29. April 2015
Publikumsmagnet Westfalenhallen Dortmund
Sektion Dortmund im Gespräch mit Hauptgeschäftsführerin Sabine Loos
v.l.n.r. Winfried Sommer, Sabine Loos, Christian Röttger, Adolf Miksch (Foto: Wirtschaftsrat)

„Dortmund hat mehr zu bieten als den BVB. Mit ihren Publikums- und Fachmessen, Veranstaltungen, Kongressen und Tagungen sind die Westfalenhallen Dortmund Wirtschaftsmotor und Publikumsmagnet zugleich“, leitete Christian Röttger, Sprecher des Dortmunder Wirtschaftsrates der CDU e.V., in das Hintergrundgespräch mit Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH, ein.


Bereits seit 1925 werde in Dortmund am viertgrößten Messestandort in Nordrhein-Westfalen deutsche und europäische Veranstaltungsgeschichte geschrieben. Seitdem habe sich das Messeangebot weiterentwickelt, so Loos. „Die Intermodellbau, die internationale Motorradmesse, die Hund & Katz sowie die Inter-tabac sind Beispiele für die Themenvielfalt, die wir anbieten.“ Vor allem die Kaufkraft in der Region und die günstigen Verkehrsanbindungen machten Dortmund zu einem ausgezeichneten Standort. Natürlich stehe man mit den anderen großen Messestandorten Essen, Düsseldorf und Köln in unmittelbarer Konkurrenz. Deshalb sei der Schlüssel zum Erfolg die Besetzung von Nischen. So habe sich die Inter-tabac mit einem Besucheranteil von 60 Prozent aus dem Ausland zur weltweit führenden Tabak-Messe entwickelt. „Ein Spitzenwert für eine Leitmesse“, erläuterte die Managerin.


Neben dem Messegeschäft fänden im Jahr über 1.000 Sport-, Musik- und Comedy-Veranstaltungen sowie Kongresse und Tagungen statt. Dazu werde vom kleinen Konferenzsaal bis hin zur 4.700 Quadratmeter großen Westfalenhalle 1 für jeden Bedarf die passende Räumlichkeit zur Verfügung gestellt. „Bei Highlight-Events wie dem Technofestival Mayday können wir sogar 20.000 bis 30.000 Besucher unterbringen.“ Natürlich wirke sich diese Angebotsvielfalt auch wirtschaftlich auf die Stadt Dortmund aus, argumentierte Loos. „Direkt und indirekt hängen 2.000 Arbeitsplätze mit den Westfalenhallen zusammen.“ Darüber hinaus hätten statistische Erhebungen ergeben, dass in- und ausländische Besucher im Jahr 116 Millionen Euro in Dortmund ausgäben.


Insgesamt gewinne Dortmund durch die hohe Dichte an Messen und Veranstaltungen nicht nur wirtschaftlich an Attraktivität, sondern wandle sich auch zu einem touristischen und kulturellen Anziehungspunkt, fügte Röttger abschließend hinzu. Damit stehe die westfälische Stadt beispielhaft für die positive Entwicklung alter Industrieregionen.