Europäische Finanzmarkt- und Währungspolitik

Die EU-Schuldenkrise hat uns vor Augen geführt, dass die EU ohne ausreichendes politisches Fundament ein Schönwettersystem bleibt. Nur mit einem zuverlässigen Ordnungsrahmen für die Finanzmärkte, einer weiteren Schärfung des Stabilitätspaktes und einem Paradigmenwechsel hin zu nachhaltigen öffentlichen Haushalten kann es gelingen, die Stabilität des Euro dauerhaft zu sichern.

Nun gilt es, den Schock aus den gewaltigen Fehlentwicklungen für eine entschlossene Kurskorrektur und nachhaltige Reformen zu nutzen. Europa braucht mehr denn je ein festes und in sich schlüssiges Gesamtkonzept, dass die Eigenverantwortung der Mitgliedstaaten stärkt und die EU fit für den globalen Wettstreit macht. Oberstes Gebot muss dabei bleiben, dass jedes Land die positiven und negativen Konsequenzen seiner Haushalts- und Wirtschaftspolitik selbst trägt.

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Eng verzahnt mit der Arbeit der Bundesfachkommission Europäische Finanzmarkt- und Währungspolitik ist der WR-Landesverband Brüssel: Vor Ort befasst sich der Wirtschaftsrat unter der Leitung von Christof-S-. Klitz, Head of Office Volkswagen Group EU Representation, Büssel  mit aktuellen Gesetzgebungs- und Regulierungsvorhaben der Europäischen Union. Die Beratungen und Arbeitsergebnisse beider Kreise bilden die Grundlage für die Formulierung der europapolitischen Positionierungen und Stellungnahmen des Wirtschaftsrates. Jährlich diskutieren hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik bei unseren Europasymposien in Berlin und Brüssel.

 

Die Kernforderungen des Wirtschaftsrates:

  • Schärfere Strafen für Defizitsünder einführen! Wer gegen Regeln verstößt und die Gemeinschaft gefährdet, muss künftig auch sanktioniert werden. Zudem treiben wir die Aufnahme einer Schuldenbremse in die Verfassungen aller Länder der Eurozone voran.

 

  • Zur EU-Stabilitätsgemeinschaft zurückkehren! Verfehlte Fiskalpolitik darf nicht dauerhaft von der EZB durch den Ankauf von Staatsanleihen alimentiert und durch einen steuerfinanzierten Rettungsfonds abgesichert werden. Misswirtschaft muss auch für EU-Staaten schmerzhafte Konsequenzen haben.

 

  • EU-Haushalt zukunftsfähig gestalten! Statt eigene Steuern zu fordern, ist die EU gefordert ihren Haushalt zu modernisieren und zugunsten von Wachstumsinvestitionen auszurichten. Das heißt: Vorfahrt für Innovationen, industrielle Modernisierung und Infrastruktur.
Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzender der Bundesfachkommission
 
Dr. Lutz R. Raettig
Vorsitzender des Aufsichtsrates
Morgan Stanley Bank AG, Frankfurt/Main
Mitglied im Bundesvorstand
"Die Wirtschafts- und die europäische Schuldenkrise haben die EU bis ins Mark erschüttert und Geburtsfehler des europäischen Währungssystems schonungslos offen gelegt. Gleichzeitig haben wir nun die große Chance, dringend notwendige Strukturreformen voranzutreiben, damit Europa auch künftig in der höchsten Gewichtsklasse mithalten kann."
Robert Schindler
(Stellv. Vorsitzender)

Mitglied des Vorstands

UniCredit Bank AG Unternehmerbank

München
Kontakt
Simon Steinbrück
Mitglied der Geschäftsleitung
Internationale Wirtschaftspolitik
Telefon: 030 / 240 87-215
Telefax: 030 / 240 87-206
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Luisenstraße 44
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