.jpg/$file/20110217_bild1_std.jpg)
Moderator Ulf Tietge, Journalist und Inhaber der PPT media, machte zu Beginn deutlich, wie schnell das Thema in Politik und Wirtschaft an Relevanz gewinnt. „Das Web 2.0 ist mittlerweile für zahlreiche Organisationen und Unternehmen Bestandteil ihrer Kommunikationsstrategie. Sie verbreiten Inhalte jeder Art und sammeln Informationen über Twitter, Facebook, Xing und Co.“
Die politischen Hintergründe dazu erläuterte Axel E. Fischer MdB, zugleich Vorsitzender der Enquête-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" im Deutschen Bundestag. Er verwies auf den Hype um Facebook, den im Wesentlichen US-Präsident Barack Obama in seinem Wahlkampf ausgelöst hat, und machte die Bedeutung des Netzwerks für wichtige Ereignisse klar.
Matthias Hornberger, Vorstandsvorsitzender CyberForum e.V. und CFO der KIZOO AG, warf die These vom Ende der Internet-Flatrates in den Raum. Er sieht daher die Social Media-Anwendungen in ihrem derzeitigen Ausmaß bedroht, da diese sich vor allem durch geringe Kosten, unkomplizierte Prozesse und einfache Zugänglichkeit aller Prozessteilnehmer auszeichne. Dieser These widersprach Andreas Maurer, Leiter des Social Media/Public Relations Teams der 1&1 AG. Er erwartet, dass die Internet-Flatrates auch künftig bleiben und weiterhin Bestand haben werden. Zudem sieht er Facebook als das einzige starke Social Network.
Mirko Holzer, CEO der BrandMaker GmbH, forderte zu mehr Gelassenheit im Internet auf. Matthias Hornberger stimmte dem zu „Facebook, Twitter und Co sind klar überbewertet“. Hier hakte auch Fischer ein: „Wir müssen unsere lokalen Stärken auch im Internetbereich stärken. Die Amerikaner sind nicht überall Marktführer.“
„Der Wirtschaftsrat begleitet die Entwicklungen durch einen eigens eingerichteten Expertenkreis zur Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“, der mit einem hochkarätigen Expertenkreis besetzt ist“, sagte Hanspeter Steiert, Sprecher der Sektion Karlsruhe/Bruchsal.

