsstrukturen und organisatorische Lösungen im Mittelpunkt, so der Referent.

Beim Unternehmerfrühstück im Schlosshotel Falkenstein in Königstein, informierte Thesen die Mitglieder und Gäste der Sektion Taunus des Wirtschaftsrates über effizientes Einkaufsmanagement.

Nach Aussage des Referenten hängt der Erfolg und die wirtschaftliche Entwicklung eines Unternehmens zunehmend von richtigen Entscheidungen bei der Materialbeschaffung ab: „Hier ist ein großes Kostenoptimierungspotenzial vorhanden, welches häufig nicht ausgeschöpft wird.“ Gründe hierfür liegen laut Thesen hauptsächlich in den komplexen Entscheidungssituationen, mit welchen sich Firmen auf einem globalen Markt auseinandersetzen müssten.

„Mit dem herausragenden Anteil von bis zu 80 Prozent bilden die Einkaufskosten den größten beeinflussbaren Faktor zur Steigerung des Betriebsergebnisses.“ Ziel müsse es daher sein, die Materialbeschaffung zum zentralen Gestaltungsfaktor im Unternehmen zu machen.


„Um Kostensenkungen beim Einkauf zu erreichen, gehen wir über differenzierte Analysen ins Detail“, so der Referent. „Durch verschiedene Faktoren, wie Lieferantenmanagement, globaler und elektronischer Einkauf, Materialgruppen-Management sowie durch die Ermittlung und Nutzbarmachung quantitativer und qualitativer Maßstäbe im Einkauf können Einsparmöglichkeiten ermittelt und dokumentiert werden.“ Seine Ausführungen belegte der Vorstand der Thesen AG mit verschiedenen Fallbeispielen seines Unternehmens aus dem Geschäftsjahr 2008.

Während und nach dem Vortrag hatten die Teilnehmer die Möglichkeit im Plenum Fragen zu stellen und zu diskutieren sowie in persönlichen Gesprächen Erfahrungen auszutauschen.
Einstimmiges Votum für Jörg Paul Feldhoff bei Wiederwahl zum Landesvorsitzenden des Juniorenkreises Hessen


Auf der jüngsten Mitgliederversammlung des Juniorenkreises des Wirtschaftsrats Hessen wurde der amtierende Landesvorsitzende Paul Jörg Feldhoff (Pers. haftender Gesellschafter, FMS Consulting Group KG, Frankfurt) in seinem Amt bestätigt.

Neue Mitglieder im Landesvorstand des Juniorenkreises sind Michael C. Feifel (Fraport AG, Frankfurt), Andre Goepfert (Frankfurt), Sascha Kilb (Drees & Sommer AG, Frankfurt), Karina Reichel (PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt). In ihren Ämtern bestätig wurden: Oliver Schulte-Ladbeck (Morgan Stanley Bank AG, Frankfurt) und Daniel W. Elsesser (IndustrieGrund AG, Frankfurt). Kooptiert wurde erneut Ulrich Weidemann (Freshfields Bruckhaus Deringer, Frankfurt).

„Ich freue mich, dieses Amt auch in den kommenden zwei Jahren ausüben zu dürfen und bedanke mich für die erfolgreiche Zusammenarbeit der vergangenen sechs Jahre“, sagte der amtierende Vorsitzende Paul Jörg Feldhoff nach der Wahl. Der Juniorenkreis des Wirtschaftsrats Hessen hat sich in den vergangenen Jahren als feste Institution in Frankfurt und im gesamten Bundesland etabliert. Durch steigende Mitgliederzahlen ist die Bedeutung des Juniorenkreises weiter gewachsen. „Ich hoffe, dass wir an die positiven Entwicklungen der letzten Jahre anknüpfen werden, um auch in Zukunft junge, engagierte Menschen zu vernetzen und ihrer Stimme eine Plattform in der Politik zu geben“, so Feldhoff.
„Der wichtigste Faktor im Kampf gegen den Klimawandel ist der Konsument“ -
Wirtschaftsrat diskutiert zum Thema Nachhaltigkeit
„Wir haben derzeit eine Erdauslastung von 130 Prozent. Das heißt, wir leben nicht mehr von den Zinsen des ,Unternehmens Erde’, sondern verbrauchen im großen Stil und auf lange Sicht irreversibel unser Erdkapital“. Mit diesen Worten beschrieb Klaus Wiegandt, ehemaliger Sprecher des Vorstandes der Metro AG, die aktuelle Situation. Die Tatsache, dass wir so stark von den Lebensgrundlagen zehren, die uns die Erde bereitstellt, müsste jeden wirtschaftlich denkenden Menschen aufschrecken, so Wiegandt. Bundesvorstandsmitglied Dr. Wolf-Dietrich Loose konnte rund 150 Unternehmer und Führungskräfte aus der Region zur der Veranstaltung des Wirtschaftsrates zum Thema „Herausforderungen der Wirtschaft im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung“ begrüßen.

In seinem Impulsreferat machte Wiegandt deutlich: Oberflächlich betrachtet tue sich einiges im Klimaschutz. Die ganze Welt rede von Nachhaltigkeit, der Klimaschutz sei zu einem wichtigen politischen Thema geworden und zahlreiche Länder und Unternehmen hätten sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um ihren Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten. Doch müsse man sich fragen, ob das genüge und warum man weiter als jemals zuvor von nachhaltigem Wirtschaften und einem zukunftsorientierten Lebensstil entfernt sei. „Durch die legitime wirtschaftliche Aufholjagd der Schwellenländer wird wohl trotz aller Anstrengungen der Industriestaaten eine Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Energie- und Ressourcenverbrauch nicht erreicht werden können“, so der ehemalige Unternehmer.

Für den Referenten sind es hauptsächlich vier Faktoren, die Nachhaltigkeit verhindern: die wachsende Weltbevölkerung, Dynamik und Umfang wirtschaftlicher Aktivitäten, eine Fehlsteuerung bei der Preissetzung der Produkte ohne Rücksicht auf ihre Umweltkosten und ein Wertewandel im Bewusstsein und Verhalten der Menschen. Mit eindrucksvollen Zahlen belegt der Experte für Nachhaltigkeit seine Thesen: „Die Weltbevölkerung ist in den vergangenen 60 Jahren um von 4,2 Milliarden Menschen gewachsen und das Weltsozialprodukt an der Schwelle zum 20. Jahrhundert stellen wir heute in 14 Tagen her.“

Diese Entwicklung bleibe nicht ohne Folgen: „So müssen wir uns heute mit den einer jährlich um 78 Millionen Menschen wachsenden Weltbevölkerung einhergehenden Problemen, wie Wasserknappheit, Bodenerschöpfung und Hunger, der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich mit ihrem großen Konfliktpotenzial, dem CO²-Ausstoß, dem Ozonloch, der Ressourcenknappheit und weiteren Herausforderungen befassen“, so Wiegandt.

Das lange Zeit für wahr geglaubte Statement vieler Politiker und Wirtschaftsvertreter, dass die Lösung globaler Probleme – von Armut bis Klimaschutz – nur eine Frage von stetigem Wirtschaftswachstum sei, hat sich, nach Ansicht des Experten, als falsch erwiesen. Vielmehr ist Wiegandt überzeugt, dass die Lösung in der Dematerialisierung unsere Produkte, in naturverträglicher Produktion und in der persönlichen Mäßigung im Konsum liegt.

Hinsichtlich der Rolle Deutschlands, Europas und einzelner Unternehmen im Kampf gegen den Klimawandel bezogen die Teilnehmer in der anschließenden Podiumsdiskussion ausführlich Stellung. Es diskutierten, moderiert von Gabor Paal, Redakteur beim SWR, Dr. Peter H. Grassmann, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Carl Zeiss Jena, Dr. Stefan Schulte, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der FRAPORT AG, Prof. Dr. Hermann-Josef Wagner von der Ruhr-Universität Bochum sowie Klaus Wiegandt.

Die Steigerung von Energieeffizienz und die Umstrukturierung der Energielandschaft, eine breite öffentliche Aufklärung und vor allem ein an Nachhaltigkeit orientiertes Verbraucherbewusstsein seien die Kernpunkte in der Debatte um Nachhaltigkeit, so die Diskutanten. Aber auch die Notwendigkeit von einschneidenden Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur bestritt in dieser Runde niemand. Es gelte aber auch diese notwendige Umgestaltung mit Rücksicht auf Wettbewerb und Sozialverträglichkeit zu verbinden.

Fragen aus dem Publikum bezogen sich auf Themen wie erneuerbare Energien, die zukünftige Rolle der Kernkraft bei der Energieversorgung, der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft, die Verteilung von Rohstoffen und speziell die Rolle von China, Amerika und Entwicklungsländern beim Ausstoß von CO2 und dem Verbrauch von Ressourcen.

„Eine Strategie des „weiter wie bisher“ ist weder vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen, noch aus Sicht einer zukunftsorientierten Entwicklung erstrebenswert“, war sich das Podium einig. Es herrschte Einigkeit, dass Klimaschutz und Ressourcenschonung mit wirtschaftlicher Entwicklung verbunden werden müsse, um auch in Zukunft von Wohlstand und einer intakten Umwelt profitieren zu können.
Seesicherheit von großer wirtschaftlicher Bedeutung für Deutschland -
Gesetzeslage stellt deutsche Marine in Heimatgewässern vor Probleme

"Obwohl die öffentliche Aufmerksamkeit seit den Piratenangriffen auf die internationale Handelsschifffahrt besonders am Horn von Afrika gestiegen ist, beschränkt sich das Interesse der meisten Deutschen an maritimen Sicherheitsfragen jedoch auf den Urlaub am Meer." Mit diesen Worten eröffnete Konteradmiral a. D. Dr. Sigurd Hess seinen Vortrag zu Fragen der maritimen Sicherheitspolitik im Rahmen einer Veranstaltung der Sektion Frankfurt des Wirtschaftsrates Hessen.

Hess betonte die herausragende Stellung der Seeschifffahrt für die deutsche Wirtschaft und die wichtige Bedeutung der Seesicherheit: Deutschland verfüge über die drittgrößte Handelsflotte und die größte Containerflotte der Welt. Sowohl beim Passagier- und beim Spezialschiffbau sei Deutschland marktführend und zahlreiche Zuliefererbranchen seien auf den globalen Seehandel angewiesen. Als Exportweltmeister und rohstoffarmes Land, sei Deutschland extrem von sicheren Transportwegen, denn der Großteil der Güter werde über den Seeweg im- und exportiert.

Die maritimen Handelsströme verlaufen hauptsächlich durch acht enge Seegebiete. Dazu gehören nicht nur die derzeit durch die Piraterie bekannten Seestraßen im Indischen Ozean, sondern auch der Ärmelkanal sowie die Zugänge zu Nord- und Ostsee. Während im Indischen Ozean bereits 21 Kriegsschiffe unterschiedlicher Nationalität im Auftrag von UN, EU und Nato sowie vier Versorgungsschiffe operieren und Erfolge im Kampf gegen die Piraten melden können, würde ein Angriff auf die Seesicherheit deutscher Gewässer die Politik vor erhebliche Probleme stellen.

"Die Gesetzeslage ist unklar!", sagte der Konteradmiral. In deutschen Küstengebieten würden fünf Bundesministerien und andere, nachgeschaltete Behörden um die Zuständigkeiten konkurrieren. Die Sicherheit in deutschen Hoheitsgewässern sei eine Angelegenheit der Bundes- und Wasserschutzpolizei, die beide nicht über die notwendigen Mittel verfügten um einen Piraten- oder gar Terrorangriff auf See zu vereiteln. Ein Einsatz der Marine wäre nach geltendem Recht nicht erlaubt.

In der anschließenden Diskussion zielten viele Fragen genau auf diesen Sachverhalt ab und Hess betonte nachdrücklich den dringenden Handlungsbedarf: "Die Zuständigkeiten müssen geregelt werden. Es darf nicht erst der Ernstfall eintreten bis die Politik reagiert." Zwar sei die Gefahr von Gewaltakten in deutschen Gewässern nicht akut, eine latente Bedrohung aller Seewege sei jedoch vorhanden. "Das 21. Jahrhundert ist ein maritimes Jahrhundert" und die wirtschaftliche Abhängigkeit westlicher Nationen von der Seefahrt ist Terroristen nicht unbekannt!"
Deutschland in der Krise: Ursachen und Perspektiven
Wirtschaftliche Vernunft statt wahltaktisches Handeln von Politik gefordert
"Deutsche Wirtschaft in stürmischer See" lautete der Titel der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Sektion Fulda des Wirtschaftsrates. In den Räumlichkeiten des Maritim Hotels konnten sich Unternehmer und Führungskräfte der Region über Ursachen der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise sowie über die Prognose der wirtschaftlichen Perspektiven Deutschlands in den nächsten Monaten informieren. Als Referenten hatte der Wirtschaftsrat Johannes Heibel, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank AG, Region Frankfurt/Hessen-Ost, eingeladen.

"Die jetzige Situation ist einmalig in der Geschichte", so Heibel. Ein derartiger Einbruch der Kapitalmärkte und eine solch massive Geldvernichtung sei in der Geschichte bisher einzigartig. Die Ursachen für die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in den letzten Monaten hätten unterschiedliche Gründe. Habe der Rest der Welt nach dem Wachstumseinbruch in den USA, bedingt durch eine Baurezession und Auswirkungen der Sub-prime Krise, gehofft, sich von diesen Entwicklungen abkoppeln zu können, so werde die große wirtschaftliche Abhängigkeit aller Staaten in einer globalisierten Welt jedem vor Augen geführt. Als weitere Faktoren sah er die Lehmann-Pleite in den USA, und einen daraus resultierenden dramatischen Vertrauensverlust in die Kapitalmärkte und das Bankenwesen, sowie die lange Zeit hohen Rohstoff- und Lebensmittelpreise und riskante Spekulationsgeschäfte an den Börsen.

Deutschland befinde sich in einer Rezession und eine Wende, so der Experte der Deutschen Bank, erwarte er erst im Jahr 2010. "Nach einem Zuwachs von drei Prozent im Jahr 2008, rechnen wir jetzt mit einem Rückgang von zwölf bis dreizehn Prozent der Realexporte für das Jahr 2009." Die einseitige Konzentration auf den Export, von der Deutschland lange profitiert habe, und der schwache deutsche Binnenmarkt stellten heute ein Problem dar. "Jeder vierte Arbeitsplatz hängt direkt - jeder zweite indirekt vom Export ab", sagte der Referent.

Aufgrund des zu erwartenden Bumerang-Effekts sei es realistisch mit einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die drastisch gesunkene Nachfrage in der Automobilindustrie und die vorausgegangene Überproduktion schlage sich zeitversetzt auch bei Vor- und Zwischenprodukten der Chemie-, Kunststoff- und Metallerzeugungsindustrie nieder. Daher geht die Deutsche Bank von einem Arbeitsplatzabbau von 750.000 Arbeitsplätzen und einem Anstieg der Arbeitslosenquote auf 9,5 Prozent bis zum Ende des Jahres aus.

Trotz aller schlechten Nachrichten und Perspektiven für die nahe Zukunft, erwartet Heibel, dass sich Deutschland schneller als andere Länder von der Krise erholen wird: "Unsere gute Infrastruktur, ein stabiler Immobilienmarkt, gut ausgebildete Fachkräfte, eine bessere Kapitaldeckung als in vielen anderen Ländern und nicht zuletzt wohl überlegte Entscheidungen der Politik sind gute Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Erholung." Dies seien entscheidende Gründe, weshalb sich die Krise 2009 - trotz einiger Parallelen - nicht mit der Situation im Jahr 1929 vergleichen ließe.

