Wachstum und Innovation

Nur ein enges Zusammenspiel von Bildungs- und Innovationspolitik kann Deutschlands Spitzenposition sichern. Voraussetzungen hierfür sind eine höhere Bildungsqualität von der Vorschule bis zur beruflichen Weiterbildung, sowie eine unbürokratische Forschungsförderung, die kleine, mittlere und große Unternehmen gleichermaßen unterstützt.
© Andy Dean / Fotolia.de

Die Innovationsstärke der deutschen Unternehmen ist Garant für Exporterfolge und Beschäftigungsaufbau. Doch technologische Umbrüche stellen etablierte Kernkompetenzen zunehmend in Frage. Innerhalb weniger Jahre wird sich entscheiden, welche Regionen als Leitmärkte für Zukunftstechnologien – beispielsweise im Bereich Elektromobilität – eine weltweite Führungsrolle übernehmen. Zum Gewinn der Poleposition benötigt Deutschland eine breite Basis hochqualifizierter Fachkräfte, international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für Forschungsinvestitionen und Risikokapital sowie eine leistungsorientierte Förderung von Forschungsclustern und Leitmarktinitiativen.

Die Kernforderungen des Wirtschaftsrates:

  • MINT-Nachwuchsförderung ausbauen!
    Verankerung von zwei naturwissenschaftlich-technischen Fächern bis zum Abitur und Verstärkung der Aus- und Weiterbildung von Erziehern und Lehrern im MINT-Bereich. Für eine Halbierung der MINT-Studienabbrecherquoten (aktuell bis zu 38 Prozent) sind zudem eine stärkere Praxisorientierung sowie eine Verbesserung der Betreuungsrelation an den Hochschulen notwendig!

 

  • Leistungsreserven im dualen Berufsbildungsystem heben!
    Umsetzung eines Berufsbildungs-PISA zur Steigerung von Transparenz und Leistungswettbewerb im Berufsbildungssystem und engere Verzahnung der dualen Ausbildungselemente statt einem demotivierenden Nebeneinander von Berufs-schul- und betrieblichem Lernen!

 

  • Forschungsinvestitionen steuerlich fördern!
    Gewährung einer Steuergutschrift auf die im Forschungs- und Entwicklungsbereich anfallenden Personalkosten in Höhe von 15 Prozent für KMU und 5 Prozent für größere Unternehmen, um somit in einem ersten Schritt ein Fördervolumen von etwa 1,5 Milliarden Euro zu erreichen.

 

  • Beteiligungskapital für Wachstumsunternehmen mobilisieren!
    Erleichterung der Finanzierung junger Wachstumsunternehmen durch die Schaffung international wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen für Beteiligungskapital-Gesellschaften. Hierzu gehören erweiterte Verlustvorträge sowie eine international übliche Besteuerung auf Anleger- statt auf Fonds-Ebene!

 

  • Leistungsorientierte Cluster- und Leitmarktförderung vorantreiben!
    Ausbau von „Industry on Campus“-Projekten zur Mobilisierung zusätzlicher private Mittel für Forschungsverbünde von Unternehmen und Hochschulen sowie Förderung der Pilotanwendung innovativer Technologien im Rahmen von Leuchtturmprojekten zur gezielten Etablierung von Leitmärkten in Deutschland.
© Butch /Fotolia.de

Der Wirtschaftsrat hat in Fortsetzung seiner traditionellen und von großer öffentlicher Resonanz getragenen Veranstaltungsreihe „Kompetenzzentrum Deutschland“ Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft nach Berlin eingeladen, um für eine Stärkung der Innovationskraft des Wirtschaftsstandortes Deutschland zu werben. Unterstützt von der Bundesfachkommission Wachstum und Innovation und zahlreichen Landesfachkommissionen bringen wir unsere Positionen im Rahmen einer bundesweiten Kampagne „Bildung und Innovation“ an die Bürger vor Ort – 2010 mit 100 Veranstaltungen bundesweit.

Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Vorsitzender der Bundesfachkommission
Prof. Dr. Norbert Winkeljohann
Prof. Dr.
Norbert Winkeljohann

Sprecher des Vorstandes PricewaterhouseCoopers AG, Frankfurt
"Zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland benötigen wir ein Bildungssystem auf internationalem Spitzenniveau sowie attraktive steuerliche Rahmenbedingungen für Forschungsinvestitionen und Risikokapital."
Kontakt
RA Tobias Koppitz
Fachgebietsleiter
Wachstum und Innovation

Telefon: 030 / 240 87-216
Telefax: 030 / 240 87-205

t.koppitz@wirtschaftsrat.de

Postanschrift
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Luisenstraße 44
D-10117 Berlin