Gesundheitswirtschaft

Die Gesundheitswirtschaft hat die Chance, zur Leitbranche des 21. Jahrhunderts zu werden. Voraussetzungen für die Ausschöpfung des erheblichen Wachstumspotenzials sind eine zukunftsfähige Finanzierung und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen, die unternehmerische Freiräume lassen und strukturelle Veränderungen ermöglichen.
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Doch statt die Innovationsfähigkeit der Branche zu stärken, werden der Wettbewerb und die Leistungsfähigkeit der Unternehmen durch staatliche Budgetierung und ein undurchsichtiges Regulierungsdickicht zunehmend erstickt. Wer das hohe Niveau der Versorgung gerade auch im ländlichen Raum sowie die Teilhabe aller Bürger an modernster Medizin langfristig sichern will, der muss das enge Regelkorsett sprengen und die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung auf ein verlässliches Fundament stellen.

Die Kernforderungen des Wirtschaftsrates:

  • Finanzierung zukunftsfähig und beschäftigungsfreundlich gestalten!
    Nur die konsequente Umstellung auf eine lohnunabhängige Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung stärkt den Wettbewerb und beendet die beschäftigungsfeindliche Belastung der Arbeitsplätze. Zudem muss die Demographiefestigkeit des Gesundheitswesens durch mehr Vorsorge verbessert werden.

 

  • Ganzheitliche Behandlungsabläufe ermöglichen!
    Unnötige Doppel- und Mehrfachuntersuchungen sind teuer und schaden den Patienten. Deshalb müssen die Vernetzung und Konzentration medizinischer Leistungen vorangetrieben und die Voraussetzungen für eine wirkliche Überwindung der Sektorengrenzen geschaffen werden.

 

  • Mehr Handlungsfreiräume für Krankenkassen und Leistungserbringer!
    Der Vertrags- und Versorgungswettbewerb muss gestärkt werden. Zudem sollten schwerfällige Genehmigungsverfahren für Medizinprodukte verkürzt, der Investitionsstau bei Krankenhäusern beispielsweise durch mehr privates Kapital aufgelöst und das Regulierungsdickicht bei Arzneimitteln durchforstet werden.

 

  • Drohenden Pflegenotstand abwenden!
    Der steigende Bedarf an Pflegekräften kann nur durch höhere Attraktivität des Pflegeberufs, unbürokratische Anerkennung ausländischer Qualifikationen und eine Reform der Tätigkeitsprofile von Ärzten und Pflegepersonal gedeckt werden. An Kapitaldeckung in der Sozialen Pflegeversicherung führt kein Weg vorbei.
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Der Wirtschaftsrat hat unter Federführung von Prof. Dr. Eberhard Wille, Vorsitzender des Sachverständigenrates zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesens, und Prof. Dr. Volker Ulrich, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Gesundheitsökonomie, ein gesundheitspolitisches Gesamtkonzept erstellt und dieses Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr persönlich überreicht.

Auf unserem hochkarätig besetzten Gesundheitssymposion am 27. September 2011 haben wir unsere Kernforderungen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzender der Bundesfachkommission
Wolfgang Pföhler
Wolfgang Pföhler
Vorstandsvorsitzender
RHÖN-KLINIKUM AG,
Bad Neustadt
Mitglied des Bundesvorstandes
„Der Gesundheitswirtschaft muss als zentraler Wachstums- und Beschäftigungsmarkt die Chance gegeben werden, ihr ökonomisches und wohlfahrtsstiftendes Potential stärker ausschöpfen zu können. Hierzu brauchen wir innovations- und wettbewerbsfreundliche Rahmenbedingungen.“
Kontakt
Dr. Holger Fricke
Bereichsleiter
Telefon: 030 / 240 87-211
Telefax: 030 / 240 87-206
Annika Herzner
Referentin
Gesundheitswirtschaft

Telefon: 030 / 240 87-212
Telefax: 030 / 240 87-206

a.herzner@wirtschaftsrat.de

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