Gelegenheit zu regem Gedankenaustausch bot sich in der von Philipp Neuhofen, Deutschen Bank in Fulda, moderierten Diskussion sowie beim anschließenden Get-together. Thematisiert wurden der Umgang der Krise in den kommenden Wahlkämpfen, die Diskussion um eine mögliche Insolvenz von Opel, Fragen der Verantwortung und Haftung und das Verfahren um die Hypo Real Estate. Der dringende Appell an die Politik von wahltaktischen Versprechen und unwirtschaftlichen, uns in der Zukunft teuer zu stehen kommenden Wahlgeschenken abzusehen, fand einhellige Zustimmung.
POSITIONSPAPIER - 23.03.2009

Arbeit stärken

 Positionspapier_Kassel_Arbeit_staerken.pdf
Unternehmer gehen in die Schule
Wirtschaftsrat unterstützt Bildungsaktion

Martin Weiss, Sprecher der Sektion Wiesbaden, organisierte gemeinsam mit Mitgliedern des Wirtschaftsrates einen Besuch an einer Wiesbadener Gesamtschule in Biebrich. Geteilt in mehrere Teams gingen die Mentoren in alle neunten und zehnten Klasse der Schule und stellten sich dort den Fragen der Schüler zu verschiedenen Berufen und den dazu gehörigen Vorraussetzungen.

Werner Prink, Regionalbereichsleiter bei der Deutschen Bundesbank, erklärte den Schülern, dass man selbst bei kleineren Aufgaben Engagement zeigen muss. "Wenn mir morgens einer mit lang gezogener Miene die Post reinbringt, bekomme ich auch schlechte Laune und denke bestimmt nicht daran, diesen Mitarbeiter zu fördern!" Wer seine Freizeit opfere und anderen helfe, mache immer einen guten Eindruck beim Personalchef. "Egal was euch gefällt - ob es nun Sport ist oder die Arbeit beim Friseur: macht Praktika, helft in Vereinen und seid aktiv", ermutigten die Mentoren ihre jungen Zuhörer.

Bei der Frage welche Ziele die Schüler verfolgten, gab es zwischen dem Hauptschul - und dem Gymnasialzweig der Wilhelm-Heinrich-von-Rhiel-Schule große Unterschiede: Während die meisten Gymnasialzweigschüler gerne das Fachabitur machen wollen, wissen viele in der Abschlussklasse des Hauptschulzweiges noch nicht, was sie nach der neunten Klasse machen werden oder ob sie diese überhaupt schaffen. "Gerade diese Kinder brauchen unternehmerische Unterstützung", waren sich die Mentoren einig.

Im Anschluss an die Klassenbesuche setzten sich Lehrer, Schuldirektor und Mentoren zu einer Feedbackrunde zusammen. "Manchmal telefoniere ich tagelang Unternehmen und Betriebe ab, um Schülern Praktika zu verschaffen, aber von zuhause fehlt oftmals die Unterstützung", erklärten die Lehrer den Mentoren. "Die Wirtschaft kann unseren Schülern mit Praktika und Ausbildungsplätzen helfen." Die Schule und das Mentorenteam von Martin Weiss einigten sich auf eine weitere Zusammenarbeit und wollen das Projekt fortsetzen.
POSITIONSPAPIER - 10.03.2009

Landesfachkommission Mittelstandsfinanzierung
 Positionspapier_Mittelstandsfinanzierung.pdf
"Nachhaltiges Bauen lohnt sich für alle"
Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Mark Weinmeister

Ökonomische Vorteile durch ökologische Lösungen – dass dies möglich ist, zeigte die Veranstaltung mit dem Thema "Verantwortung und Wettbewerbsfaktor: Nachhaltiges Bauen!". Die Sektion Wetterau des Wirtschaftsrates Hessen hatte in Zusammenarbeit mit der Lahmeyer International GmbH und der Lahmeyer Rhein-Main GmbH zu einem Vortrag mit anschließender Podiumsdiskussion eingeladen. Mehr als 100 Unternehmer aus der Region kamen, um sich über das Thema zu informieren.

Prof. Dr. Graubner von der Technische Universität Darmstadt eröffnete die Veranstaltung mit der Auseinandersetzung über die Frage "Nachhaltigkeit im Bau – Mode oder Mehrwert?" über die Bedeutung und das Potenzial von nachhaltigem Bauen. "Angesichts der dramatischen Auswirkungen des Klimawandels und seine hohen Kosten für die Gesellschaft muss es uns gelingen, Umweltaspekte und sozialen wie wirtschaftliche Gesichtspunkten gleichrangig zu berücksichtigen". Nachfolgenden Generationen sollten ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge vorfinden.

Dabei stellte Prof. Dr. Graubner das neue Gebäudezertifikat vor: Das "Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen (DGNB)" bewerte anhand von 44 Einzelkriterien, die den sechs Kriteriengruppen "Ökologische Qualität", "Ökonomische Qualität", "Soziale und Funktionale Qualität", "Technische Qualität" sowie "Prozessqualität" zugeordnet würden, alle wesentlichen Gebäudeeigenschaften. Anhand weiterer sechs Kriterien werde die "Standortqualität" mit einer separaten Note bewertet. Durch diesen ganzheitlichen Bewertungsansatz soll der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes - von der Planung, den Bau über die Nutzung bis hin zur Erneuerung und zum Rückbau – betrachtet werden können.

Im Gegensatz zu anderen, so genannten "Green Building Rating Systems", die sich meist auf Einzelaspekte der Nachhaltigkeit konzentrieren, kann das deutsche Qualitätssiegel aufgrund seiner ganzheitlichen Nachhaltigkeitsbeurteilung als "Sustainable Building Rating System" bezeichnet werden, sagte Prof. Dr. Graubner. In vielerlei Hinsicht ließe sich mit einer Ratifizierung nach dem deutschen Gütesiegel ein Mehrwert erzielen. Dieser könne beispielsweise objektive Vergleichsmöglichkeit verschiedener Bauwerke, Wertstabilität oder bessere Vermarktungschancen umfassen. "Nachhaltiges Bauen kann sich also für alle lohnen", betonte Prof. Dr. Graubner.

In der anschließenden von Manfred Köhler, Koordinator Wirtschaft Rhein-Main der Frankfurter Allgemeine Zeitung, moderierten Podiumsdiskussion diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft: Mark Weinmeister, Staatssekretär im Hessischen Umweltministerium; Prof. Dr. Graubner, Technische Universität Darmstadt; Wolfgang Weitz, Tishman Speyer; Dr. Matthias Jacob, Bilfinger Berger Hochbau; Dr. Hartmut Arlt, Lahmeyer Rhein-Main GmbH und Dr. Andreas Wiese, Lahmeyer International.

Themen, wie Kriterien für nachhaltiges Bauen, die verschiedenen auf dem Markt vertretenen Zertifikate, Kosten und Nutzen der energetischen Renovierung von Altbauten sowie politische Förderprogramme wurden erörtert und mit dem Publikum diskutiert.

Wolfgang Steiger, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats Hessen forderte in seinem Schlusswort, das Thema Nachhaltigkeit nicht nur in der Umweltpolitik, sondern auch in der Wirtschaftspolitik zu forcieren: "Wir müssen langfristig bauen, denken und wirtschaften!"

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion lud German Halcour, Geschäftsführer der Lahmeyer Rhein-Main GmbH, zu einem Meinungsaustausch und Imbiss ein.
Nachtflugverbot gefährdet Existenz von Lufthansa Cargo
Globale Logistikkette kennt keine Stillstandzeiten


Zusammen mit der Lufthansa Cargo AG hatte der Wirtschaftsrat Hessen zu einer Informations-, Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Lufthansa Cargo – Motor der Weltwirtschaft“ eingeladen. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Lufthansa Cargo AG, informierte die zahlreich erschienen Zuhörer, über beeindruckende Daten, Zahlen und Fakten des Frachtunternehmens: Täglich werden rund 5000 Tonnen Fracht transportiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um hochwertige Maschinen, die tägliche FAZ, tonnenweise Blumen aus Kenia, Fische aus dem Amazonas, Polopferde auf dem Weg in die Emirate oder einen Eisbären handelt. Für einen reibungslosen Ablauf rund um die Uhr sind 4600 Mitarbeiter, darunter 450 Piloten, zuständig, die 19 Flugzeuge be- und entladen und an 360 Zielorte rund um den Globus fliegen.

Doch auch am zweitgrößten Transporteur der Welt geht die Wirtschaftskrise nicht ohne Spuren vorbei: Seit dem Sommer 2008 verzeichnet das Unternehmen einen deutlichen Rückgang der Aufträge. Derzeit transportiert die Lufthansa Cargo rund 30 Prozent weniger als üblich, was das Unternehmen vor große Herausforderungen stellt. „Wir kalkulieren stets mit einer Nachfrageveränderung von plus/minus zehn Prozent. Aber ein Rückgang in dieser Größenordnung ist nur schwer zu verkraften. Der Januar 2009 ist der schlechteste Monat in unserer gesamten Firmengeschichte“, sagte Spohr. Als Folge setzt die Lufthansa nun auf Kurzarbeit und fährt das Frachterprogramm um 20 Prozent zurück. Entlassungen sollen wenn nur irgend möglich verhindert werden.

Trotz der schlechten Wirtschaftslage, wächst die Bedeutung der Luftfrachtbranche weiter, sagte der Vorstandsvorsitzende: „Globalisierung ist keine Modeerscheinung. Internationale Arbeitsteilung, Lagerhaltung, regionale Konzentration von Produktionsstätten sowie der globale Konsum werden anhalten.“

Im hessischen Dauerstreit um den Ausbau des Frankfurter Flughafens und ein Nachtflugverbot, bezog Spohr klar Stellung: „Ein absolutes Nachtflugverbot würde die Existenz der Lufthansa Cargo gefährden.“ Er unterstrich die große Bedeutung der Lufthansa Cargo als Arbeitgeber für die Region sowie der Investitionen auf dem 65.000 Quadratmeter umfassenden Flughafengelände der Firma. Ein Nachtflugverbot für den Flughafen müsse unbedingt verhindert werden und der Ausbau des Flughafens sei unumgänglich, um den Standort Frankfurt als größten Frachtflughafen Europas zukunftssicher zu machen. „Die globale Logistikkette kennt keine Stillstandzeiten. Nachtflüge sichern die Wettbewerbsfähigkeit, denn ein Drittel aller Flüge werden zwischen 23 und 5 Uhr geflogen“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Durch die Optimierung der Flugrouten, der Beladung und der Lademittel sowie durch modernes Fluggerät fliegt Lufthansa Cargo mit einem um 15 Prozent geringeren CO2-Ausstoß als der Durchschnitt der Branche.Sicherheit und Qualität stehen an erster Stelle, sagte Spohr. Was für ganz Deutschland gilt, ist auch für Lufthansa Cargo entscheidend: „Wir müssen um mindestens so viel besser sein, wie wir teurer sind.“

Im Anschluss an die Diskussion besichtigten die Unternehmer und Fürhungskräfte der Region unter Führung des Pressesprechers der Lufthansa Cargo AG, Nils Haupt, das Flughafengelände – insbesondere die weltweit modernste „Animal Lounge“ und die Frachthallen, den Hochsicherheitsbereich und das Vorfeld.
Ministerpräsident Roland Koch spricht vor Wirtschaftsrat: „Gutes politisches Management braucht gute Kommunikation“


Bei einem exklusiven Unternehmerfrühstück im Hause der PricewaterhouseCoopers AG hatten über 100 geladene Gäste die Gelegenheit, sich mit Ministerpräsident Roland Koch und dem Landesvorsitzenden des Wirtschaftsrates Hessen, Wolfgang Steiger, über aktuelle politische und wirtschaftliche Fragen auszutauschen. In seiner Rede über die weltweite Finanzkrise forderte der Ministerpräsident mutige Schritte von Wirtschaft und Politik: „Wir liegen mit gebrochenen Knochen auf der Intensivstation. Niemand kann von uns erwarten, dass wir morgen einen 100-Meter-Lauf hinlegen!“, so Koch.

Die Finanzkrise sei eine Gefahr, die man trotz allem nicht überschätzen dürfe. Gerade jetzt sei es wichtig, dass der Staat in die eigene Wirtschaft investiere. Durch Investionen in die Infrastruktur und die Bildungseinrichtungen, schaffe und schütze man Arbeitsplätze und fördere die Bildung des Landes. Die Ergebnisse der hessischen Landtagswahlen seien für die Wirtschaft in Hessen von großer Bedeutung. Ohne eine klare politische Linie könne nicht wirtschaftlich effektiv gehandelt werden. Besonders die Erhaltung der Arbeitsplätze liegt dem Ministerpräsidenten dabei sehr am Herzen: „Unternehmen können jetzt keine Massenentlassungen starten, sonst fehlen ihnen in einigen Jahren diese Arbeitskräfte“, betonte Koch.



In einem Grußwort lobte Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, die Politik des Ministerpräsidenten und überreichte ihm unter anderem Helm und Wasserwaage mit den Worten „Nicht alles was von oben kommt ist immer gut“. Im Anschluss eröffnete Wolfgang Steiger die Diskussions- und Diskussionsrunde mit den Gästen. Ministerpräsident Roland Koch beantworte während des gemeinsamen Frühstücks zahlreiche Fragen der Gäste unter anderem zu den Themen Bildung, Lehrstellen und Staatsfinanzen. Steiger bedankte sich bei für den regelmäßigen Austausch und die gute Zusammenarbeit in den zurückliegenden Jahren. „Der Wirtschaftsrat ist in Hessen sehr erfolgreich und wir werden weiter für soziale Gerechtigkeit kämpfen“, so der Landesvorsitzende.
Über 90 Prozent des Welthandels erfolgen über den Seeweg - Deutsche Marine: Krisenbewältigung und Konfliktverhütung auf hoher See


Bei einer Vortragsveranstaltung der Sektion Wiesbaden im Wiesbadener Museum, referierte Kapitänleutnant Alexander Wald über die Rolle der Deutschen Marine in der Wirtschaft. Martin Weiß, erneut gewählter Sektionssprecher für Wiesbaden, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte die Gäste. Er bedankte sich bei Kapitänleutnant Wald, der für das Presse- und Informationszentrum der Marine beim Flottenkommando Glückburg tätig ist, für sein Kommen.

„Der Transport per Schiff ist zehn Mal günstiger als per Flugzeug“, erklärte Wald. Auch die Kapazität eines Frachtschiffes bewege sich in ganz anderen Dimensionen als bei anderen Transportmitteln. „Jeder DVD-Player im deutschen Handel hat mindestens ein Mal das Meer gesehen. Was meinen Sie, wie hoch die Transportkosten wären, wenn es keine Schiffe mehr gäbe?“, fragte der Referent. Der Schiffstransport ist für die Kunden bis zu zehn Mal günstiger, als der Import per Luftfracht.

Auch die Kraft von Schiffen sei mit der anderer Transportmittel nicht vergleichbar: Während einem PKW-PS 150 Kilo „ziehen“ kann, seien es bei einem Schiffs-PS rund 4000 Kilo. „Die Marine ist ein wichtiger Bestandteil für Politik und Wirtschaft“, so Wald. „Wir stellen jährlich etwa 1400 Menschen ein und schaffen damit zahlreiche Arbeitsplätze.“ Auch Frauen seien bei der Marine herzlich willkommen. Zehn Prozent der in der Marine tätigen Menschen seien mittlerweile Frauen „und das ist auch gut so“!

Zum Ende des einstündigen Vortrages konnten sich die Gäste im Museumscafe mit dem Referenten und seinen Kollegen André Radtke und Heiko Reichert austauschen. Den Abschluss bildete eine exklusive Museumsführung.
Martin Weiß als Sprecher der Sektion Wiesbaden bestätigt
Einstimmig in seiner Funktion als Sprecher der Sektion Wiesbaden wurde jetzt Martin Weiß bestätigt. Die Mitgliederversammlung fand in den Räumen des Wiesbadener Museums statt. Weiß bilanzierte die Aktivitäten seiner Sektion und gab einen Ausblick auf die anstehenden Veranstaltungen im Jahr 2009. Dabei wies er insbesondere auf den Wirtschaftstag am 16. Juni 2009 und das Golfturnier des Sektion am 11. Juli 2009 hin. In den kommenden zwei Jahren wird Weiß im Vorstand von Helga Lübke, Andreas Dripke, Dr. Matthias Opp, Richard Lewinsky, Hans Joachim Erfurt und Andreas Scheidt unterstützt. Alle Kandidaten wurden ebenfalls einstimmig gewählt.


v.l.n.r. Hans Joachim Erfurt, Richard Lewinsky, Helga Lübke, Martin Weiß, Andreas Dripke


Freiheit und Verantwortung: Neue Fragen – Neue Antworten? - Deutsche-Bank-Vorstand Hermann-Josef Lamberti auf dem Jahresempfang 2008 des Wirtschaftsrates
Fast 400 Mitglieder und Gäste folgten der Einladung zum traditionellen Jahresempfang des Wirtschaftsrates Hessen im Hermann Josef Abs Saal in der Deutschen Bank AG in Frankfurt. Hermann-Josef Lamberti, Vizepräsident des Wirtschaftsrates der CDU und Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bank AG, beantwortete dabei auch Fragen zur aktuellen Finanzmarktkrise.

