26. Juli 2014
Südgipfel: zwei Tage, zwei Städte und zwei Verbände
Junger Wirtschaftsrat Baden-Württemberg und Junger Wirtschaftsbeirat Bayern organisieren ersten Südgipfel
Unter dem Titel „Weichenstellung für die Zukunft der Familienunternehmer“ trafen sich die Mitglieder der beiden Nachwuchsorganisationen in der Grenzregion Ulm/Neu-Ulm zum South Summit. Vertreter aus Kommunal- und Bundespolitik, Wirtschaft und Wissenschaft gestalteten das Programm. Jessica Kulitz (Sprecherin der Sektion Ulm/Ehingen/Biberach), Dr. Peter Wende (Vorsitzender Junger Wirtschaftsrat Baden-Württemberg) und Dr. Marc Tenbücken (Vorstand Junger Wirtschaftsbeirat Bayern) führten durch die Veranstaltungen.
Tag 2 im Hause ESTA (Foto: WR)

Dr. Peter Wende, Dr. Marc Tenbücken und WR-Landesgeschäftsführer Bernhard Feßler konnten am ersten Tag des Gipfels im Haus der Donau Ulms Ersten Bürgermeister Gunter Czisch und Neu-Ulms Landrat Thorsten Freudenberger zu Impulsvorträgen begrüßen – sowie Katrin Albsteiger MdB zum anschließenden politischen Dinner.

 

Baden-Württemberg und Bayern sind geprägt von mittelständischen Familienunternehmen. Beide Länder weisen gerade in den ländlichen Regionen – oftmals relativ verborgen Weltmarktführer ihrer jeweiligen Branche auf. Die Innovationsregion Ulm/Neu-Ulm ist eine der wirtschaftlich dynamischsten und gründungsaktivsten Regionen Süddeutschlands und vereint die Standortvorteile von Bayern und Baden-Württemberg. Die Städte Ulm und Neu-Ulm gelten als aufstrebende Doppelstadt im Süden der Republik und bilden die Mitte der beiden Länder, weshalb sie als Austragungsort für den Südgipfel gewählt wurden. Traditionelle Branchen wie die Automobilbau- und Nutzfahrzeugbranche sowie der Maschinen- und Metallbau wurden hier um die zukunftsorientierten Schwerpunkte Informationstechnologien, Gesundheitswirtschaft und Pharmaindustrie erweitert. Im Mittelpunkt der Gespräche standen Fragen nach den wirtschaftspolitischen Zielen Baden-Württembergs und Bayerns heute und in der Zukunft. Was muss getan werden, um Erfindergeist und Ideenreichtum auch in Zukunft in Süddeutschland halten zu können? Welchen Einfluss haben Familienunternehmen auf die Städte und Gemeinden, die Bundesländer und auf Deutschland und Europa?

v.l.n.r.: Dr. Marc Tenbücken, Prof. Dr. Hermut Kormann, Dr. Peter Kulitz, Adrian Thoma (Foto: WR)

Der Samstag, auf bayerischer Seite im Hause ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG in Senden, begann mit Impulsreferaten von Raphael Bögge (Erster Bürgermeister der Stadt Senden) und Steffen Bilger MdB (Vorsitzender der Jungen Gruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion).

 

Raphael Bögge wertschätzte das Verantwortungsbewusstsein der Familienunternehmer wie ESTA und Inhofer aus Senden oder Müller, Peri, Wieland und Gold Ochsen in der Region. Diese oft stillen Weltmarktführer zeichneten sich meistens auch durch großes soziales Engagement aus. Daraus würde für die Kommunen aber auch Handlungsbedarf bestehen. Sie müssten geeignete Gewerbeflächen vorhalten und für die eigenommene Gewerbesteuer wiederum eine Leistung herbeiführen. Für die Stadt Senden setzt er dabei auf den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Politik und Wirtschaft müssten seiner Ansicht nach auf diesen Feldern stark zusammenarbeiten.

 

Steffen Bilger MdB lobte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der beiden Verbände und verglich die Entwicklung der beiden Bundesländer. Grünen-Ministerpräsident Winfried Kretschmann gebe sich leider mit einem Platz im oberen Mittelfeld der Bundesländer zufrieden. Während Bayern bei der Haushaltspolitik, beim Ausbau der digitalen Infrastruktur (Bayern: geplante Investitionen 1,5 Milliarden! Euro – Baden-Württemberg: 58 Millionen Euro), bei der Bildungspolitik sowie in anderen Politikbereichen deutlich vorlege. Was die Bundespolitik betrifft, so warb Bilger MdB v.a. um Unterstützung bei der Flexi-Rente, dem einzigen zukunftsorientierten Element der kürzlich verabschiedeten Renten-Reform. Auch bei seinen Kollegen in der SPD und aus anderen Bundesländern, die diese Prägung nicht haben, werde er weiterhin für die Belange der süddeutschen Familienunternehmen werben.  

Politisches Dinner mit Katrin Albsteiger MdB (Mitte) (Foto: WR)

In der Podiumsdiskussion mit Dr. Peter Kulitz (Präsident der IHK Ulm und des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertags), Prof. Dr. Hermut Kormann (Honorarprofessor am Friedrichshafener Institut für Familienunternehmen/Zeppelin Universität Friedrichshafen) und Adrian Thoma (Geschäftsführer Thomanetwork GmbH) moderiert von Dr. Marc Tenbücken drehte sich um die Frage, welche Weichenstellungen für die Zukunft in der Region der Familienunternehmen gestellt werden müssen.

 

Anschließend stellten Gesellschafterin Jessica Kulitz und Dr. Peter Kulitz ihr Unternehmen vor und begleiteten die Gruppe durch das Haus, ehe es zum geselligen Teil mit gemeinsamen Grillen überging.

Mit einer stetig wachsenden Mitarbeiterzahl ist die ESTA Apparatebau GmbH & Co. KG eines der führenden Unternehmen im Bereich der Absaugtechnik. Mit Sitz in Senden und Ulm ist ESTA seit über 40 Jahren aktiv. Die Produktpalette umfasst neben mobilen und stationären Entstaubern auch Industriesauger, Schweißrauchfilter, Ölnebelabscheider, Absauggebläse, Absaugarme und zentrale Absauganlagen. Ein umfassendes Zubehörprogramm für Absaugtechnik komplettiert das Produktsortiment. ESTA vertreibt sein umfangreiches Gerätesortiment mit eigenen Niederlassungen und Vertriebspartnern weltweit.

Im zweiten Geschäftsbereich Pool & Wellness verfügt ESTA über umfassende Erfahrung und Kompetenz beim Planen, Bauen und Warten von Schwimmbädern. ESTA realisiert ganze Wellnessbereiche in Haus oder Garten der Kunden.