07. Oktober 2014
20. Weimarer Wirtschaftsgespräch und Delegiertenversammlung
mit Christine Lieberknecht, Dr. Thomas Schäfer und Bernd Hilder als Redner
Im Anschluss an die turnusmäßige Mitgliederversammlung, in diesem Jahr 2014 mit der Wahl des Landesvorstandes fanden im Beisein von etwa 130 Mitgliedern und Gästen die 20. Weimarer Wirtschaftsgespräche mit Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht statt. Unter dem aktuellen Thema „Thüringen politisch und wirtschaftlich am Scheideweg?!“ war die Jubiläumsveranstaltung auch geprägt von den ausstehenden Koalitionsentscheidungen.

In ihrem Grußwort untermauerte Lieberknecht mit Fakten die erarbeitete, eindrucksvolle Situation in Thüringens Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt im Freistaat. Als Herausforderung der Zukunft im Freistaat markierte sie die zunehmende doppelte Knappheit der Ressourcen Erwerbstätige und Finanzen.

 

Den Ball der aktuell in Thüringen möglichen Koalitionen nahm Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in seinem Vortrag „Erfahrungen und wirtschaftliche Impulse aus der schwarz/grünen Koalition in Hessen“ auf, zog ein positives Fazit des ersten Koalitionsjahres und ermunterte, auch in Thüringen bisher unvorstellbare Wege zu denken und mit Rationalität und Sachlichkeit zu beschreiten.

 

Politisch neutral und schonungslos kommentierte Journalist Bernd Hilder, Chefredakteur der Thüringischen Landeszeitung, Ergebnisse und Handeln der politischen Akteure und formulierte daraus klare Hausaufgaben auch für den Wirtschaftsrat. Es gelte, die frühere Wirtschaftsnähe wieder von der CDU einzufordern.

 

Die von seinem Vorredner wie in einem Forderungskatalog gezeichneten Aktionsfelder musste Mihajlo Kolakovic in seinem Schlusswort dann nur noch in puncto Forderungen an die verantwortlichen Bildungspolitiker ergänzen. Ansonsten deckten sich Hilders Beobachtungen und Anregungen mit den Inhalten und Forderungen des aktuellen Grundsatz- und Positionspapiers des Thüringer Landesverbandes im Wirtschaftsrat der CDU e. V.

 

Auswirkungen eines Machtwechsels auf die Zusammenarbeit mit den dann politisch Verantwortlichen kommentierte Kolakovic im Abschluss warnend: „Ein Fortführen der Politik unter dem Primat der sozialen Marktwirtschaft kann ich mir mit der SPD nur sehr bedingt und mit der Linken überhaupt nicht vorstellen. Ein Regierungswechsel wird Thüringen mittelfristig seine hart erarbeiteten Spitzenplätze, insbesondere im Bildungsbereich sowie bei der Beschäftigungsquote und der Wirtschaftsstärke kosten. Denn das sind alles die Ergebnisse einer kontinuierlichen konservativen Politik!“

20. Weimarer Wirtschaftsgespräch mit Delegiertenversammlung und Vorstandswahl
v.l.n.r. Dr. Sebastian Dette, Jörg Geibert, Bernd Hilder, Christine Lieberknecht, Mihajlo Kolakovic, Dr. Thomas Schäfer
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