„Das Jahr 2009 wird nicht nur ein Jahr der Krisenbewältigung sondern auch ein Jahr der Chancenwahrung sein. In der Krise liegt die Chance, jeder Unternehmer weiss das!“, betonte der Finanzexperte. Leistungs-, Verteilungs- und Bildungsgerechtigkeit seien die drei größten wirtschaftspolitischen Herausforderungen mit Blick auf das Wahljahr 2009. Darunter falle auch eine Verteilungsgerechtigkeit im Sinne der gleichen Teilhabe am Erwerbs- und Karrierestreben für Frauen und Männer: „Unsere Unternehmen müssen dafür sorgen, dass Frauen ihre Karriere und Familie miteinander vereinbaren können“, so Lamberti. Diese Unterstützung werde – auch unter Berücksichtigung des demographischen Wandels – immer wichtiger.

Lamberti machte auch darauf aufmerksam, dass die Diskussion im Hinblick auf die Finanzmarktkrise und die anstehende Rezession zum Teil auch von Angst und Panikmache beherrscht würde. „Zwei von drei Deutschen zweifeln Umfragen zufolge an unserer Wirtschaftsordnung und an der Fähigkeit der Politik, die richtigen Antworten zu finden“, bemerkte Lamberti. „Das müssen wir wieder ändern, wenn wir eine Machtausbreitung der Linken und einem weiteren Rückgang der Wahlbeteiligung in diesem Land verhindern wollen.“

Über Andrea Ypsilantis gescheiterte Kooperation mit der Linkspartei zeigte sich Lamberti als Vizepräsident des Wirtschaftsrates erleichtert, da „uns so ein linkes Experiment mit möglicherweise katastrophalen Folgen für die Wirtschaft erspart geblieben ist“.

Prof. Riesenhuber: "Deutschland hat Potential" -
Rhein-Main-Gebiet soll Vorreiterrolle übernehmen


Zu einer Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Heinz Riesenhuber MdB, Bundesminister a. D. lud die Sektion Offenbach/Dieburg des Wirtschaftsrates Hessen alle Mitglieder und ausgewählte Gäste ein. Das Thema lautete "Deutschlands Chance: Innovation" - "Ziel ist es, Deutschland wieder zu einer innovativen Forschungsnation zu machen, dabei soll das Rhein-Main-Gebiet eine Vorreiterrolle übernehmen", sagte Riesenhuber.

Über die Frage, wie dieses Ziel erreicht werden kann, diskutierten etwa 70 Veranstaltungsteilnehmer im ComCenter der Videor E. Hartig GmbH.

Riesenhuber hatte seinen Zuhörern zuvor Mut gemacht, Chancen und Potenzial für große Innovationen seien in Deutschland auf jeden Fall
vorhanden.
Soziale Gerechtigkeit muss auch Leistungsgerechtigkeit sein! -
Michael Boddenberg beim Wirtschaftsrat Frankfurt
�Eine hessische Landesregierung mit den Linken würde Frankfurt als Finanzplatz Deutschlands besonders hart treffen�, erklärte Michael Boddenberg, Generalsekretär der CDU Hessen, auf einer Veranstaltung der Sektion Frankfurt in den Räumen des SAS Radisson. Deshalb gelte es eine solche Entwicklung mit allen Mitteln verhindern. Der Generalsekretär gab einen aktuellen politischen Ausblick und skizzierte mögliche Entwicklungen in Hessen unter einem rot-rot-grünen Bündnis. Er setze auf das Gewissen einiger SPD-Abgeordneter, die mit einer Enthaltung dem Wählerwillen entsprechen und eine Regierung der SPD in Hessen unmöglich machen: �Die Abgeordneten sind in der Zwickmühle zwischen Wahlkreis, Bundes- und Landespartei�, so Boddenberg, der zugleich wirtschaftspolitischer Sprecher in der CDU-Landtagsfraktion ist. Er lobte das Krisenmanagement der Bundesregierung angesichts der Turbulenzen an den Finanzmärkten: Panik und Chaos seien erfolgreich verhindert worden.

Als engagierter Unternehmer gab Eric Gottschalk, Geschäftsführer der Ille-Papier-Service GmbH und Sprecher der Sektion Wetterau, einen Überblick über die möglichen Konsequenzen einer rot-rot-grünen Regierung für die mittelständische Wirtschaft. Er betonte, dass besonders der von den Linken angestrebte Wettbewerb der freien Handwerker mit den Gemeinden eine Existenzbedrohung für die Unternehmen vor Ort darstelle. Gottschalk rief die CDU deshalb dazu auf, sich noch klarer zu positionieren.

Der Landesvorsitzende Wolfgang Steiger kommentierte die aktuellen Entwicklungen in Hessen als �größten Wahlbetrug in der Geschichte des Landes�.



Schwarzer Kontinent bietet neue Absatzmärkte
Afrika wird für deutsche Unternehmen immer interessanter


Zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung hatte die Landesfachkommission Internationaler Kreis des Wirtschaftsrates Hessen in Zusammenarbeit mit dem Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft und Emirates Airlines alle interessierten Mitglieder und Gäste geladen. Über 120 Teilnehmer folgten der Einladung zum Thema „Afrika – ein Kontinent voller Perspektive“.

Zunächst begrüßte der stellvertretende Kommissionssprecher Henry Hasselbarth die Gäste sowie die anwesenden Botschafter. Er dankte Dr. Manfred Osten vom Afrika- Verein für die Bereitschaft, das Eingangsreferat zu halten.

Manfred Osten setzte sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Soziokulturelle Voraussetzungen für die Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika“ auseinander. „Viele Staaten Afrikas sind auf dem Weg für deutsche Unternehmen interessant zu werden“. Er betonte, dass man sich von dem Gedanken lösen müsse, europäische Wertesysteme in Afrika durchzusetzen zu wollen. Man solle beginnen, Afrika nicht mehr nur peripher wahrzunehmen. „Wir müssen Afrika verstehen, wenn wir dort erfolgreich sein wollen“, so Osten.

Die vier afrikanischen Regionen Nordafrika, südliches Afrika, Ostafrika und Westafrika wurden repräsentiert von dem stellvertretende Botschafter Marokkos Herr Reda El Merini, dem Botschafter Angolas Herr Alberto Ribeiro, dem Botschafter Ruandas Herr Eugène-Richard Gasana sowie der Botschafterin Liberias Frau Sedia Massaquoi-Bangoura.

Die Repräsentanten stellten ihre Länder kurz vor und zeigten Perspektiven und Möglichkeiten deutscher Investoren auf. Sie forderten die anwesenden Mitglieder des Wirtschaftsrates auf, in Afrika zu investieren. Die Botschafter bedauerten, dass Afrika oft auf Krieg, Krankheiten und Gewalt beschränkt würde und dabei die Fortschritte Afrikas in Europa nicht wahrgenommen würden. „Für Investoren gibt es überall Risiken, wie die Entwicklungen auf dem amerikanischen Aktienmarkt gezeigt haben“, so Botschafter Gasana.

Es folgte eine angeregte Diskussion zwischen den Podiumsgästen und dem Publikum, bei der die aufgekommenen Fragen vertiefend erörtert wurden. Im Anschluss an die Veranstaltung nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit zum Gespräch mit den Botschaftern bei einem afrikanischen Büffet auf Einladung von Emirates Airlines.
IMMO – KLIMA – TAG 2008:
Die Bedeutsamkeit des nachhaltigen Bauens
Zum ersten IMMO-Klima-Tag mit dem Thema „Nachhaltiges Bauen in Deutschland und Europa“, lud die Landesfachkommission Umwelt- und Energiepolitik des Wirtschaftsrates Hessen unter Leitung von Martin Weiss in die Villa Bonn nach Frankfurt.

„Es ist Zeit sich auf den bevorstehenden Klimawandel einzustellen. Dabei solle man das nachhaltige Handeln nicht aus dem Auge verlieren“, sagte Dr. Katja Horneffer. Die Diplom Meteorologin von der ZDF Wetterredaktion erklärte den rund 60 interessierten Gästen die natürlichen Schwankungen und Veränderungen des Klimas. Starke Klimaveränderungen habe es schon immer gegeben, deswegen solle man bei der Thematik des Klimawandels nicht der „totalen Panik“ verfallen, sondern versuchen das beste daraus zu machen und sich auf den Wandel einzulassen, so die Wetterredakteurin. Menschen können sich, ihrer Meinung nach, auf die Veränderungen vorbereiten und sollten versuchen von den positiven Aspekten des Wandels stärker zu profitieren. Trotz allem solle man aber „behutsam und vor allem nachhaltig mit der Natur umgehen, um das globale Gleichgewicht aufrecht zu erhalten und zu stärken“.

Der Vortrag der Diplom Meteorologin war nur ein Teil des umfangreichen Programms. Den Gästen des IMMO-Klima-Tages wurden neben zahlreichen Vorträgen, einer Baubesichtigung und einer Lunchpräsentation einiges geboten. Das Ziel dieses Zusammentreffens war, den Teilnehmern den umweltfreundlichen und energiesparenden Bau und Betrieb von Gewerbeimmobilien näher zu bringen. „In Zeiten des Klimawandels sei eine nachhaltige Ausrichtung der unternehmerischen Aktivität ein bedeutender Erfolgsfaktor für Unternehmen“, so Martin Weiss.

Bei der Podiumsdiskussion mit Maria Luise Dött, umweltpolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion des Deutschen Bundestages, die auch die Schirmherrschaft übernommen hatte, konnten die Teilnehmer noch weitere Einblicke in die Klima-Thematik des nachhaltigen Bauens nehmen. Die weiteren Referenten auf dem Podium waren Christoph Kettel, Dr. Manfred Rack, Dr. Werner Neumann, Dr. Heiner Giese und Dr. Volker Rattemeyer. Jeder der Sprecher erläuterte sein Themengebiet und machte sich für nachhaltiges Bauen stark. Dabei wurde deutlich, dass in Zeiten des Klimawandels Motive wie „Material- und Energieeffizienz, sowie umwelt- und soziokulturelle Aspekte immer mehr in den Mittelpunk rücken“. Im Anschluss standen die Redner den Gästen Frage und Antwort.


Mehr Mut und Rückrat bei Unternehmensentscheidungen:
Top-Performer und Potentialträger im Unternehmen halten


Zum traditionellen Unternehmerfrühstück in Frankfurt begrüßte Sektionssprecher Dr. Lutz Raettig über 60 interessierte Wirtschaftsratmitglieder und ausgewählte Gäste. Als Referent sprach Dr. Jochen Neese, Geschäftsführender Gesellschafter der Deininger Unternehmensberatung, zum Thema Mitarbeiterbindung.

Es gilt: „Die Besten nicht zu verlieren“, erklärte Neese und führte aus, warum immer öfter Top-Performer und Potenzialträger das Unternehmen verlassen. Bei seiner Präsentation handelte es sich um über Jahre angehäuften Erfahrungsnormen, welche die Deininger Unternehmensberatung, durch das Arbeiten in dieser Branche, erkannt und herausgearbeitet hat. „Der dauernde Wechsel der Blickrichtung ist für uns Tagesgeschäft“, so Neese.

Zunächst erläuterte der Referent die Zielgruppe seiner Befragungen. Diese seien nicht die Vorstandsvorsitzenden oder die Topmanager, sondern Abteilungsleiter und Manager, die zu einer Substanz im operativen Geschäft beitragen oder kurzgefasst: „Vorstand -1“, wie Neese diese Gruppe benannte.

Der Unternehmensberater machte deutlich, dass nicht das Geld höchste Priorität bei Mitarbeitern habe, sondern eine Reihe von anderen Argumenten. Teilweise handelt es sich dabei um Gründe, auf die der Unternehmer keinen Einfluss nehmen könne. Darunter fielen: persönliche Gründe des Arbeitnehmers, strategische Differenzen oder die finanzielle Lage des Unternehmens.

Die meisten Faktoren seien jedoch durch die Führungskräfte beeinflussbar: Jochen Neese nannte diverse Argumente, die Arbeitnehmer bei Wechsel eines Unternehmens häufig angeben. Dazu gehörten die organisatorische Instabilität, die schlechten Handlungs- und Entwicklungsoption für die Mitarbeiter und das Verhältnis von Führungskräften zu Mitarbeitern.

Ein kompetenter Unternehmer müsse „Mut und Rückrat beim Delegieren, Mut und Rückrat beim Fördern guter Leute und Mut und Rückrat hinsichtlich der Offenheit und Transparenz“ haben. Nur so könne er die Top-Performer auf Dauer im eigenen Unternehmen halten.

FDP-Landes- und -Fraktionsvorsitzender Jörg-Uwe Hahn:
„Unternehmerische Freiheit ist bedroht!“

„Die Bedrohung der unternehmerischen Freiheit“ war Thema bei der jüngsten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung der Sektion Bergstraße des Wirtschaftsrates Hessen. Dr. Brian Fera, Sprecher der Sektion, lud in die Veranstaltungsräume seiner Firma WICOM Germany GmbH ein und sagte:„Nur durch Arbeitsplätze und einen fairen Lohn, lässt sich vorhandene Armut in Deutschland bekämpfen. Es ist wichtiger Arbeitsplätze zu schaffen als angemessene Spitzenlöhne abzuschaffen“ und übergab das Wort an Jörg-Uwe Hahn, Landes- und Fraktionsvorsitzender der FDP in Hessen.

Hahn war erfreut, vor Mitgliedern des Wirtschaftsrates sprechen zu können: „Für einen FDP-Politiker ist es schon etwas Besonderes, vor dem Wirtschaftsrat der CDU aufzutreten.“ Der Fraktionsvorsitzende sprach sich deutlich gegen die Erbschaftsteuer und die Unternehmenssteuerreform aus. Er begründete dies damit, dass man vor allem bei Familienunternehmen damit Gefahr laufe, diese zum Auswandern zu verleiten. „Wenn ich sehe, dass man in Österreich keine Erbschaftssteuer zahlen muss, überlege ich es mir als Unternehmer doch sehr gut, ob ich meinen Sitz nicht einfach in unser Nachbarland verlege.“

Hahn forderte, das Steuersystem generell transparenter zu gestalten, um die Dynamik der deutscher Unternehmen zu fördern und sie wettbewerbsfähiger zu machen. Die Überregulierung der Wirtschaft durch viele Richtlinien und Normen führe zu nochmals erschwerten Bedingungen für die Unternehmen. Die Folgen seien ein größerer Arbeitsaufwand und höhere Kosten.

