01. März 2017
"Politik für Morgen statt Geschenke für Gestern"- Junger Wirtschaftstag in Berlin
In Berlin sind rund 100 Mitglieder und Gäste zum 13. Jungen Wirtschaftstag des Jungen Wirtschaftsrates zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Generationengerechtigkeit.

In Berlin sind rund 100 Mitglieder und Gäste zum 13. Jungen Wirtschaftstag des Jungen Wirtschaftsrates zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand dabei das Thema Generationengerechtigkeit. Die innovative Gestaltung politischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist notwendig und muss auch die Bedürfnisse der jungen Generation beachten.

 

Der bisherige Bundesvorsitzende Dr. Alexander Bode eröffnete zum letzten Mal nach zwei Jahren den Jungen Wirtschaftstag und präsentierte ein umfassendes Positionspapier für eine innovationsfreundliche Regulierung: „Unsere Gesetze und die Art und Weise, wie unser Rechtsrahmen gestaltet wird, stellen sich gerade in innovativen Unternehmen als Wachstumsbremse dar“, mahnt Alexander Bode.

 

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, forderte die Mitglieder des Jungen Wirtschaftsrats auf, sich selbstbewusst zu engagieren und sich in den für die junge Generation wichtigen Themen Gehör zu verschaffen. Darunter fielen die Digitale Agenda, die Flüchtlingskrise, die verfehlte Rentenpolitik und die endlose Griechenlandkrise.

 

Prof. Hans Helmut Schetter, Vizepräsident des Wirtschaftsrats, verlangte von der Politik mehr Weitsicht und ein Engagement für bürgerliche Mehrheiten.  Die Union, so Schetter, müsse sich von einem denkbaren Linksbündnis klar abgrenzen und gleichzeitig mit klaren Positionen aus dem Reservoir der Nicht- und AfD-Wähler die notwendigen Prozentpunkte zurückzuholen. Mit einem vorauseilenden Kompromissmodus  - etwa in Voraussicht auf eine Schwarz-Grüne Koalition - kann die Union nicht mobilisieren.

 

Zu den Themen „Zukunftsfähigkeit von Unternehmen“ sowie „Junge Wirtschaftspolitik in der Bundestagswahl 2017“ fanden zwei Podien statt.

 

Christian Vollmann, Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Startups, rief in seiner Keynote dazu auf, den Gründer-Standort Deutschland zu stärken. Der Wirtschaftsrat fordert hierzu:

  • Schaffung eines funktionierenden Ökosystems für Startups. Denn besonders der Bürokratieaufwand macht ihnen zu schaffen.
  • Staatliche Gründungsförderung unabhängig vom Studienabschluss.

Ein Insolvenzrecht, das auf die Kultur der zweiten Chance sesetzt, damit Gründer schnell ihre Handlungsfähigkeit wiedererlangen. 

 

Das Podium zur Unternehmerkultur war mit Startup-Vertretern, Führungspersönlichkeiten aus großen Unternehmen sowie den Leitern mittelständischer Familienunternehmen besetzt. Hier tauschten sich unter anderem Jan-Menko Grummer, Partner bei Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Professor Rolf Schnellecke, Aufsichtsratsvorsitzender der Schnellecke Group AG & Co. KG und Jens Jennissen, Geschäftsführer und Gründer von Fairr.de, über Unternehmergeist, Gründerkultur und Führungsstrategie aus.

 

Als Keynote-Speaker mit europäischer Perspektive konnte der Junge Wirtschafstrat Alexander Graf Lambsdorff, Vizepräsident des Europäischen Parlamentes, begrüßen.

 

Ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Stimme der jungen Generationen setze das Podium zur Bundestagswahl 2017, auf dem unter anderem Jens Spahn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, und Paul Ziemiak, Bundesvorsitzender der Jungen Union Deutschlands, diskutierten. 

 

Die Themen des Tages rundete Martin Pätzold MdB in seiner Dinner Speech zum Thema „Wirtschaftswunder 4.0“ ab.

 

Der Junge Wirtschaftsrat hat sich auch personell für die nächsten zwei Jahre neu aufgestellt: Auf der Mitgliederversammlung wurde Marcus Ewald zum neuen Bundesvorsitzenden des Jungen Wirtschaftsrates gewählt. „Um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein, muss Deutschland bei Innovationen wieder führend werden. Wir fordern daher von Politik und Wirtschaft, mehr Experimente zu wagen“, kritisierte der neue Bundesvorsitzende. Unterstützt wird er zukünftig durch seine Stellvertreter Jan Brorhilker und Sarah Hagenkötter. 


 


Podium: „Mehr Unternehmen! – Aus der Vergangenheit lernen, Potenziale erkennen und Zukunft jetzt umsetzen“
Podium: „Die Stimme der Jungen Generation stärken! – Perspektiven für die Bundestagswahl 2017“