10. Oktober 2011
Wirtschaftsrat unterstützt Initiative des Ministerpräsidenten zur Nachwuchssicherung
„Bildung endet nicht mit der Schule. Die Unternehmer stehen hier in einer besonderen Verantwortung. Bildung ist Zukunftssicherung für das Land Sachsen-Anhalt“, erklärt der Vorsitzende der Landesfachkommission Bildung des Wirtschaftsrates, Dr. Detlev Thormeyer.

Die Mitglieder der Landesfachkommission unterstützten ausdrücklich die Initiative des Ministerpräsidenten, die Nachwuchssicherung als Chefsache zu betrachten und eine Stabsstelle in seinem Büro einzurichten. „Der Wirtschaftsrat bietet seine Mitarbeit an. Wir kommen aus der Praxis und bringen reichlich Erfahrungen mit“, so Dr. Thormeyer.

„Wir brauchen in Abstimmung mit den Organen der Arbeitgeberverbände und der Kammern stärkere Überlegungen, wie wir durch Modul- und Teilausbildungen Förder- und Hauptschüler entsprechend ihrer kognitiven und körperlichen Fähigkeiten in den Arbeitsprozess integrieren können“, regt Dr. Thormeyer an. Eine frühestmögliche Einbindung dieser Jugendlichen in die duale Ausbildung durch eine verbesserte materielle Unterstützung der Unternehmen und die gleichzeitige Absicherung durch Arbeitsplatzbindung könnten dabei eine Hilfe sein, so der Vorschlag der Bundesfachkommission.

„Praxisorientierung durch Einbeziehung von Unternehmern in den Schulalltag und mehr Information des Lehrkörpers über die Anforderungen der Praxis verbessert die Motivierung der Schüler“, sagt der Vorsitzende der Landesfachkommission Bildung. Vom Wirtschaftsrat erprobte Praxistage sollen dort, wo es möglich ist, auch organisiert werden, sagt Dr. Thormeyer.

Der Wirtschaftsrat fordert die konsequente Beschleunigung der Ausbildung von Schulpsychologen und den Einsatz von Sozialarbeitern an den Schulen, die den Lehrern bei der Bewältigung pädagogischer Konfliktsituationen unterstützen. Das gegenwärtige Tempo reicht nicht aus, sagt Dr. Thormeyer.

Dr. Thormeyer weiter: „Die Landesfachkommission wird sich in Wahrnehmung ihrer Verantwortung an der Planung einer Gemeinschaftsschule beteiligen, um die Anforderungen und Positionen der Unternehmerschaft einzubringen.“

 

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Friedrich von Bismarck
Landesgeschäftsführer
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