In der Haushaltspolitik bestand der FDP-Politiker auf die Einführung einer Schuldenbremse: „Es kann nicht sein, dass der Staat ständig mehr Schulden aufnimmt. Um unserer Kinder und Enkel Willen liegt es auch in unserem Interesse hier zu handeln und die öffentlichen Haushalte im Gleichgewicht zu halten.“

Hahn appellierte an die Bundesregierung, sich hauptsächlich auf die die Infrastruktur, die Schulen und den Austausch der Universitäten mit der Wirtschaft zu konzentrieren, um die richtige Basis für eine dynamische Wirtschaft in Deutschland zu schaffen: „Das Wirtschaften sollte man den ‚Wirtschaftlern’ überlassen und nicht der Politik.“. Er forderte die Mitglieder des Wirtschaftsrates dazu auf, gemeinsam für eine wirtschaftliche Freiheit zu kämpfen.
Wenn Hochschulen und Unternehmen zusammenarbeiten, profitieren beide Seiten - Staatssekretär Prof. Lorz: „Mehr Kommunikation untereinander erforderlich“

Zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung hatte der Vorstand der Sektion Markburg alle interessierten Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates Hessen auf die „Wolfsburg“ in die Universitätsstadt Marburg geladen. Über 40 Teilnehmer folgten der Einladung zum Thema „Kooperation von Hochschule und Unternehmen zwecks Innovation – Ein ausbaufähiger Wirtschaftsfaktor“.
Sektionssprecher Stefan Oberhansl begrüßte erstmals Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, und dankte ihm für die Bereitschaft, zu diesem Thema zu sprechen. Oberhansel: „Die Ausbildung an deutschen Hochschulen ist nicht so schlecht, wie oft dargestellt. Es muss nur mehr dafür getan werden, die Absolventen in Deutschland zu halten.“
Lorz gab zunächst einen allgemeinen landespolitischen Überblick zum Thema und lobte die in die Wege geleiteten Initiativen der Landesregierung. „Die Politik kann in dieser Frage nur anstoßend und unterstützend wirken.“ Lorz erläuterte auch die Möglichkeiten der Einflussnahme durch die Landesregierung auf die Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen.
Es entwickelte sich eine konstruktive Diskussion zwischen den Gästen und dem stark vertretenen Präsidium der Philipps-Universität Marburg, der auch der Staatssekretär mit großem Interesse folgte. „Ich werde die hier besprochenen Anregungen mit nach Wiesbaden nehmen und versuchen, noch stärker als Impulsgeber zu fungieren“, versprach Lorz.
„Erfolg ist für alle da“ - Hessens Unternehmer diskutieren mit den Bundestagsabgeordneten der Hessischen Landesgruppe der CDU/CSU in Berlin


Am Vorabend des Wirtschaftstages 2008 folgten über 70 Mitglieder des Wirtschaftsrates Hessen der Einladung des Landesverbandes zu einem Parlamentarischen Abend nach Berlin, um mit den hessischen Bundestagsabgeordneten der CDU/CSU ins Gespräch zu kommen.

Zunächst begrüßte Wolfgang Steiger, Landesvorsitzender in Hessen, die Anwesenden und lobte den Landesverband Hessen als einen der stärksten Landesverbände des Wirtschaftsrates. Er forderte einen offenen Dialog zwischen Wirtschaft und Politik und die aktive Unterstützung des Mittelstandes. So resümierte Steiger: „Erfolg ist für alle da. Auch die breite Masse der Bevölkerung muss das Gefühl haben, am Aufschwung beteiligt zu werden“




Steiger übergab das Wort anschließend an Bernd Siebert, Vorsitzender der Landesgruppe Hessen der CDU/CSU Bundestagsfraktion, der ein kurzes Bild der aktuellen politischen Lage zeichnete. „Die Bundestagswahl 2009 ist noch nicht gewonnen. Wir müssen an der Haushaltskonsolidierung festhalten und unsere Erfolge stärker in die Öffentlichkeit bringen.“

Im Anschluss stellte sich Bernd Siebert gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern des Bundestags Dr. Jürgen Gehb, Holger-Heinrich Haibach, Kristina Köhler, Patricia Lips, Sibylle Pfeiffer, Prof. Dr. Heinz Riesenhuber, Erika Steinbach, Andreas Storm, Gerald Weiß und Klaus-Peter Willsch der Diskussion mit den Mitgliedern des Wirtschaftsrates. Es entstand ein lebhaftes und offenes Gespräch unter anderem zu den Themen Kernenergie, Gesundheitsfond, Mindestlohn, Erfolgsbeteiligung und Erbschaftsteuer.
Inshoring - Standort Deutschland: Bessere Nutzung nationaler
und regionaler Globalisierungschancen
"Die Globalisierung wird in Deutschland meist emotional diskutiert und eher kritisch betrachtet, anstatt die Potentiale und Globalisierungsgewinne in den Vordergrund der Debatte zu rücken", sagte Reinhard Wolters, Vorstand des Wirtschaftsrates der Sektion Taunus.

Um die vielfältigen Chancen eines globalen Marktes aufzuzeigen, richtete die Sektion Taunus eine Diskussions- und Vortragsveranstaltung zum Thema "Inshoring - Standort Deutschland" aus. Dazu begrüßte Sektionssprecher Prof. Walter Gora, die Experten Dr. Jan P. Hofmann, Senior Analyst bei der Deutschen Bank Research, und Dr. Hartmut Schwesinger, Geschäftsführer der Frankfurt RheinMain GmbH.

Grundsätzlich sei unter dem Begriff "Inshoring" die Auslagerung ausländischer Unternehmensbereiche nach Deutschland zu verstehen. "Angetrieben wird das weltweite Off- oder Inshoring durch die zunehmende weltweite Arbeitsteilung, die wachsende ökonomische und politische Bedeutung von Schwellenländern sowie der stärkere Fokus auf wissensintensive Dienstleistungen", erläuterte Hofmann.

Der Standort Deutschland eigne sich insbesondere aus diesen Gründen für das Inshoring von Teilen der Wertschöpfung internationaler Konzerne: "Die Bundesrepublik ist im geographischen Mittelpunkt Europas angesiedelt und deshalb ein zentraler Distributionsstandort, der über eine ausgezeichnete Infrastruktur und hochqualifizierte Arbeitskräfte verfügt. Außerdem genießen deutsche Produktgruppen und Patente ein großes internationales Ansehen", so Hofmann. Als Hindernisse für Inshoringbestrebungen hob der Experte für Macro Trends vor allem den Aufholbedarf im Bereich der Spitzentechnologie und den Mangel an Fachkräften hervor. Insbesondere letzterer erweise sich gerade in Anbetracht der steigenden Relevanz wissensintensiver Technologien als problematisch.

Dr. Hartmut Schwesinger, referierte über die vielseitigen Stärken des Rhein-Main-Gebiets, die vorwiegend in der exzellenten Verkehrsinfrastruktur, der erstklassigen Hochschul- und Forschungslandschaft sowie der hohen Lebensqualität und Internationalität der Region lägen. "Der Standort Frankfurt ist ein Finanz- und Hightechzentrum, in dem eine Vernetzung von Wissenschaft, Technik, Finanzen und Bildung stattfindet", erklärte Schwesinger.

Referenten und Teilnehmer teilten die Ansicht, dass sowohl Deutschland als auch die Rhein-Main-Region Standortvorteile stärker herausstellen und sich in höherem Maße international vermarkten müsse, um weltweit ein positiveres Image zu erlangen.

„Frankfurt und Region müssen international vermarktet werden“ Wirtschaftsdezernent Rhein spricht beim Frankfurter Unternehmerfrühstück


Frankfurt hat sich gemeinsam mit dem Rhein-Main-Gebiet in den letzten Jahren zu einer der bedeutendsten Wirtschaftsregionen in Europa entwickelt. Anlass genug für die Sektion Frankfurt ihre Mitglieder und ausgewählte Gäste zu einem exklusiven Unternehmerfrühstück zu diesem Thema ins Restaurant Nizza einzuladen. Stadtrat Boris Rhein, Dezernent für Recht, Wirtschaft und Personal der Stadt Frankfurt am Main, diskutierte mit den rund 70 Unternehmern und Führungskräften über den Wirtschaftsstandort Frankfurt: Eine Metropole im internationalen Wettbewerb. Wolfgang Steiger, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hessen, freute sich, dass der Wirtschaftsrat mit Boris Rhein einen „stets in Freundschaft verbundenen und kompetenten Ansprechpartner in der Mainmetropole“ habe.

Gleich zu Beginn machte Rhein deutlich, dass Frankfurt stets im Zusammenhang mit dem Rhein-Main-Gebiet zu betrachten sei: „Frankfurt stellt nicht nur eine Stadt, sondern zugleich eine Region dar“, sagte der Dezernent. Er wies Frankfurt als „global city“ aus - als Wirtschaftszentrum, in dem Entscheidungen getroffen werden, die nicht nur die europäische, sondern auch die globale Ökonomie maßgeblich beeinflussen.

Im Zuge der zunehmenden Konvergenz der internationalen Standortentwicklung erweise sich der Einfluss lokaler Maßnahmen der Wirtschaftsförderung als begrenzt wirksam. Dieser sei allerdings bedeutsam, um systematisch und langfristig wachstumsfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen oder diese weiter zu optimieren. Als Beispiel für solche Maßnahmen nannte Rhein die Senkung der Gewerbesteuer.

Rhein, der auch Vorsitzender der CDU in Frankfurt ist, hob fünf Faktoren hervor, die die Region als führenden internationalen Wirtschaftsraum auszeichnen: die innovative Wirtschaftsstruktur und hohe Produktivität, die hervorragende Verkehrsinfrastruktur, die erstklassige Hochschul- und Forschungslandschaft sowie die Internationalität des Rhein-Main-Gebiets. Neben der großen Bedeutung des Finanzsektors verwies er insbesondere auf die exzellente Verkehrslage des Standorts: „Schnell überbrückbare Strecken zwischen den Verkehrswegen Luft, Schiene, Wasser und Straße sparen Zeit und schaffen unschlagbare Wettbewerbsvorteile“, erläuterte der Wirtschaftsdezernent. Frankfurt sei einer der zentralen Verkehrsknotenpunkte Europas.

Allgemein rief Boris Rhein zu einem stärkeren Engagement der Bürger für das Finanzzentrum Frankfurt am Main auf und forderte ein internationales Marketing für die Mainmetropole. „Nur wenn wir es schaffen, Frankfurt und die umliegenden Städte und Gemeinden als internationale Wirtschaftsregion zu vermarkten, werden wir langfristig erfolgreich sein“, war sich der Wirtschaftsdezernent sicher.

Jahresbericht 2007 - Landesverband Hessen
Über die Aktivitäten unseres Landesverbandes informiert Sie der Jahresbericht 2007, der Anfang Mai 2008 erschienen ist. Der Berichtsteil Hessen ist hier einsehbar.
 jb_hessen_2007.pdf
Jour-Fixe für Neumitglieder in der Villa Bonn
Einen erfreulichen Mitgliederzuwachs konnte der Wirtschaftsrat Hessen in den vergangenen vier Monaten verbuchen: Beinahe 1100 Unternehmer der Region gehören nun dem unternehmerischen Berufverband an. Zur Begrüßung der zahlreichen Neumitglieder richtete der Landesverband einen Jour-Fixe in der Villa Bonn der Frankfurter Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft e.V. aus. Rund 50 Gäste empfingen Mitgliederbeauftragter Dr. Bernhard Knaf und Landesgeschäftsführerin Christiane Euler-Faas zu einer offenen Gesprächsrunde.

Bei einem Glas Rheingauer Wein in entspannter und stilvoller Atmosphäre konnten die Unternehmer erste Kontakte untereinander knüpfen und die Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle kennenlernen. Die neuen Mitglieder stellten sich und ihr Unternehmen vor und legten ihre Motivation für den Beitritt zum Wirtschaftsrat Hessen dar. Sie sprachen die Themen an, die für sie besonders interessant sind und für die sie sich künftig auch ein Engagement in einer der Landesfachkommissionen vorstellen könnten. Die Vielfalt der beruflichen Hintergründe der neuen Mitglieder spiegele die große Bandbreite über alle Branchen wider, die den Wirtschaftsrat typischerweise kennzeichne, sagte Dr. Knaf.

Um einen tieferen Einblick in den Wirtschaftsrat zu gewähren, berichtete der Mitgliederbeauftragte über Struktur und Aktivitäten des Verbandes. Besonders hob er das große Veranstaltungsangebot hervor. „Unsere Organisation wurde 1963 gegründet und ist ein unabhängiger, bundesweit agierender unternehmerischer Berufsverband, dem 15 Landesverbänden mit insgesamt 165 Sektionen angehören. Dazu zählteen auch der Landesverband Brüssel und die Sektion New York. Allein in Hessen existierten 20 Sektionen. Die Mitglieder des Landesverbandes griffen zudem in zehn Landesfachkommissionen eine Vielzahl aktueller Themen auf, sagte Knaf.

Grundsätzlich vertrete der Wirtschaftsrat die Interessen der unternehmerischen Wirtschaft gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit und fülle die Schnittstelle zwischen Politik und Ökonomie aus. Gleichzeitig informiere er in seinen jährlich über 1.300 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen über die Themen, die
für Unternehmer besonders relevant seien.

Rasanter Wandel in der Telekommunikationsbranche


Frankfurt am Main ist derzeit einer der bedeutsamsten Standorte für die mobile Telekommunikation. Grund genug, dass die Landesfachkommission „Innovation und Technologie“ des Wirtschaftsrates Hessen zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung zum Thema „Next Generation Mobile Networks (NGMN) – Die Zukunft der mobilen Breitbandkommunikation” einlud. Diese fand in der Firmenzentrale der NGMN Ltd. in Frankfurt am Main statt. Das Unternehmen repräsentiert über die Hälfte aller Mobilfunknutzer weltweit. Ziel von NGMN ist es, den „Entwicklungs- und Standardisierungsprozess im Bereich der Mobilfunkstandards zu gestalten“, erklärte Dr. Peter Meissner, Operating Officer bei NGMN.

Professor Walter Gora, Leiter der Landesfachkommission „Innovation und Technologie“, konnte rund 30 Gäste begrüßen. Peter Meissner informierte im Anschluss über Inhalte, Perspektiven und Ziele der nächsten Generation der mobilen Breitbandkommunikation.

„NGMN verfolgt die Bestrebung, für die nächste Generation von Mobilfunktechnologien bereits im Jahre 2010 Übertragungsraten von 100 Megabit pro Sekunde zu ermöglichen“, so Meissner. Dies sei das Doppelte der Geschwindigkeit der heutigen VDSL-Technologie der Deutschen Post für Breitband im Festnetzbereich. Weiterhin bestehe ein Ziel in der permanenten Verbindung der jeweils verwendeten mobilen Endgeräte mit dem Internet. Hierfür werde auf bisherige UMTS-Infrastrukturen zurückgegriffen.

Mittels dieser Neuerungen im Mobilfunkbereich erhofft sich NGMN die Möglichkeit einer rasanten drahtlosen Verschiebung sehr großer Datenmengen: „Die rapiden mobilen breitbandigen Übertragungsraten sowie hiermit verknüpfte neuartige Dienste werden bereits in den kommenden Jahren den individuellen telekommunikativen Alltag sowie die Fernseh- und Computerindustrie revolutionieren“, prognostizierte Meissner. Ziel sei dabei die Erhöhung der „mobilen Anwenderfähigkeiten“ durch eine preiswerte Nutzung, einen simplen Umgang und einen einfachen, überall möglichen Zugang zu Internetdiensten mit hohen Geschwindigkeitsraten.

Aktuell bedienen Netzbetreiber schon weltweit drei Milliarden Kunden, im Jahr 2015 sollen mit der neuen Technologie laut Marktanalysen bereits fünf Milliarden Menschen weltweit mobil telefonieren und das Internet mobil nutzen können. Möglichkeiten, die sich durch neue Techniken der mobilen Breitbandkommunikation ergeben, sind vielfältig. Drei Zukunftsszenarien sind künftig denkbar: die Entwicklung eines privaten, individuellen Netzwerks, gesteuert über das Handy; die Schaffung einer universellen Informations- und Unterhaltungsmöglichkeit sowie die Verbesserung der globalen Sicherheit.

Im Anschluss an die Veranstaltung lud Walter Gora zum Imbiss ein. Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit und vertieften die Diskussion mit dem Referenten im kleinen Kreis.

PR und Lobbyarbeit immer wichtiger

Unternehmen sollten sich zusammenschließen


Die Sektion Darmstadt des Wirtschaftsrates Deutschland lud zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Airport Conference Center der Fraport AG mit dem Thema „PR oder Lobbyismus – was braucht der Standort Deutschland?“ ein. Christian Kirk, Mitglied des Sektionsvorstandes Darmstadt und Vorstandsvorsitzender der Medien Gruppe Kirk AG, lenkte als Moderator die Podiumsdiskussion und konnte fast 100 Gäste begrüßen. Unter ihnen war mit Volker Hoff MdL, dem hessischen Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, auch ein Mitglied der hessischen Landesregierung vertreten.

