12. Dezember 2016
Athener Wahlgeschenke müssen Konsequenzen nach sich ziehen
Wolfgang Steiger: Tsipras führt europäische Rettungspolitik vor - Weihnachtsgeld für griechische Rentner zahlen indirekt Europas Sparer

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. fordert, die Wahlgeschenke der griechischen Regierung müssen Konsequenzen haben. Denn das Land hat bis heute nicht alle Auflagen von EU, EZB und IWF erfüllt. "Athen hangelt sich von Kredit zu Kredit. Weder ist die Beteiligung des IWF am aktuellen Hilfsprogramm geklärt, noch gibt es eine wirkliche Perspektive, wie das Land wieder auf eigenen Beinen stehen kann. Was aber hat die Regierung Tsipras zu tun, nach dem sie mit Ach und Krach nach Jahren mal einen ausgeglichenen Haushalt vorlegt? Herr Tspiras zieht gleich die Spendierhosen an und verteilt Wahlgeschenke. Das extra Weihnachtsgeld, dass er griechischen Rentnern in Aussicht stellt, wird von den Sparern in den solideren Euroländern indirekt mitbezahlt. Damit spaltet Tsipras erneut Europa und straft alle Lügen, die an eine Saulus-Paulus-Wandlung des griechischen Premierministers geglaubt haben. Erschwerend kommt hinzu, dass diese Geschenke kurzfristig verfrühstückt und nicht langfristig investiert werden, um das Land voranzubringen", kritisiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Der Blick auf Athen wirft auch grundsätzlich die Sinnfrage nach der Politik der EZB auf. "Wir müssen erkennen, dass die europäische Rettungspolitik ein System am Leben hält, das schlussendlich nicht zukunftsfähig ist", unterstreicht Wolfgang Steiger. 

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de