13. April 2016
Integration vorantreiben, Parallelgesellschaften verhindern, Fachkräfteengpässe lindern
Deutschland steht vor der Herkulesaufgabe, diejenigen Immigranten zügig in unsere Gesellschaft zu integrieren, die nach strenger und möglichst rascher Prüfung bei uns bleiben. Fördern und fordern, Bildung und Beschäftigung ermöglichen, gleichzeitig aber auch intensive Eigenanstrengungen abverlangen, sind dabei die Schlüssel.

Atempause für Integrationsprogramm nutzen!

Die Flüchtlingszahlen in Deutschland sind aktuell auf ein Hundertstel ihrer Höchststände des vergangenen Herbstes abgesunken. Doch ein Grund zur Entwarnung, was Deutschlands Integrationskapazitäten anbetrifft, ist dies nicht. Daher fordert der Wirtschaftsrat eindringlich bessere Bildungs-, Beschäftigungs- und Integrationsperspektiven für Flüchtlinge:

 

  • Fördern und Fordern als Leitgedanken unseres Sozialsystems auch in der Flüchtlingsintegration von Beginn an konsequent umsetzen

 

  • Verpflichtende Sprach- und Integrationsförderung sicherstellen

 

  • Schulbesuch ausweiten

 

  • Residenzpflicht durchsetzen

 

  • Rechtssicherheit bei der beruflichen Ausbildung von Flüchtlingen schaffen

 

  • Bürokratische, zeitraubende abstrakte „Vorrangprüfung“ beim Arbeitsmarktzugang abschaffen

 

  • Generelle Erlaubnis zur Aufnahme von Ausbildung oder Beschäftigung nach spätestens drei Monaten Aufenthalt in Deutschland erteilen

 

  • Zeitarbeitsverhältnisse für Flüchtlinge mit Erlangung der Beschäftigungserlaubnis zulassen.

 

  • Flüchtlinge in die generell geltenden Ausnahmeregelungen für Langzeitarbeitslose vom Mindestlohn einbeziehen

 

Asylverfahren zügig abschließen!

Die skizzierten Maßnahmen fordern die Integrationskapazitäten unserer Gesellschaft auf das Äußerste. Umso wichtiger sind die rasche Prüfung der Asylanträge und die in allen Bundesländern gesicherte zeitnahe Abschiebung abgelehnter Bewerber. Denn letztlich kann Deutschland nur durch eine Konzentration auf die wirklich Verfolgten seine große Aufgabe bewältigen: Die Integration der Zuwanderer in Arbeit und Gesellschaft, ohne die Grenzen der eigenen Belastbarkeit zu überschreiten.

 

 

 

Lesen Sie den vollständigen Integrationskatalog des Wirtschaftsrats und folgen Sie diesem Link.