Die sechs Experten auf dem Podium kamen überein, dass Lobbyismus eine spezifische, interessengeleitete Form der Politik- und Unternehmensberatung darstelle, wobei die zentrale Aufgabe eines Lobbyisten in der Interessenvertretung eines Unternehmens liege. Im Vordergrund des Lobbyings stehen ihrer gemeinsamen Auffassung nach vor allem auf sachlicher Kompetenz basierende Kenntnisse über politische Prozesse der Meinungsbildung und Arbeitsweisen in der Politik sowie ein fachlich fundiertes Verständnis von Unternehmensabläufen.

Obwohl in den vergangenen Jahrzehnten eine zunehmende Professionalisierung stattgefunden habe, sei der Begriff des ‚Lobbyismus’ insbesondere in Deutschland negativ besetzt; ihm hafte eine Verbindung zur Käuflichkeit an.

„Die Beratung einer Firmenleitung findet jeweils sowohl nach innen als auch nach außen statt“, erklärte Podiumsgast Dr. Joachim Lang, Leiter der Konzernrepräsentanz der E.ON AG. Hierdurch ergebe sich ein „enger Zusammenhang zwischen PR- und Lobbyarbeit“. Der Erfolg eines Lobbyisten werde dabei „an seiner Beratungsbedeutung im Unternehmen gemessen“, erläuterte Kommunikationsexperte Professor Dieter Weirich, Leiter der Unternehmenskommunikation der Fraport AG.

Europäische Gesetzgebungen, Regulierungen und Rahmenregelungen machen inzwischen 80 Prozent der gesamten unternehmensrelevanten Vorschriften aus. Da somit ein immenser Bedeutungszuwachs der EU zu verzeichnen sei, sprachen sich die Vortragenden für einen nicht mehr national beschränkten, sondern international agierenden Lobbyismus aus. Insbesondere für Großkonzerne gewinnen Interessenvertretungen im europäischen Ausland und in Brüssel eine wachsende Bedeutung.



Podiumsgast Dr. Markus Ostermann, Leiter der Public Affairs der Vodafone Deutschland GmbH, plädierte für einen Zusammenschluss mittelständiger Unternehmen. „Wenn diese mit anderen brachenverwandten Firmen aus Deutschland oder den EU-Mitgliedsstaaten kooperieren, können sie ihre Interessen besser durchsetzen.“ In diesem Kontext verwies er auf die Vorteile „gemeinsamer Kooperations- und Koordinationsstrukturen von Verbänden und Lobbyisten“.

Hoff verwies in diesem Zusammenhang noch einmal auf den immensen Einfluss, den die EU auf das ökonomische und politische Leben innerhalb der Mitgliedsstaaten habe und sprach sich nachdrücklich für eine „Bewusstseinsschaffung für die Bedeutsamkeit der EU innerhalb der Politik“ aus.

Zudem diskutierten in der Runde: Heinrich Timmerherm, ehemaliges MdB und Bevollmächtigter des Vorstandes der BMW AG, Mike Cosse, Politikleiter der Microsoft Deutschland GmbH und Thomas Kropp, Leiter der Konzernpolitik und Bevollmächtigter des Vorstandes der Deutschen Lufthansa AG.

Im Anschluss an die Veranstaltung lud das Darmstädter Vorstandsmitglied Marcel Riwalsky zum Imbiss ein, den die Fraport AG zur Verfügung stellte. Die Teilnehmer nutzen die Gelegenheit und vertieften die Diskussion mit den Referenten im kleinen Kreis.

Ein Industrieller mit Verantwortung:
Wirtschaftsrat informiert sich über Oskar Schindler


Die Sektion Bergstraße des Wirtschaftsrates Hessen lud die regionale Wirtschaft zu einer spannenden Informations- und Vortragsveranstaltung zum Thema „Der rettende Weg. Schinders Liste. Die wahre Geschichte“. Dr. Brian Fera, Sprecher der Sektion Bergstraße, bedankte sich bei der Historikern Prof. Dr. Viktoria Hertling, vom „Center for Holocaust, Genocide & Peace Studies“ der Universität Reno in den USA: „Es ist wichtig, die Geschichte nicht vergessen, um noch heute Widerstand zu leisten. Widerstand und Prävention gegen den Extremismus von rechts und links.“

Dr. Hertling berichtete wie der ehemalige jüdische Häftling Mietek Pemper an der Rettung der Juden durch Schindler mitwirkte. „Jeder scheint das Buch oder den Film „Schindlers Liste“ zu kennen, wenige kennen die wirklichen Hintergründe um die berühmte „Liste“, die über 1200 Menschenleben gerettet hat“, sagte die Historikerin. Ohne die Hilfe Pempers wäre die Erstellung der berühmten „Liste“ nicht möglich gewesen und die Menschen auf der Liste hätten das gleiche Schicksal erlitten wie Hunderttausende, die den Gräueltaten des Nazi-Regimes ausgeliefert waren.

Pemper habe von März 1943 bis September 1944 im Konzentrationslager Krakau-Płaszów als privater Stenograph und persönlicher Gefangener des Kommandanten Amon Göth gearbeitet. Diese Stellung habe er genutzt, um geheime Informationen über die Pläne Göths an den Industriellen Oskar Schindler weiterzuleiten. Auf diese Weise habe er an der Rettung von 1.200 jüdischen Häftlingen mitgewirkt. Als Göth im September 1944 wegen Unterschlagung von Wertsachen verhaftet wurde, konnte Oskar Schindler ihn als Zwangsarbeiter für seine Fabrik übernehmen. Pemper schrieb nach langer Zeit und vielen Überlegungen in seinem Buch „Der rettende Weg“ als Zeitzeuge die bewegende Geschichte um die Liste nieder. Gemeinsam mit Dr. Hertling wurden Pempers Erzählungen nachgeprüft und historisch belegt.

„Schindler war ein außergewöhnlicher Mensch in außergewöhnlichen Zeiten“, zitierte Dr. Hertling Mietek Pemper aus seinem Buch. Er bekräftigt die mutigen und menschlichen, aber auch gleichzeitig lebensgefährlichen Taten Schindlers. Denn es sei kaum vorzustellen, wie viel Mühe und Geld diese humanitären Handlungen gekostet haben. Dennoch sei Schindler bereit gewesen, sein Leben und seine Existenz für diese Menschen aufzugeben. Er habe sich während der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu einem „Industriellen mit Verantwortung“ entwickelt.
Unternehmerfrühstück zur Erbschaftssteuerreform: „Unternehmensnachfolge wird tendenziell teuerer“


Die Sektion Taunus des Wirtschaftsrates Hessen lud zum Unternehmerfrühstück mit dem Thema „Erbe und Unternehmensnachfolge - die Erbschaftssteuerreform 2008" ein. Dr. Stephanny Reil M.R.F., Rechtsanwältin und Fachanwältin für Steuerrecht von der Kanzlei Büsing, Müffelmann & Theye aus Bremen informierte die Zuhörer über die aktuellen und geplanten Änderungen bei der Erbschaftssteuerreform.

Prof. Dr. Walter Gora, Sprecher der Sektion Taunus, konnte mehr als 30 Gäste im Schlosshotel Kempinski Falkenstein begrüßen. Ausgangspunkt der Betrachtung war eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die am 7. November 2006 in Bezug auf die Erbschafts- und Schenkungssteuer erging. Demnach waren die bestehenden Steuersätze verfassungswidrig, da kein einheitlicher Bemessungsgrundsatz existiere. Das Gericht entschied, dass der Gesetzgeber bis zum Ende des Jahres 2008 ein neues Erbschaftssteuerrecht verabschieden muss, da ansonsten die Erbschafts- und Schenkungssteuer ab 1. Januar 2009 nicht mehr erhoben werden könne.

Stephanny Reil erklärte, dass ein Regierungsentwurf zwar vorliege, die zugehörige Rechtsverordnungen aber fehle. Eine Änderung im Steuerrecht sei beispielsweise bei Freibeträgen zu bemerken. So steige dieser in der Steuerklasse I bei Ehegatten von 307.000 Euro auf 500.000 Euro. „Jedoch ist eine Benachteiligung der Verwandten zu verzeichnen: Kinder und Neffen werden mit dem Nachbarn gleichgesetzt“, so die Rechtsanwältin.

Bisher sei immer bei der Bewertung von Unternehmen zwischen Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften unterschieden worden. „Dies soll mit der neuen Steuerreform 2008 geändert werden. Alle Rechtsformen werden dann einheitlich bewertet“, sagte die Expertin.

Auch werde ein sogenannter Verschonungsabschlag eingeführt. Dieser sehe vor, dass 15 Prozent des Vermögens immer steuerpflichtig sein werde. Die restlichen 85 Prozent könnten nur dann steuerfrei sein, wenn zum einen ein begünstigtes Betriebsvermögen vorliege, zum anderen das Betriebsvermögen 15 Jahre konstant bleibe und sich die Lohnsumme zehn Jahre lang nicht verändere.

Verlierer der Erbschaftsreform 2008 seien Personengesellschaften, die mit einer Mehrbelastung von durchschnittlich 117 Prozent rechnen müssen. Aber auch verpachtete Betriebe würden durch diese Reform benachteiligt: „Die Tendenz, dass die Unternehmensnachfolge bei Vererbung und Verschenkung teurer wird, ist klar zu erkennen“, so die Steuerexpertin.
Besuch in Europas größter Kontrollzentrale: Wirtschaftsrat bei der Deutschen Flugsicherung
Einen Informationsveranstaltung zum Thema „Die Deutsche Flugsicherung (DFS) als Unternehmen“ veranstaltete die Sektion Wiesbaden des Wirtschaftsrates Deutschland in Langen. Axel Raab, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der DFS, informierte die rund 100 Unternehmer und Führungskräfte über die Strukturen, die Organisation und die Arbeitsweise des größten Flugsicherungsstandortes Europas.

1993 entstand die Deutsche Flugsicherung aus der Bundesanstalt für Flugsicherung. Gründe dafür waren vor allem die zunehmenden Strukturierungsprobleme in den deutschen Behörden und immer häufigere Verspätungen im Luftfahrtverkehr, die auf Dauer nicht mehr hingenommen werden konnten. Die Umstrukturierung in eine GmbH, die zu 100 Prozent im staatlichen Besitz sein sollte, erforderte eine Verfassungsänderung. Bei der Verabschiedung des „Gesetzes zur Flugsicherung“ legte die Regierung damals die Kompetenzen militärischer und ziviler Flugsicherung zusammen. Zur Zeit arbeiten in dem Unternehmen bundesweit 5150 Mitarbeiter - allein in Langen, der größten Kontrollzentrale in Europa, sind es 2700 Personen.

Die Deutsche Flugsicherung betreibt nicht nur die Kontrollzentren, sondern bildet in eigenen Akademien, auch selbst Fluglotsen aus. Der Standort Langen verfügt über die Bereiche Forschung und Entwicklung, ein Systemhaus für den technischen Bereich und eine eigene Energiezentrale und Unternehmenssitz. Das Unternehmen ist an 17 internationalen Flughäfen vertreten und besitzt bundesweit insgesamt vier Kontrollzentralen. Die Aufgabe der Fluglotsen ist die Koordination der Flüge – sie müssen für genügend Abstand zwischen den Flugzeugen in der Luft, deren Wege sich auf horizontaler wie vertikaler Ebene kreuzen. Der Tower an Flughäfen ist dagegen die lokale Flugplatzkontrolle, die für den Flugplatz selbst und einen Umkreis von 100 Metern verantwortlich ist.
Fraport: "An einem Ausbau führt kein Weg vorbei"
Der Frankfurter Flughafen - Motor der Mobilitätsdrehscheibe Rhein-Main


Die Sektion Frankfurt des Wirtschaftsrates Hessen lud Mitglieder und ausgewählte Gäste zum exklusiven Frankfurter Unternehmerfrühstück mit dem Thema „Fraport - Herausforderungen und Perspektiven“. Annegret Reinhardt-Lehmann, Senior Vice President der Fraport AG stellte das Unternehmen vor und informierte über den geplanten Flughafenausbau.

Dr. Lutz Raettig, Sektionssprecher in Frankfurt und Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley Bank AG, begrüßte rund 70 Gäste im Restaurant Nizza: „Der Frankfurter Flughafen ist nicht nur ein Synonym für die Stadt, sondern für die ganze Region Rhein-Main.“ Nur hier befänden sich Wasser, Schiene, Straße und Luftweg auf einem Fleck. Viele Dienstleister seien gerade auf diese Infrastruktur angewiesen.

Die Fraport AG habe mit einem Umsatz von rund 2,4 Milliarden Euro im Jahr 2007 und etwa 18.000 Mitarbeitern durchaus noch die Möglichkeit, ihre Effizienz zu steigern. Um jedoch international wettbewerbsfähig zu bleiben, sei dieses Ziel nur mit einer Erweiterung der Kapazitäten des Frankfurter Flughafens zu erreichen.

„Frankfurt ist seit dem 13. Jahrhundert immer ein Drehkreuz gewesen und wir sollten daran arbeiten, dass dies auch so bleibt“, erklärte Annegret Reinhardt-Lehmann. Obwohl der Frankfurter Flughafen bisher noch den dritten Platz in Europa einnehme, werde er bereits in diesem Jahr vom Flughafen Madrid auf den vierten Platz verdrängt. Frankfurt müsse, um gegen die europäische Konkurrenz, aber auch den weitaus größeren Mitwettbewerbern aus dem arabischen Raum angehen zu können, mit der rasanten Marktentwicklung mithalten.

Der erste Schritt sei durch die hessische Landesregierung am 18. Dezember 2007 mit dem positiven Planfeststellungsbeschluss bereits gegangen worden. „Dieses Datum ist eine wichtige Hürde auf dem Weg zur Erweiterung des Flughafens“, sagte die Senior Vizepräsidentin und bedankte sich bei der hessischen Landesregierung für die Kooperation.

Derzeit ist die Inbetriebnahme einer Nordwest- Landesbahn im Jahr 2011 und ein neues Terminal 3 mit 75 Flugpositionen geplant. „Das AIRRAIL Center und der Gateway Garden werden den zukünftigen Stadtteilen der Airport City dann ein neues Gesicht geben“, sagte Annegret Reinhardt-Lehmann. Dabei sei darauf geachtet worden, dass der Innenstadt in Frankfurt durch die neuen Geschäftsflächen keine Konkurrenz gemacht werde: „Ein Großteil der neuen Geschäfte entsteht nämlich im Transitbereich und ist damit nur Passagieren zugänglich“, erklärte die Fraport-Vertreterin. Um den Frankfurter Flughafen auf Weltstandard zu bringen, investiere die Fraport AG rund sechs Milliarden Euro in die Bauprojekte, denn „an einem Ausbau führt kein Weg vorbei, wenn wir weiter in der ersten Liga spielen wollen.“

Mittelzentren im Wettbewerb –
Gespräch mit Bürgermeister Herrmann aus Bensheim
Zu einem Business-Lunch mit dem Bensheimer Bürgermeister Thorsten Herrmann lud die Sektion Bergstraße des Wirtschaftsrates exklusiv die Mitglieder der Sektion ins Rathaus ein. Thema des Gesprächs war der Vergleich der Standorte in der Region Darmstadt-Rhein-Main-Neckar. Dabei referierte Sektionssprecher Dr. Brian Fera über den kommunalen Vergleich in dieser Region und bezog sich auf die IHK-Studie „Mittelzentren im Wettbewerb“.

Die Stadt Bensheim nahm im Standortvergleich den ersten Platz bei den Wirtschaftsindikatoren ein, den zweiten in der Kategorie „Kommunale Standortbedingungen“. Dies sei einerseits bedingt durch kommunale Stärken wie ein niedriger Gewerbesteuerhebesatz, aber Bensheim auch profitiere von den „stabilen politischen Verhältnissen“, so Herrmann in Anspielung darauf, dass die Stadt seit vielen Jahren CDU-regiert sei.

Anschließend lud die Sektion Bergstraße alle Teilnehmer zu einem Business Lunch ein, bei dem das Gespräch über die Wirtschaftsregion Darmstadt Rhein Main Neckar fortgesetzt wurde.

