17. Juni 2021
Aus den Ländern (Berlin-Brandenburg) - Arbeitsmarkt der Zukunft - Wie geht es weiter für den Mittelstand?
Dialog mit Jana Schimke MdB, Mitglied des Vorstandes des Parlamentskreises Mittelstand, CDU/CSU-Fraktion im Bundestag
©jana.schimke.de (Pressebild)

Dialog mit Jana Schimke MdB, Mitglied des Vorstandes des Parlamentskreises Mittelstand, CDU/CSU-Fraktion im Bundestag und Carlos Frischmuth, Leiter Hauptstadtrepräsentanz, Hays AG.

 

Jana Schimke MdB, Mitglied des Vorstandes des Parlamentskreises Mittelstand, thematisierte in ihrem Beitrag die Schäden, welche die deutsche Wirtschaft durch die COVID-19 Pandemie erlitten hat. Gewisse Unternehmensbranchen erlitten starke Einbrüche, die durch den Verlust von Arbeitskräften in Betrieben durch den langen „Lockdown“ und die daraus folgende Kurzarbeit, verschärft worden seien, so die Abgeordnete. Der Einzelhandel und der digitale Handel profitierten jedoch von der Pandemie. Durch Subventionen und hohe Auszahlungen verschiedener Hilfsgelder im Kontext der COVID-19 Krise sei eine gewisse Unsicherheit spürbar. Welche Unternehmen es wirklich durch diese Zeit schaffen werde, müsse man in den kommenden Monaten erst noch sehen.

 

Diese Ungewissheit sei auch unter der jungen Bevölkerung zu spüren. Werden junge Menschen mit der Frage, wie sie ihre Zukunft gestalten möchten, konfrontiert, fehle es ihnen oft an gewissen Perspektiven und Begeisterungen. Die Aufgabe der Politik sei an dieser Stelle, für den Enthusiasmus und die Übermittlung dieser Botschaften zu sorgen. Weiterhin betonte Frau Schimke, dass das zentrale Ziel der Union sei, zusätzliche Belastungen aufzuheben und Vertrauen wiederherzustellen. Die COVID-19-Pandemie sei nur zu überstehen, wenn die Wirtschaft angekurbelt werde.

 

Carlos Frischmuth, Managing Director bei der Hays AG in Berlin, beschäftigte sich in seinem Impuls mit den Entwicklungen am Arbeitsmarkt. Während in den vergangenen Jahren die Anzahl an Erwerbspersonen stetig gestiegen sei, müsse aufgrund des nahenden Renteneintritts geburtenstarker Jahrgänge mit einem starken Rückgang gerechnet werden. Nur mit einer stetigen Zuwanderung und steigenden Erwerbsquoten könne dieser Rückgang abgefedert werden. Dabei müsse man flexible Anreize setzen, um Erwerbspotenziale bestmöglich auszuschöpfen. Flexibilität blieb auch bei einem Blick auf Mitarbeiterpräferenzen ein wichtiges Stichwort. Umfragen zeigten, dass eine gute Work-Life-Balance inzwischen mehr Menschen als besonders wichtig betrachten, als eine gute Bezahlung.