22. Juni 2017
2. Innovationscafè: Alte Technologie im neuen Gewand - Guss
Im ICM-Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. drehte sich alles um das Thema Gusstechnologie - Mitglieder der Sektion Chemnitz waren dabei!
Dass die Gusstechnologie noch lange nicht abgeschrieben werden darf, erfuhren die Gäste, darunter auch Mitglieder des Wirtschaftsrates zu einer überaus anregenden und fachlich hochklassischen Veranstaltung im ICM, inklusive eines Firmen-Rundganges.
(Foto: Wirtschaftsrat)

Nach einer kurzen Vorstellung des ICM und Darlegung der Bandbreite dessen Leistungen "von der Produktionstechnik bis zu Leiterplatten inkl. Forschung und Entwicklung", wurde ins Thema "Guss" eingestiegen. Das Unternehmen L+S Präzisionguß GmbH, dass u.a. Bauteile für den ICE 4 herstellt, veranschaulichte, welches "Multitalent für extreme Beanspruchungen", wie Hitze, Kälte, Säuren, Laugen, Abschleifen, Vibration, Stoß und Schlag, gegossener Leichtbau aus Stahl ist. Das Unternehmen ExOne GmbH ging insbesondere auf die Bedeutung der 3D-Drucktechnologie für die Gussindustrie ein und legte dar, wie bei komplexen Konstruktionen hohe Festigkeiten bei Materialreduktion erreicht werden können. Die Gäste konnten dabei haptisch erfahren, wie sich ein 3D-Druckteil aus Quarzsand anfühlt und welch dünne Wandstärken mit dieser Technologie möglich werden. Eine Art "Technologiewettstreit" zwischen Alu-Schweißteil und Stahl-Gussteil veranschaulichte das ICM an seinem Projekt "dreirädriges Elektrofahrzeug", konkret an der Schwinge des Vorderrades. Intensive Forschungen und Entwicklungen führten das Gussteil immer weiter an das Alu-Teil heran und verminderten die "kritischen Stellen", insbesondere was das Gewicht anbelangt.

(Foto: Wirtschaftsrat)

Zur Auflockerung kamen die Gäste in den Genuss einer besonderen Kaffeepause. Die carl.coffee GmbH hat mietbare Kaffeeautomaten im Programm. Diese malen den Kaffee in spezifischen Malstufen, je nach gewünschtem Endprodukt (Milchkaffee, Espresso...), wovon auch Kostproben genommen werden konnten. Nebenbei konnte man erfahren, dass Kaffee nach Öl die zweitmeist gehandelte Ware an der Börse ist und dass das Unternehmen nur Kaffee von Röstereien aus der Region verwendet.
Zum Abschluss erfuhr das Publikum noch etwas über die Technologie-Förderprogramme (insbesondere Programme der SAB, F&E-Förderung, wie ZIM, INNO-KOM-OST, BMBF-Förderung, KMU-innovativ etc.), wobei das ICM technologieorientierte Unternehmen auch bei deren Beantragung unterstützt. Das alles wurde anhand erfolgreicher Fördermittelabrufe veranschaulicht. Mit einem Firmenrundgang, gespickt mit technisch wertvollen Informationen, endete die Fachveranstaltung von ICM und der Sektion Chemnitz. Wir sind gespannt, welches Thema beim 3. Innovationscafé erneut eine interessierte Zuhörerschaft anziehen wird.