Recruitment beginnt schon im Kindergarten – Diskussion über Fachkräftemangel mit Staatssekretär Andreas Storm


Zu einer Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Fachkräfte werden knapp: Wird Mitarbeiterbindung zum entscheidenden Wettbewerbs- und Standortvorteil?“ lud die Sektion Darmstadt des Wirtschaftsrates ein. Dabei informierten Andreas Storm MdB, Staatssekretär im Ministerium für Bildung und Forschung, und Maria Riolo, Leiterin Global Talent Acquisition & Development der Daimler AG ausführlich über Maßnahmen und Lösungswege gegen den Fachkräftemangel im Unternehmen. Dr. Wolfgang Gerke, Sprecher der Sektion Darmstadt und Geschäftsführer der TÜV Hessen GmbH, konnte rund 100 Gäste bei Mercedes Benz in Darmstadt begrüßen.

Storm stellte das Projekt „Aufstieg durch Bildung“ der Bundesregierung vor, das in den kommenden Monaten weiter umgesetzt werden solle. Dazu gehöre, die finanzielle Motivation für Arbeitnehmer durch Bildungsprämien, der Aufstieg aus beruflichen in akademische Bildungssysteme durch Aufstiegsstipendien, die Erweiterung des Meister-Bafögs, der Wettbewerb unter den Hochschulen sowie die Förderung im akademischen Bereich durch die Unterstützung und Ausweitung dualer Studiengänge.

„Diese Punkte stellen wichtige Impulse für einen Aufstieg durch Bildung dar“, erklärte Storm. Die Welt verändere sich immer rascher und der Wissensfortschritt lege ein rasantes vor. Unternehmer und Arbeitgeber müssten daran interessiert sein, Schritt zu halten. Der demografische Wandel stelle dabei eine weitere Herausforderung für die Unternehmer dar, die Belegschaft würde immer älter. Die entscheidende Frage in diesem Zusammenhang laute: Wie kann eine Volkswirtschaft, die von diesem Wandel betroffen ist, in Zukunft innovativ und kreativ sein könne? Die Antwort sieht Storm darin, das Mitarbeiter mit dieser Dynamik durch Weiterbildung mithalten. „Deutschland liegt im internationalen Vergleich was die Weiterbildungsaktivität der Mitarbeiter betrifft, etwas im Rückstand. Daher ist es eine gesellschaftspolitische Aufgabe, Aufstieg durch Bildung zu ermöglichen und zu fördern“, so Storm. Dies erfordere Maßnahmen der Bundesregierung durch Investitionen in Bildung und Schulen, aber auch Weiterbildung, um einen Fachkräftemangel zu vermeiden.

Als Vertreterin der Daimler AG, einem Unternehmen mit 272.000 Mitarbeitern in über 200 Länder, erklärte Maria Riolo, dass vor allem Ingenieure stark gesucht seien. Allein im Jahr 2008 suche die Daimler AG 450 neue Arbeitnehmer in diesem Bereich.

Um dieses Defizit abzudecken, stünden in der Daimler AG drei Maximen im Vordergrund: Im Bereich „Recruit“ gelte es, Talente früh zu binden. „Recruitment fängt schon im Kindergarten an“, sagte die Personalexpertin. Auf dem Gebiet „Develop“ stünden Qualifizierung und Lernen im Vordergrund und im Sektor „Retain“ müsse der Einzelne am Unternehmenserfolg beteiligt werden. „Dabei versuchen wir unseren Mitarbeitern familienorientierte Angebote zu unterbreiten. Die Daimler AG möchte vor allem Frauen für sich zu gewinnen, zum Beispiel durch Treffen von Studentinnen und weiblichen Führungskräften“, sagte Maria Riolo.

Frühzeitige Planung für Unternehmensverkauf notwendig - Unternehmenswert muss individuell ermittelt werden


Über die Frage „Was ist mein Unternehmen wert?“ diskutierten mehr als 70 Mitglieder und Gäste der Sektion Offenbach/Dieburg-Erbach in der UBS Investment Bank in Frankfurt mit Experten über Chancen und Risiken eines Unternehmensverkaufs und die verschiedenen Bewertungsverfahren.

Jan-Christian Dresen, UBS Managing Director, und Sektionssprecher Dr. Lutz Raettig, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley Bank AG, kritisierten in Ihrer Begrüßung aus aktuellem Anlass das Vorgehen im Steuerskandal: „Man darf aus Einzelfällen keinen Klassenkampf machen. Wenn Medien Manager als „gierig“ bezeichneten, bliebe dieses Image auch an den Unternehmern haften.“ Das Vorgehen der Steuerbehörden könne der gesamten deutschen Wirtschaft schaden und sich zu einer Unternehmerhetze ausweiten. „Wenn das Image von Unternehmern weiter beschädigt wird, gibt es bald kaum noch Investoren, die ein Unternehmen kaufen oder sich daran beteiligen möchten“, sagte Raettig. Der Wirtschaftsrat sei hier gefragt, das Bild des Unternehmers in der Öffentlichkeit zu verbessern und das Leitbild des Ehrbaren Kaufmanns stärker zu betonen.



Die Finanzexperten Andreas Exler und Claus Steinhoff von der UBS Investment Bank stellten den Unternehmern der regionalen Wirtschaft die unterschiedlichen Verfahren der Marktbewertung vor und analysierten mit den Teilnehmern die Frage „Wie wird ein Unternehmen von Investoren bewertet?“ Dabei wiesen die Banker auf die Subjektivität der Bewertungen hin. Nicht die Geschichte eines Unternehmens sei ausschlaggebend, sondern vielmehr die zukünftigen Erwartungen und Aussichten. Je nach Sachlage böten sich verschiedene Ansätze zur Ermittlung des Marktwertes eines Unternehmens. Zu den zwei gängigsten Bewertungsverfahren gehörten das DCF-Verfahren und das Multiplikatorenverfahren. Beide würden auch von Investoren verwendet. „Diese Bewertungsverfahren gelten zwar für alle Verkäufe, müssen jedoch individuell auf die konkrete Unternehmenssituation abgestimmt werden“, erklärten Exler und Steinhoff.

Nur mit einer richtigen und frühzeitigen Beratung könne der potentielle Verkäufer den optimalen Verkaufspreis erreichen. Sowohl die Vorbereitung und die Strukturierung des Verkaufs, wie der Verkaufsprozess selbst, müssten entsprechend begleitet werden. Für den Verkaufsprozess sei mit etwa sechs bis neun Monaten zu kalkulieren. „Optimal ist jedoch ein Zeitraum von eineinhalb Jahren“, waren sich die Experten einig.
Große Koalition in Berlin hat gravierende Fehler gemacht -
Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel in Melsungen
v.l.n.r. Klaus Hofer, Vorstand B. Braun Melsungen AG; Wirtschaftsminister Alois Riehl; RA Dr. Karl H. Giessen

Hoher Besuch in Melsungen: Der hessische Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel sprach vor rund 50 Unternehmern und Führungskräften der Sektionen Schwalm-Eder und Kassel des Wirtschaftsrates der CDU bei B. Braun Melsungen zum Thema �Hessen vorn: Wirtschaftspolitik für unseren Norden� und nutzte die Chance das in der Großen Koalition strittige Thema Mindestlohn aufzugreifen:"Ich bin gegen einen Mindestlohn bei der Post. Wenn wir damit hier anfangen, wird es nicht lange dauern, bis er in allen Branchen gefordert wird." Zudem gehe es gerade bei der Post darum, Mitbewerber über das Mittel des Mindestlohns auszuschalten. Das verhindere fairen Wettbewerb. "Der Staat darf nur da eingreifen, wo es wirklich nötig ist!", forderte Riehl. Der Wirtschaftsminister kritisierte die Große Koalition in Berlin, die einige "gravierende Fehler" gemacht habe. Dabei sprach er etwa die Bahnreform an. "Wir wollen keine Privatisierung mit Privilegien", sagte Rhiel. Insbesondere beim Thema Stromversorgung herrsche noch großer Handlungsbedarf. Das Wettbewerbsrecht sei nach Ludwig Erhard das Grundgesetz der Sozialen Marktwirtschaft. "Wenn das Netz und die Stromerzeugung in einer Hand sind, ist das für den Wettbewerb sehr schlecht und der Staat muss eingreifen. Mein Ziel ist es, dass der Staat vor der eigenen Haustüre kehrt, und die Stromsteuer senkt. Dies lässt sich über den Verkauf von CO2-Zertifikaten an Stromproduzenten erreichen." Fraglich sei aber, ob bei diesem "Oligopol der Stromerzeuger" von allein Wettbewerb entstehen könne. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass dies nicht nicht der Fall gewesen sei. Deshalb seien der Staat und damit das Kartellamt gefordert.

Rhiel kritisierte in der Energiepolitik insbesondere die hessische SPD, die mit einer "utopischen Vorstellung" den Anteil an Windenergie stark ausweiten wolle. "Das wird nicht funktionieren", sagte der Minister. Stattdessen müssten drei Ziele gesetzt werden: Sicher, sauber und preiswert laute die Devise. Dies sei nur durch einen intelligenten Energiemix mit konventioneller Energie, Kernenergie und erneuerbaren Energien zu erreichen. Im Rahmen der erneuerbaren Energien setze die Landesregierung insbesondere auf Biomasse. Dabei dürfe die Energieversorgung jedoch nicht mit der Nahrungsversorgung konkurrieren. "Deshalb favorisieren wir die Mikrofermentierung, wo anstatt Mais und Getreide auch Stroh und Gras zum Einsatz kommen kann.", sagte Rhiel. Darin liege die Zukunft.

Nordhessen sei nicht nur wichtiger Mittelpunkt in Europa, insgesamt ginge es in der Region wirtschaftlich merklich aufwärts. So sei die Arbeitslosigkeit weit überproportional zurückgegangen. Dies liege unter anderem an den Investitionen in den Straßenverkehr wie der Autobahn A 44. Die Einkommenssprünge in Nordhessen seien teilweise beachtlich. Das führe zu einer Steigerung der Wirtschaftskraft.

Vorbildlich sei der Bereich Forschung und Entwicklung in Nordhessen. Die Ausgaben der Unternehmen wären um rund 30 Prozent gestiegen. Im Bereich der Forschung habe das Land die intensive Zusammenarbeit von Entwicklern und Betrieb weiter verbessert und gefördert. "Diese Vernetzung ist wichtig, damit die Früchte auch geerntet werden können. In Anbetracht der demografischen Entwicklung haben wir keine andere Möglichkeit, als die Wertschöpfung pro Mitarbeiter durch Forschung und Entwicklung zu steigern. Die Produkte müssen mindestens um so viel besser sein, wie sie teurer sind." Für die hessische Wirtschaftspolitik hieße das, dass sie richtig liege, in Infrastukturprojekte zu investieren und diese weiter vorantreiben werde. Dies sei etwa der Ausbau der Autobahn A 49 zwischen Kassel und Homberg. Bei der Finanzierung stehe auch der Bund in der Verantwortung. Allein 400 Millionen Euro habe der Bund durch die Einführung der Lkw-Maut eingenommen. "Das Geld ist jedoch in den Haushalt und nicht in den Ausbau der Autobahnen geflossen", kritisierte der Minister. Einzig für den Bau der Autobahn A 45 sei genug Geld vorhanden. Dieses Projekt sei lang genug von SPD, Grünen und Naturschützern blockiert worden. Der Minister hoffe, dass nun nicht mehr gegen den weiteren Ausbau geklagt werde.

Rhiel lobte die Ausbildungsbereitschaft hessischer Betriebe. Auch die B. Braun Melsungen AG ginge mit großem Beispiel voran. "Freies Unternehmertum bedeute freie Wirtschaft und nur diese schaffe letztlich das soziale Netz", erklärte der Wirtschaftsminister. Er schaue optimistisch in die Zukunft. Klaus Hofer, Sektionssprecher und Vorstand B. Braun Melsungen, sagte, dass gut ausgebildete Arbeitskräfte insbesondere angesichts des demographischen Wandels mit das wichtigste Kapital für Unternehmen und damit auch der Exportnation Deutschland seien. Deutschland wird seine Position als international konkurrenzfähiger Hightech-Standort nur in dem Maße aufrecht erhalten und weiter ausbauen können, wenn wir bereit sind, in Bildung zu investieren. Dazu zählen die schulische und universitäre Bildung sowie die duale Berufsausbildung - vor allem aber bezieht sich dies auf die berufliche Weiterbildung. Auf den Punkt gebracht: Die Investitionen in das Humanvermögen von heute bestimmt unsere Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Politik und Unternehmen seien gleichermaßen gefordert. Dies sei der Grund dafür, dass die B. Braun Gruppe als innovationsgetriebenes Unternehmen im Bereich der Health-Care-Industrie mit 35.000 Mitarbeitern weltweit nicht nur die Zahl der Ausbildungsplätze, sondern auch die Aufwendungen für Qualifizierungsmaßnahmen in den letzten fünf Jahren um mehr als 40 Prozent erhöht habe.
Neuer Vorstand vertritt Interessen der Unternehmen in der Region


Einen neuen Vorstand wählten die Mitglieder des Wirtschaftsrates Hessen, Sektion Wetterau, auf ihrer jüngsten Mitgliederversammlung in den Räumen der Firma Ille-Papier-Service GmbH in Altenstadt. Als neuer Sektionssprecher wurde einstimmig der dortige Geschäftsführer, Eric Gottschalk (Zweiter von links), gewählt. Zu den weiteren Vorstandsmitgliedern gehören künftig Karl-Heinz Chemnitzer (links), Geschäftsführer der Firma Kom-Med GmbH aus Wölfersheim; German Halcour, Geschäftsführer der Lahmeyer Rhein-Main GmbH aus Bad Vilbel; Dr. Anna-Elisabeth Strack, Rechtsanwältin und Notarin a.D. aus Bad Vibel und Klaus von Hase-Koehler (rechts) aus Karben. Ebenfalls im Vorstand engagiert sich Tobias Greilich (Zweiter von rechts), Master of Business Marketing, Tobias Greilich Verlag aus Ortenberg, der als kooptiertes Mitglied und Ansprechpartner für Nachwuchsunternehmer mitarbeitet.

"Wir haben einen Vorstand gefunden, der in den kommenden zwei Jahren sehr wirkungsvoll die Interessen unserer Region auf Landes- und Bundesebene vertreten kann. Im Vorstand ist sowohl der internationale Konzern, das mittelständische Unternehmen sowie der typische selbständige Einzelkämpfer vertreten", erklärte Eric Gottschalk.
Staatsministerin Silke Lautenschläger fordert Umdenken in
Unternehmen, Politik und Gesellschaft


Sozialministerin Silke Lautenschläger appellierte auf einer Veranstaltung des Wirtschaftsrates Hessen in der Sektion Wetterau an die Unternehmen, künftig noch mehr auf die konkreten Lebensbedürfnisse der Mitarbeiter einzugehen. "Der Wettbewerb um die besten Köpfe wird immer mehr zunehmen. Wer seine hervorragend ausgebildeten und qualifizierten Mitarbeiter nicht verlieren will, wird in Zukunft noch mehr darauf achten müssen, dass sich die Arbeitnehmer im Unternehmen wohl fühlen", so die Ministerin. Hierzu gehöre auch eine ausgewogene "work-life-balance", die jedem Angestellten nach aktuellen Umfragen immer wichtiger werde.

Eric Gottschalk, Geschäftsführer der Firma Ille-Papier-Service GmbH in Altenstadt, begrüßte den Ehrengast in seinen Geschäftsräumen und bestätigte, dass es immer schwerer werde, gute und verlässliche Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden.

