14. Juli 2021
Wirtschaftsrat befürchtet Deindustrialisierung durch europäische Klimapolitik
Wolfgang Steiger in der WELT: Technologieoffenheit und marktwirtschaftliche Prinzipien zu Grundpfeilern der europäischen Klimapolitik werden

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. befürchtet mit Blick auf das in dieser Woche präsentierte „Fit for 55“-Klimapaket der EU-Kommission negative Auswirkungen für den Wirtschaftsstandort Europa. „Die europäische Klimapolitik darf nicht zur Deindustrialisierung und massenhaften Abwanderung von Unternehmen führen, etwa im Luftverkehrsbereich oder der Automobilindustrie“, mahnte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates, in der WELT. „Dadurch würde der Klimaschutz gesellschaftliche Akzeptanz verlieren und die globale Umweltbelastung sogar zunehmen, weil Unternehmen in Regionen mit niedrigeren Umweltstandards abwandern. Deshalb müssen Technologieoffenheit und marktwirtschaftliche Prinzipien zu Grundpfeilern der europäischen Klimapolitik werden.“

Aus Sicht des Wirtschaftsrates spielen Wasserstoff und sogenannte E-Fuels eine wichtige Rolle für den Klimaschutz. „Um die Klimaziele dennoch zu erreichen und den CO2-Ausstoß der europäischen Industrie zu reduzieren, ist CO2-armer Wasserstoff als Brückentechnologie unerlässlich“, erklärt Wolfgang Steiger. Die Einführung einer EU-weiten Kerosinsteuer lehnt der Wirtschaftsrat hingegen entschieden ab: „Das wäre nichts anderes als ein Konjunkturprogramm für Flughäfen in Großbritannien, der Türkei und den Golfstaaten“, warnt Wolfgang Steiger. „Dadurch wäre dem Klima nicht geholfen und der europäischen Luftverkehrswirtschaft würde das Kapital für Investitionen in klimafreundliche Alternativen fehlen.“

 

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