Arbeitsmarkt und Alterssicherung

Während die Arbeitslosigkeit durch die erfolgte Flexibilisierung auf 3 Mio. abgesenkt werden konnte, suchen immer noch rund 1 Mio. Menschen länger als 1 Jahr einen Job. Mehr Qualifizierung, Abbau von Einstellungsbarrieren und Stärkung der Arbeitsanreize sind das Gebot der Stunde. Für stabile Lohnzusatzkosten sowie einen dauerhaft finanzierbaren, auskömmlichen Ruhestand führt an einer tiefgreifenden Reform der Alterssicherungssysteme kein Weg vorbei.
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Die erfolgreiche Absenkung der offen ausgewiesenen Arbeitslosigkeit auf 3 Mio. zeigt, wie wichtig die in den Vorjahren bereits erreichte Flexibilisierung des Arbeitsmarktes war, auch, wenn zusätzlich noch rund 1 Mio. Bürger ohne Beschäftigung nicht in der offiziellen Statistik geführt werden. Gleichzeitig suchen jedoch nach wie vor 1 Mio. Menschen länger als 1 Jahr einen Job.

 

Mehr Qualifizierung, Abbau von Einstellungsbarrieren und Stärkung der Arbeitsanreize sind das Gebot der Stunde. Für stabile Lohnzusatzkosten sowie einen dauerhaft finanzierbaren, auskömmlichen Ruhestand führt aus Sicht der Bundesfachkommission Arbeitsmarkt und Alterssicherung an einer tiefgreifenden Reform der Alterssicherungssysteme kein Weg vorbei.

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Wenn wir die Rente mit 67 nicht einführen, dann verdoppeln sich langfristig die Lasten des demographischen Wandels. Während derzeit auf 100 Menschen im erwerbsfähigen Alter 34 über 65jährige kommen, werden es bereits in 25 Jahren 58 Ältere sein. Das Nettoniveau der gesetzlichen Rente geht um rund 20 Prozent auf 44 Prozent des Durchschnittseinkommens in den Keller.

Diese dramatische Entwicklung muss den Bürgern transparent gemacht werden. Die ‚Rente mit 70’ kann in Zukunft kein Tabu sein. Der Anstieg der Beschäftigungsquote der 55- bis 64-jährigen von 37 Prozent auf 57 Prozent in den vergangenen zehn Jahren zeigt: Die stärkere Einbindung älterer Bürger in das Erwerbsleben ist möglich!

Die Kernforderungen des Wirtschaftsrates:

 

  • Beseitigung der Frühverrentungsanreize! Hierzu gehören die Erhöhung der jährlichen Rentenabschläge bei vorzeitigem Ruhestand und die Beseitigung der abschlagsfreien Rente für langjährig Versicherte.

 

  • Gezielte Weiterbildung und flexible Einsatzmöglichkeiten für ältere Beschäftigte in den Unternehmen! Nicht jeder Bürger kann noch mit Mitte 60 körperliche Schwerarbeit leisten, aber sicherlich in der Verwaltung oder im Vertrieb eines Handwerksbetriebs seine Erfahrung einbringen.

 

  • Mehr Netto vom Brutto in den Taschen der fleißigen Bürger! Statt nur kurzfristig haltbare Rentenversprechungen abzugeben oder Steuergelder für unwirksame staatliche Beschäftigungsprogramme zu verpulvern, sollte der Gesamtbeitrag zur Sozialversicherung dauerhaft unter 40 Prozent gesenkt werden.

 

  • Eindämmung des Leistungsmissbrauchs von Hartz IV-Empfängern auf Kosten der Steuerzahler! Hierzu gehören: Überprüfung der Arbeitsbereitschaft durch Ausweitung gemeinnütziger Tätigkeiten sowie Schärfung und bundeseinheitliche Anwendung der Vorschriften für Leistungskürzungen bei Arbeitsverweigerung.
Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzender der Bundesfachkommission
Rainer Tögel
Rainer Tögel
Sprecher des Vorstandes
D.A.S. Rechtsschutz-Versicherungs-AG, München
„Wir brauchen eine Kehrtwende in der Sozialpolitik. Der Staat darf seine Bürger nicht entmündigen. Stattdessen muss er ihnen die Fähigkeit vermitteln, ihr Leben selbstbestimmt und eigenverantwortlich in die Hände zu nehmen. ‚Hilfe zur Selbsthilfe’ sollte wieder zum Leitprinzip werden.“
Kontakt
Dr. Holger Fricke
Bereichsleiter
Arbeitsmarkt und Alterssicherung

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Telefax: 030 / 240 87-205

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