Lautenschläger sagte: "Arbeitskräfte sind immer mehr bereit, auf ein hohes Einkommen zu verzichten, wenn Sie dafür beispielsweise flexible Arbeitszeiten, Telearbeitsplätze und andere Angebote bekommen, mit denen sie das Arbeits- und Privatleben besser in Einklang bringen können." Die Unternehmen könnten dabei viel tun. Schon das Verschieben regelmäßiger Besprechung von 8 Uhr auf 9 Uhr könne Eltern entlasten, die ihr Kind vorher noch in den Kindergarten oder in die Schule bringen müssten. Die Landesregierung habe bereits vieles auf den Weg gebracht, um Eltern zu entlasten und werde insbesondere in Sachen Kinderbetreuung und Schule weiter "hart arbeiten". "Wir haben das kostenfreie dritte Kindergartenjahr eingeführt und durch die Unterrichtsgarantie Plus eine verlässliche Schule für Eltern und Kinder umgesetzt", so die Ministerin. Kleine und mittelständige Unternehmen könnten sich für die Aufgabe der Kinderbetreuung zusammenschließen. Auch der Wiedereinstieg in den Job und Teilzeitmodelle würden in Zukunft immer wichtiger. "Wir können es uns nicht leisten, auf die gut ausgebildeten Mütter und Väter zu verzichten. Der demografische Wandel kommt und daher müssen wir alle in diesen Bereichen umdenken", erklärte die Sozialministerin. Nach Ihrem Vortrag stand die Ministerin den zahlreichen Zuhörern, vorwiegend Unternehmern aus der Region, Rede und Antwort.
"Wir brauchen eine den Standort Deutschland stärkende Politik" -
Prof. Hans Helmut Schetter vor dem Wirtschaftsrat Hessen


Trafen sich beim traditionellen Unternehmerfrühstück der Sektion Frankfurt: Der Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Hessen, Wolfgang Steiger (Geschäftsführer der S-International Consulting GmbH, Zweiter von rechts), der stellvertretende Landesvorsitzende Reiner Dickmann (Aufsichtsratsvorsitzender PricewaterhouseCoopers, rechts), der Sektionssprecher des Wirtschaftsrates in Frankfurt Dr. Lutz Raettig (Aufsichtsratsvorsitzender Morgan Stanley Bank AG, links) und das Präsidiumsmitglied des Wirtschaftsrates Deutschland und Landesvorstandsmitglied Hessen, Prof. Hans Helmut Schetter (Vorstand Bilfinger Berger AG), der als Gastredner zum Thema "Weiterbildungsphilosophie eines internationalen Baukonzerns" sprach.

Eine Politik für den Wirtschaftsstandort Deutschland forderte Prof. Hans Helmut Schetter, Vorstand der Bilfinger Berger AG, beim traditionellen Unternehmerfrühstück des Wirtschaftsrates Hessen in Frankfurt. Schetter, der auch dem Präsidium des Wirtschaftsrates Deutschland angehört und Mitglied im Landesvorstand des Wirtschaftsrates Hessen ist, warb auf der Veranstaltung unter dem Motto "Weiterbildungsphilosophie eines internationalen Baudienstleisters" für die stetige Weiterbildung von Mitarbeitern. "Nur wer gefordert ist, früh Verantwortung übertragen bekommt und vom Unternehmen gefördert wird, hat auf die Dauer eine Chance, sich in Spitzenpositionen zu beweisen. Die Bilfinger Berger AG investiere in Deutschland pro Jahr etwa fünf Millionen Euro in Sach- und Personalkosten für die Weiterbildung im Unternehmen.

"Einer unserer Erfolgsfaktoren ist eine über Jahrzehnte gereifte Personalentwicklung. Partneruniversitäten und ein eigenes Uni-Ranking sind dafür sehr hilfreich", erklärte Schetter. Sobald ein Mitarbeiter eingestellt werde, müsse man diesen entsprechend schulen und weiterbilden. "Hier ist auch der Vorgesetzte gefragt, der die Stärken der Mitarbeiter erkennen und fördern muss", erklärte der Wirtschaftsexperte.

Wichtig für die Personalentwicklung ist auch eine leistungsorientierte und elitefreundliche Politik am Standort Deutschland. Technik auf hohem Niveau stärkt unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit.

Hans Helmut Schetter warnte in diesem Zusammenhang auch vor einem Regierungswechsel in Hessen: "Wir haben in Deutschland eine strukturell linke Mehrheit. In Hessen besteht die Gefahr, dass sich Linke, Grüne und Sozialdemokraten zusammenschließen, um Ministerpräsident Roland Koch am 27. Januar 2008 abzulösen. "Dabei sei gerade Koch einer der Politiker, die mit wirtschaftlichem Sachverstand und großem Engagement für die Unternehmer und Unternehmen in Hessen und Deutschland kämpfe", sagte der Professor. Jeder der Anwesenden sei gefordert, hier seinen Beitrag zu leisten.
"Umdenken im Unternehmen kann sich lohnen"
Landesfachkommission Umwelt- und Energiepolitik diskutierte in Wiesbaden


Auf der jüngsten Veranstaltung der Landesfachkommission Umwelt- und Energiepolitik des Wirtschaftsrates Hessen wurde deutlich, dass die Nachfrage nach regenerativen Energien noch nicht groß genug ist, obwohl sich bereits viele Lösungen realisieren lassen könnten. �Wir wünschen uns hier von Seiten der Firmen mehr Unterstützung. Nur wenn eine entsprechende Nachfrage gegeben ist, lohnt sich unsere wissenschaftliche Forschung für Umwelt und Unternehmen�, erklärte Prof. Dr. Birgit Scheppat, Vorstandsvorsitzende der Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Initiative (H2BZ) Hessen e.V.
Die Kommission fordert daher auch in der Unternehmenspolitik ein Umdenken hin zu mehr Umwelt- und Klimaschutz.

Die Diskussion der Landesfachkommission vor rund 50 Teilnehmern hatte der Wirtschaftsrat gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert. �Es gibt mittlerweile sehr gute Beispiele, wie sich durch sinnvolle Investitionen Umweltweltschutz mit höheren Gewinnen paaren lässt�, erklärte Martin Weiss, Sprecher der Kommission Umwelt- und Energiepolitik des Wirtschaftsrates Hessen.

Politische Unterstützung sicherte in der Förderung regenerativer Energien Marie-Luise Dött MdB, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der CDU/CSU-Fraktion zu. Auch Mark Weinmeister, Mitglied der CDU-Landtagsfraktion, sprach sich für eine weitere Förderung regenerativer Energien aus: �Was wir brauchen ist ein Energiemix. In Hessen wollen wir im Jahr 2020 rund 20 Prozent des Bedarfs aus regenerativen Energieformen gewinnen. Das bedeutet jedoch auch, dass wir an den klassischen Formen wie der Kernenergie unbedingt festhalten müssen." Alles andere sei derzeit nicht bezahlbar und auch nicht wirtschaftlich, erklärten der CDU-Politiker und Kommissionssprecher Weiss übereinstimmend.

Erstaunt über die mangelnde Nachfrage nach alternativen Energien zeigte sich das Podium insbesondere deshalb, da der Ölpreis immer wieder neue Rekorde aufstelle. �Hier müssen Verbraucher, Politiker und Unternehmen an einem Strang ziehen. Wer tatsächlich etwas bewegen will, darf sich nicht nur beschweren, sondern muss Umdenken. Die Produkte und die Möglichkeiten sind vorhanden.�
Jahresbericht 2006
Über die Aktivitäten unseres Landesverbandes informiert Sie der Jahresbericht 2006, der Anfang Mai 2007 erschienen ist. Der Berichtsteil Hessen ist hier einsehbar.
 hessen_2006.pdf
Volker Bouffier: "Jeder muss selbst aufpassen!" -
Innenminister spricht bei Accenture zum Thema Wirtschaftskriminalität
v.l.n.r. Innenminister Volker Bouffier; Prof. Walter Gora, Sektionssprecher Taunus; Axel Köhler, Vertriebsleiter/Geschäftsführer EMC Deutschland GmbH.

"Jeder Unternehmer muss sich darum kümmern, dass seine Firmendaten sicher sind", erklärte Volker Bouffier, Staatsminister des Landes Hessen für Inneres und Sport, auf einer Vortragsveranstaltung der Sektion Taunus. Über 80 Teilnehmer kamen nach Kronberg, um sich über das Thema "Wirtschaftskriminalität - Sicherheit als Standortfaktor" zu informieren. Sektionssprecher Prof. Walter Gora hieß den Ehrengast auf dem Campus Kronberg willkommen und bedankte sich für die Bereitschaft, vor den Wirtschaftsmitgliedern Rede und Antwort zu stehen.

"Sicherheit und Freiheit sind wie zwei Seiten einer Medaillen", erklärte der Innenminister und betonte, wie wichtig es sei, die richtige Balance zu finden. Sicherheit sei ein Standortfaktor von enormer Bedeutung, denn Straftatbestände wie Insolvenzverschleppung, Subventionsbetrug und Korruption richteten jedes Jahr Schäden in Milliardenhöhe an und träfen durch das Internet zunehmend die breite Masse.

"Das Internet hat eine neue Dimension der organisierten Kriminalität eröffnet und rechtsfreie Räume geschaffen", betonte Bouffier. Insbesondere die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität habe zugenommen, da international keinerlei einheitliche Regelungen zu ihrer Eindämmung bestünden. Er forderte die Unternehmer, insbesondere den Mittelstand, auf, ihre Computersysteme besser gegen Hackangriffe, Spam und Trojaner zu schützen und sich selbst für die Bekämpfung bestehender Gefahren aktiv einzusetzen.

"Angesichts der fortwährend drohenden Gefahr des Terrorismus gibt es nur zwei wirksame Gegenmittel: einen allgemeinen gesellschaftlichen Konsens und die Integration. Polizei und Justiz können nie absolute Sicherheit garantieren", so der Innenminister. "Die Lösung sei ein Self-Risk-Management, das beim Einzelnen beginnt. - Wenn nicht Sie, die Unternehmer, wer ist dann fähig, Sicherheitsrisiken zu erkennen und zu beseitigen?", appellierte Bouffier an das Engagement der Mitglieder des Wirtschaftsrates.

Im Anschluss an den Vortrag stand der Innenminister für Fragen zur Verfügung. Die Firma EMC Deutschland GmbH hatte zudem zu einem Imbiss und vertiefenden Gespräch eingeladen.
Neuer Sektionsvorstand in Offenbach/Dieburg-Erbach
Wirtschaftsrat fordert Generalüberholung der Haushalts- und Finanzregeln für nachhaltige Haushaltskonsolidierung bei Bund und Ländern
Einen neuen Sektionsvorstand wählten die Wirtschaftsrats-Mitglieder der Sektion Offenbach/Dieburg-Erbach auf der jüngsten Jahresmitgliederversammlung in der Kreisstadt Dietzenbach. Einstimmig als neuer Sektionssprecher wurde der Unternehmer Jürgen E. Hagenlocher, Geschäftsführer Videor Technical E. Hartig GmbH, aus Rödermark gewählt. Ebenfalls zum Vorstandsteam gehören Michael Frenzel (MIKCON Unternehmensberatung, Rödermark), die Landtagsabgeordnete Judith Lannert (Betriebsleitung Lannert GmbH, Reichelsheim), der ehemalige Vorsitzende Dr. Carsten Lehr (Rodgau), Oliver Staudt (Frankfurt), Dr. Dieter Vogt (Rechtsanwälte, Notar Dr. Winkelmann & Dr. Vogt, Darmstadt), und Alexander Wilhelm (Partner bei PMC International AG, Neu-Isenburg). Zu den ersten Gratulanten gehörte der Finanzminister des Landes Hessen, Karlheinz Weimar.

Weimar sprach im Anschluss vor über 50 Unternehmern aus der Region Offenbach und gab interessante Einblicke in sein Finanzressort. Insgesamt sei das Land Hessen finanziell sehr leistungsfähig, doch mache der Länderfinanzausgleich einen möglichen Haushaltsüberschuss zunichte. "Nach dem Länderfinanzausgleich ist Sachsen reicher als Hessen, was absurd ist. Ohne den Länderfinanzausgleich hätten wir ein Drittel unserer Schulden tilgen können", erklärte der Minister.

Sektionssprecher Hagenlocher wies vor diesem Hintergrund auf die Notwendigkeit einer Generalüberholung der Haushalts- und Finanzregeln in Deutschland im Rahmen der Föderalismusreform II hin. Aufgrund der guten Konjunktur hätte sich die Haushaltssituation von Bund und Ländern zwar verbessert, aber Deutschland dürfe sich auch in einem Abschwung nicht mehr ins Schuldenmachen stürzen, sondern müsse seine Haushalte nachhaltig konsolidieren.

Finanzminister Weimar erläuterte seine Vorstellungen wie er das "Unternehmen Hessen" für die Zukunft rüsten wolle. Er selbst setze sich für den Verkauf der Immobilien des Landes ein. Der Anlagenwert sei anderswo, gerade im Bereich der Bildung, besser investiert. "Frankfurt wird schon bald die modernste Universität Europas haben", so Weimar. Entscheidend für Hessens Zukunft sei auch der Ausbau des Flughafens Frankfurt. Hier müsse ein Kompromiss gefunden werden, um eine übermäßige Lärmbelastung der Anwohner zu vermeiden.

Weimar setzte sich stark für Finanz-Servicestellen ein. Ihm sei persönliches Anliegen, dass der Servicegedanke stärker Einzug in deutsche Behörden halte. "Wir müssen den Firmen zeigen, dass wir uns um sie bemühen und in Frankfurt und Hessen bleiben, anstatt nach London oder Paris zu gehen", so der Finanzminister.


Der neue Sektionsvorstand und der hessische Finanzminister: v.l.n.r. Michael Frenzel, Dr. Carsten Lehr, Finanzminister Karlheinz Weimar, Sektionssprecher Jürgen E. Hagenlocher, Dr. Dieter Vogt, Oliver Staudt
Russland: Bär oder Schlange? - Sektion Darmstadt zu Gast bei der DöhlerGruppe


Zur Vortragsveranstaltung "Russland: Bär oder Schlange?" in den Räumen des Nahrungsmittelproduzenten DöhlerGruppe hatte der Vorstand der Sektion Darmstadt eingeladen. Gleich zwei Vorträge standen auf der Tagesordnung: Dr. Jochen Klein, Beiratsvorsitzender der DöhlerGruppe, behandelte das Thema aus unternehmerischer Sicht. Dr. Markus Ingenlath, stellvertretender Leiter des Bereichs politische Programme & Analysen in der CDU-Bundesgeschäftsstelle in Berlin, analysierte die derzeitige Situation in Russland aus politischer und historischer Sicht.

"Seit 1992 ist die DöhlerGruppe in Russland tätig und verfügt deshalb über beträchtliche Erfahrungen auf diesem Gebiet", erklärte Klein. Derzeit mache die Firma etwa zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes in Russland - Tendenz steigend. Klein betonte, dass ein Engagement in Russland sehr verlockend sein könne, da der Markt insgesamt - gerade für Konsumgüter - stark wachse. "Allerdings muss man beachten, dass kulturelle und politische Unterschiede ganz andere Herausforderungen an Unternehmer stellen als in Westeuropa. So gehörten beispielsweise Gastgeschenke und Aufmerksamkeiten in Russland zu einer Selbstverständlichkeit, was deutsche Unternehmen regelmäßig vor Probleme stelle." Mit schnellen Ergebnissen aus einem Engagement in Russland könnten Unternehmer jedoch nicht rechnen.

"Russland ist ein europäisches Land mit ganz besonderen Eigenarten", sagte Markus Ingenlath, der in Moskau Programmbeauftragter der Konrad-Adenauer-Stiftung war. Seit Putins Machtantritt hätten sich die Stärkeverhältnisse der Regionen zu Gunsten der Macht des Präsidenten verringert und es seien einige Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung durchgeführt worden. "Es gibt in Russland bei politisch wichtigen Entscheidung auch noch immer Telefonrecht. Das bedeutet, das Urteil werde kurz vor Verkündung noch mit einem Telefonanruf staatsfreundlich ,korrigiert'", so Ingenlath.

Kern der heutigen Wirtschaftsstrategie Russlands sei der Rohstoffsektor, auf dem insbesondere GAZPROM eine hervorgehobene Stellung einnehme. Mitbewerber aus "dem Ausland wie Shell und bp sollen gezielt vom Energiemarkt verdrängt werden. Der Bär mutiert zur Schlange, ist aber noch weit von der Boa Constrictor entfernt", fasste Ingenlath seinen Vortrag zusammen.

