16. Februar 2012
Überprüfung der Familienpolitik ist überfällig!

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat recht: Die familienpolitischen Leistungen müssen zielgenauer werden und gehören auf den Prüfstand. Die Ministerin kommt mit der angekündigten Kosten-Nutzen-Analyse aller familienpolitischen Leistungen einer Forderung des Wirtschaftsrates nach. Jetzt gilt es, mehr Tempo vorzulegen und das überfällige Gesamtkonzept schnellstmöglich zu präsentieren.

Eine Neuausrichtung der Förderung von Familien ist dringend erforderlich. Trotz Spitzenausgaben von jährlich 200 Milliarden Euro für Ehe und Familie zählt Deutschland mit ca. 1,4 Kindern je Frau weiterhin zu den weltweiten Schlusslichtern. Seit 1964 hat sich die Zahl der Neugeborenen hierzulande halbiert.

Für mehr Effizienz braucht Deutschland einen Paradigmenwechsel: Wir müssen weg von der Familienförderung mit der Gießkanne, die das Geld in rund 150 Einzelmaßnahmen versickern lässt. Stattdessen notwendig sind eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch den Ausbau von Betreuungsangeboten sowie mehr frühkindliche Bildung.

Weiterführende Informationen:

Themenseiten Arbeitsmarkt und Alterssicherung

 

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