16. März 2017
Demographische Lücke kann nur durch nachhaltige Rentenpolitik bewältigt werden
Wolfgang Steiger: Demographie-Gipfel werden zu Alibiveranstaltungen, wenn eine Politik zulasten der jungen Generation fortgesetzt wird

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. appelliert an die Politik, der demographischen Lücke durch eine nachhaltige Politik zu begegnen. "Insbesondere in der Rentenpolitik muss in Generationen gedacht werden. Demographie-Gipfel werden zu Alibiveranstaltungen, wenn gleichzeitig der Überbietungswettbewerb durch immer teurere Rentengeschenke an die aktuelle Rentnergeneration fortgesetzt wird. Eine solche Politik zulasten der jungen Generation ist nicht nachhaltig und fährt am Ende das gesamte Alterssicherungssystem gegen den Baum", erklärt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

Zahlreiche Politiker fordern massive Rentenerhöhungen. In ihrem Bauchladen haben sie beispielsweise: Das Rentenniveau nicht unter 46 Prozent sinken zu lassen, das Rentenniveau auf dem heutigen Stand einzufrieren oder sogar bis auf 50 Prozent anzuheben, die Mindestrente – die sogenannte „Lebensleistungsrente“ – oder die Mütterrente 2.0. "Die Begleitmusik zu den maßlosen Rentensteigerungsplänen: Horrorszenarien wegen angeblich drohender Altersarmut. Doch diese Szenarien scheitern am Faktencheck, so wie auch die Rentengeschenke den Praxistest nicht überstehen würden: Unter den drückenden Beitragslasten gingen Arbeitnehmer und Wirtschaftskraft als Fundament unseres Sozialstaates früher oder später in die Knie", unterstreicht Wolfgang Steiger.

 

Die Renten eines  Ruheständlers schultern heute noch drei Personen im erwerbsfähigen Alter. Doch bereits in 15 Jahren verteilt sich dieselbe Last auf nur noch zwei Erwerbstätige. Da verbietet es sich, dem ohnehin schwer beladenen Beitragszahler immer weitere Rentenpakete aufzubürden – eine Anhebung des Rentenniveaus auf 50 Prozent würde bis 2029 mit über 350 Milliarden € zu Buche schlagen. Und eine Anhebung der Rentenleistungen, also eine Umverteilung von Jung zu Alt, verschärft die Armutsprobleme in Deutschland, anstatt sie zu verbessern: Auf Hartz IV sind rund acht Prozent aller Bürger angewiesen, aber nur 2,5 Prozent der Rentner. Zudem werden die gesetzlichen Renten auch in den nächsten Jahren deutlich steigen: Während der Eckrentner von der gesetzlichen Rentenversicherung heute monatlich 1.314 € ausbezahlt bekommt, werden es 2030 voraussichtlich 1.824 € sein. 

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