In Anschluss an die Vorträge standen die Referenten für Fragen zur Verfügung. Die Firma Döhler lud alle Beteiligten zum Imbiss ein.
„Wir sind auf einem guten Weg, aber wir haben noch viel vor uns“ – Staatsminister Grüttner in Rüsselsheim zur „Modernisierungsoffensive Hessen“
„Von Hessen lernen heißt siegen lernen“, lobte Prof. Dr. Walter Gora, Sektionssprecher des Wirtschaftsrates Hessen, die Modernisierungsoffensive, die das Land zur Zeit erfolgreich vorantreibt. Stefan Grüttner, Staatsminister und Chef der Staatskanzlei Hessen, unterstrich die positiven Ergebnisse, forderte jedoch gleichzeitig weiteres Engagement: „Hessen ist beim Abbau von Bürokratie und in der Verwaltungsmodernisierung ganz vorne mit dabei. Aber damit geben wir uns noch nicht zufrieden. Es bleibt noch viel zu tun.“

Der Vorstand der Sektion Groß-Gerau des Wirtschaftsrates Deutschland, Landesverband Hessen, hatte am 15. November 2006 zu einer Vortragsveranstaltung in die Zentrale der EDS nach Rüsselsheim geladen. Nach der Begrüßung der Gäste räumte Herrmann Caffier, Director Public Services der EDS Business Solutions GmbH, zuerst mit einigen Vorurteilen über sein Unternehmen und den Standort Deutschland auf: „Zwar haben wir vor mehr als 40 Jahren das Outsourcing von Informationstechnologie begründet, aber das ist heute nicht mehr lohnenswert. Deshalb beraten wir heute den Kunden bei branchenspezifischen Herausforderungen und kümmern uns auch um die Infrastruktur. Dabei sind wir weder ein kleiner Ableger, der nur von den USA aus gesteuert wird, noch sind wir Manufacturing-lastig.“

Staatsminister Grüttner warb in seinem Vortrag für die „Modernisierungsoffensive Hessen“: „Es gibt hoheitliche Aufgaben, die die öffentliche Hand nicht abgeben kann. Daher muss man sich auf diese Kernaufgaben konzentrieren und sich überlegen, was ein Land aus eigener Kraft machen muss. Hier stellt sich auch die Frage, was man möglicherweise privatisieren kann.“ Hessen beispielsweise sei das einzige Land, das zwei Universitätskliniken zusammengelegt und dann privatisiert habe.

Neben dem Bürokratieabbau wolle die hessische Landesregierung auch ein modernes Verwaltungsmanagement einführen: „Zuerst müssen wir die unnötigen Regeln identifizieren und sie anschließend außer Kraft setzen. So hat das Land Hessen 3000 überflüssige Rechtsverordnungen ersatzlos gestrichen. Gleichzeitig müssen die verbliebenen nötigen Regeln für den Anwender und für den, der sie erträgt, transparent gemacht werden. Wir wollen kurze Vorgänge und Genehmigungsfristen gewährleisten“, so Grüttner.

Ein weiteres wichtiges Kernelement bei der neuen Verwaltungssteuerung sei die Ablösung der überkommenen Kameralistik durch die Doppik. „Dies dient der Haushaltskonsolidierung“, erläuterte Grüttner. „Nur wenn man die einzelnen Personal- und Sachkosten kennt, kann man darüber diskutieren, ob sie gerechtfertigt sind.“

Die zentrale Begründung für das Voranschreiten des Landes Hessen in der Verwaltungsreform sei der Gedanke des Wettbewerbsföderalismus. „Wenn keiner die Lokomotive heizt, dann fährt sie nicht. Und wenn die Lokomotive fährt, dann bestimme ich lieber vorne das Tempo, statt hinterherzuwackeln.“

Im Anschluss an die Diskussion konnten die Teilnehmer des Abends die Themen bei einem Empfang auf Einladung der EDS noch vertiefen.
Wolfgang Steiger weiter an der Spitze des Wirtschafsrates Hessen - Wirtschaftsrat fordert konsequentes Vorgehen gegen Sozialmissbrauch


Wolfgang Steiger wurde im Amt des Landesvorsitzenden des Wirtschaftsrates Deutschland eindrucksvoll bestätigt. Auf der jüngsten Landesmitgliederversammlung im Auditorium der Commerzbank in Frankfurt erhielt der 42-jährige Unternehmer aus Rödermark in geheimer Wahl 97 Prozent aller Stimmen.

Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden bei offener Abstimmung einstimmig Reiner Dickmann (Vorsitzender des Aufsichtsrates der PricewaterhouseCoopers AG) und Dr. Constantin Westphal (Geschäftsführer Deutsche Wohnen AG) gewählt. Ebenfalls einstimmig war die Wahl der weiteren Landesvorstandsmitglieder. Klaus Hofer (Mitglied des Vorstandes der B. Braun Melsungen AG), Dr. h. c. Klaus-Peter Müller (Sprecher des Vorstandes der Commerzbank AG), Dr. Lutz Raettig (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley AG), Prof. Hans Helmut Schetter (Mitglied des Vorstandes der Bilfinger Berger AG) gehören damit erneut in den kommenden zwei Jahren dem Landesvorstand an.

Nicht mehr im Landesvorstand vertreten ist Dr. Bernhard Knaf, Geschäftsführer aus Rodgau. ,,Ich danke Herrn Dr. Knaf für sein langjähriges Engagement im Landesvorstand des Wirtschaftsrates und bin mir sicher, dass er dem Vorstand auch in Zukunft als wichtiger Berater erhalten bleibt", so Steiger.

Im Wirtschaftsrat Hessen sind derzeit rund 1050 Unternehmer organisiert. Der unternehmerische Berufsverband setzt sich unter anderem für die Stärkung der Sozialen Marktwirtschaft, Entbürokratisierung und mehr unternehmerische Freiheit ein.

,,In den kommenden zwei Jahren werden wir uns den Themen Haushaltssanierung, Hartz IV und Bürokratieabbau verstärkt widmen", kündigte Wolfgang Steiger an. Politisch sei Hessen auf dem richtigen Weg. ,,Es müssen künftig diejenigen unterstützt werden, die sich engagieren und fleißig sind. Wer sich hingegen auf Kosten der Allgemeinheit ausruhe, und nur auf staatliche Hilfen warte, dürfe keine Unterstützung erwarten", so Steiger. Der Wirtschaftsrat fordere daher ein konsequentes Vorgehen gegen Sozialmissbrauch.

Kritik äußerte der neu gewählte Landesvorsitzende an der Arbeit der schwarz-roten Koalition in Berlin. Er erinnerte Bundeskanzlerin Angela Merkel an ihre Botschaft in der Regierungserklärung. ,,Wir müssen mehr Freiheit wagen", sei eine Botschaft gewesen, die im Wirtschaftsrat Hoffnungen auf einen nachhaltigen Reformprozess und einen spürbaren Aufbruch in Deutschland genährt habe. ,,Die Wirklichkeit sieht hier anders aus. Sowohl das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (vorher: Antidiskriminierungsgesetz) als auch die Gesundheitsreform seien handwerklich fatal umgesetzt.

Die Politik in Deutschland brauche wieder eine sichtbare und hörbare Stimme. ,,Es ist unverzichtbar, dass ein Mann wie Friedrich Merz an der Spitze der CDU/CSU Bundestagsfraktion mitarbeitet und in die wichtigen Entscheidungen der deutschen Politik eingebunden ist. Wir können es uns überhaupt nicht leisten, auf seinen Sachverstand zu verzichten", so Steiger.

Deutsche Einheit - Deutschlands Zukunft: Was soll uns leiten? -
Dr. Christean Wagner zu Gast beim Wirtschaftsrat Fulda


Die beiden Vorsitzenden des Wirtschaftsrates Fulda Klaus Dickmanns und Sandro Schmidt dankten dem Referenten und Ehrengast Dr. Christean Wagner, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion und Justizminister a. D. für sein Kommen und gratulierten Hans-Jürgen Schäfer, Bürgermeister der Großgemeinde Schlitz, zu dessen Wiederwahl. Ihr Hinweis, dass sie bewusst das für Deutschland in mehrfacher Hinsicht wichtige historische Datum des 9. November für die Veranstaltung ausgewählt hätten, spiegelte auch die Rede Dr. Wagners eindrucksvoll.

Der CDU-Politiker erinnerte an den 9. November 1918, als es im Deutschen Reich zur Revolution gekommen war, und an die Auswirkungen in den folgenden 88 Jahren. 1923 sei es an diesem Tag zum Putsch gegen Hitler durch Ludendorf gekommen, 1938 war es die Reichspogromnacht. Mit Freude könne er sich an den 9. November 1989, den Tag des Mauerfalls, erinnern. Die zuvor "nie erlebte Euphorie" sei jedoch leider weitgehend verflogen. Und auch der 9. November 2006 markiere einen bedeutenden Tag, denn die jüdische Synagoge im Herzen Münchens werde heute eingeweiht. Zum Mauerfall sagte der Referent: "Es muss unser aller Bestreben sein, die Wiedervereinigung auf allen Ebenen zu beleben und Freundschaften zu schließen."

Wagner hielt es für "notwendig, dass es zu einer Rückbesinnung auf die Werte kommt, die ein Volk zusammenhalten". Zu diesen Werten zählte er die harmonische Ehe und die funktionierende Familie. Die Menschen dürften sich auch nicht verstecken müssen, wenn sie sich "zum Patriotismus bekennen". Dabei sei Patriotismus nicht mit Nationalismus zu verwechseln. Kaum ein anderer habe sich so deutlich wie Dr. Dregger zum Patriotismus, zu den Grundfesten unserer deutschen Gesellschaft, bekannt. Wagner betonte, dass wir "stolz sein können, zum christlichen Abendland gehören". Die Multi-Kulti-Gesellschaft hielt der Politiker für gescheitert.

Es lohne sich für alle, für die Demokratie zu kämpfen, die wehrhaft sein müsse. Würde und Freiheit seien wertvolle Güter, schloss Dr. Wagner.
„Wie kann man die Gesellschaft verändern?“ - Vortrag von Dr. Meister und Diskussion in der Danet GmbH in Weiterstadt
„Man kann eine Gesellschaft verändern, auch wenn es schwierig ist“, erklärte Dr. Hans-Peter Meister, Geschäftsführer des Instituts für Organisationskommunikation IFOK. „Man muss sich nur fragen, wie man die Menschen beteiligt.“

Die Sektion Darmstadt hatte zu einer Vortragsveranstaltung mit dem Thema „Wie kann man die Gesellschaft verändern? Berichte aus der Praxis“ in die Räume der Danet GmbH geladen. Dr. Reiner Nickel, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Danet GmbH, begrüßte die Gäste und den Referenten des Abends: „Als ich das Thema gehört habe, war ich sofort bereit, diese Veranstaltung zu unterstützen“, sagte Meister, der zum Unternehmer des Jahres 2006 in Hessen gewählt worden war. Er stellte sein Unternehmen vor, dessen Kernkompetenz die Beratung für gesellschaftlichen Wandel sei: „Wir beraten Kunden, wie sie in der Gesellschaft Akzeptanz für ihre Vorhaben erlangen können. Dafür muss man allerdings die Menschen mitnehmen. Man muss sich fragen, wann man Beteiligung braucht, mit wem und wie man das kommuniziert und wann man das nicht braucht.“

Zur Veranschaulichung stellte Meister das Projekt des Flughafens Frankfurt vor. „Man braucht für gesellschaftlichen Wandel einen Motor. Das ist jemand, der die Führungsrolle innehat und Veränderung will. Zweitens benötigt man ein Mediationsverfahren, damit man am Ende zu einem Entschluss kommt, den alle Beteiligten als fair empfinden. Des weiteren muss man sich um Öffentlichkeitsarbeit und eine Zusammenarbeit mit den entscheidenden Institutionen wie den Genehmigungsbehörden kümmern. Zuletzt betonte Meister einen weiteren, kleinen Faktor, der oftmals vergessen werde: „Man braucht Emotionalität. Ich habe wirklich erst lernen müssen, wie viel man auch in der Politik mit einer positiven Grundstimmung verändern kann“, so Meister.

Nach einer regen Diskussion stand der Referent beim anschließenden Imbiss auf Einladung der Danet GmbH Rede und Antwort.
Erstes Frankfurter Unternehmerfrühstück ein voller Erfolg – Reihe wird fortgesetzt
Der Vorstand der Sektion Frankfurt des Wirtschaftsrates Hessen hatte am 1. November zum ersten Frankfurter Unternehmerfrühstück ins Restaurant Nizza am Untermainkai exklusiv für Mitglieder eingeladen. Über 50 Gäste konnte Wolfgang Steiger, Landesvorsitzender des Wirtschaftsrates Hessen, um 8 Uhr zum gemeinsamen Frühstück begrüßen. Danach hielt Wolfgang Hartmann, Mitglied des Vorstandes der Commerzbank AG und Mitglied im Vorstand der Sektion Frankfurt, einen informativen Vortrag zum Thema „Rating als Teil des Kreditentscheidungsprozesses“ und stand in der anschließenden Diskussion Rede und Antwort.

Am Ende der Veranstaltung waren sich alle Teilnehmer einig, dass die begonnene Reihe „Unternehmerfrühstück in Frankfurt“ weitergeführt werden sollte. Daher sind alle Mitglieder der Sektion Frankfurt herzlich eingeladen, sich alle zwei Monate an dem ersten Mittwoch im Monat im Restaurant Nizza zum Frühstück zu treffen, um neue Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. Der nächste Termin im Januar wird allerdings aufgrund der Ferien zum Jahreswechsel ausnahmsweise auf den 10. Januar 2007 verschoben. Das Frühstück wird von Dr. Lutz Raettig, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Morgan Stanley AG, moderiert. Ganz neu war die Idee des Unternehmerfrühstückes übrigens nicht: Seit mehreren Jahren trifft sich die Sektion Kassel regelmäßig am frühen Morgen, um über aktuelle Probleme in der Wirtschaftspolitik zu sprechen. Bundestagsabgeordnete und Unternehmer der Region stellen sich dort vor.
„Wir brauchen mehr Wettbewerb unter den deutschen Hochschulen – zu Gunsten von Exellenz in Forschung und Lehre“, forderte Landesvorsitzender Steiger
Wirtschaft und private Hochschulen sollten zukünftig noch enger zusammenarbeiten, so die Überzeugung auf der gemeinsamen Veranstaltung des Landesarbeitskreises Hochschule und Unternehmen des Wirtschaftsrates Hessen und dem Verband der privaten Hochschulen. Auf diesem Weg „fördere und fordere man einander“, folgerte Professor Ulrich Hommel, Rektor der European Business School. Diese Aussage unterstützten auch die Vertreter der EuropaFachhochschule Fresenius in Idstein, der privaten FernFachhochschule Darmstadt und der Gastgeber, die HfB-Business School of Finance & Management.

Der Wettbewerb der Hochschulen untereinander sei ein Prozess, der das Angebot für die eigenen Studierenden konstant verbessere, so Professor Hommel?. Der Aufbau der Studiengänge richte sich zudem an den Anforderungen der Wirtschaft aus, die die privaten Hochschulen mit Stiftungslehrstühlen, Praktikumsplätzen oder Sach- und Geldspenden unterstützten. Arbeitslosigkeit existiere unter den ehemaligen Absolventen praktisch nicht. Oft lägen den Studierenden bereits ein halbes Jahr vor ihrem Abschluss mehrer Arbeitsangebote vor.

Die privaten Hochschulen haben sich bereits seit langem auf einen internationalen Wettbewerb um Studenten eingestellt. Wer nach qualifizierten Auswahlverfahren einen Studienplatz bekäme, sei in Regel hochmotiviert und erbringe auch die Leistung für einen erfolgreichen Abschluss. Selbst bei finanziellen Engpässen der Studenten in Bezug auf die Studiengebühren hätte sich immer ein Weg der Unterstützung gefunden. Studiengebühren seien definitiv kein Grund, der junge Menschen von einem Studium an den privaten Hochschulen abhalte, ist der Rektor der European Business School überzeugt.

Der Arbeitskreis – unter Leitung von Dr. Dieter Stey- des Landesverbandes Hessen plant weitere Veranstaltungen zum Thema Hochschule.