14. September 2021
Aus den Ländern (Nordrhein-Westfalen) - Gesundheit trifft Wirtschaft
Bundesminister Jens Spahn MdB spricht vor dem Wirtschaftsrat in Aachen
v.l.n.r. Annika Fohn, CDU Aachen; Holger Brantin, CDU Aachen; Stephan Jüsten, Präsident, Erholungs-Gesellschaft Aachen; Rudolf Henke MdB; Jens Spahn MdB; Dr. Hans-Dieter Jostarndt; Robert Ellinghoven, Sektionsvorstandsmitglied Aachen (Foto: Wirtschaftsrat)

Selbstbewusst zeigte sich Jens Spahn MdB, Bundesminister für Gesundheit, bei einer Mittagsveranstaltung der Sektion Aachen des Wirtschaftsrates der CDU e.V. „Wir sind gut durch die Krise gekommen.“ Dies sei nicht zuletzt einer guten Politik zu verdanken. Allerdings stünden große Herausforderungen bevor. Sektionssprecher Dr. Hans-Dieter Jostarndt freute sich, den Bundesgesundheitsminister begrüßen zu können und betonte die Wichtigkeit eines offenen, konstruktiven und vertrauensvollen Dialogs, sowohl innerhalb der Wirtschaft als auch zwischen Wirtschaft und Politik. Eine Prognose zur Bundestagswahl gab der ebenfalls an der Diskussion teilnehmende Bundestagsabgeordnete Rudolf Henke.

v.l.n.r. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn; Rudolf Henke MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

Im Fokus der Diskussionsveranstaltung stand die Corona-Pandemie. Alles rund ums Thema Impfen führe in Familien und in Betrieben teils zu kontroversen Diskussionen. Es gäbe Spannungen, die der Ausnahmesituation geschuldet und normal seien. Umso wichtiger sei es, dass aus „Spannungen keine Spaltungen entstehen“, so Spahn. Er sei allerdings überzeugt, dass der Kurs der amtierenden Regierung dafür Sorge, dass es nicht so weit komme. Zudem erklärte der Bundesgesundheitsminister, dass die Impfquote gesteigert werden müsse, aber eine Impfpflicht der falsche Weg wäre.

 

Die Abhängigkeit von China bei Handel und Wirtschaft zu verringern, die Technologieförderung voranzutreiben, die Verwaltung zu digitalisieren, das sind die Ziele für das Jahrzehnt bis 2030, so Spahn weiter. Deutschland sei weiterhin auf eine starke, innovative Industrie angewiesen. „Industrieland bleiben und CO2-neutral werden, das ist möglich“, so Spahn. Nicht mit Verboten, sondern mit Technologie. Das Beispiel der in Deutschland entwickelten mRNA-Impfstoffe zeige, was mit dieser Einstellung möglich ist. Das Fazit des Ministers: „Wir können mit Zuversicht in die 2020er Jahre gehen.“