12. September 2011
„Öffentlich-rechtliche Partnerschaften: Chancen für Staat und Unternehmen“
Das Bestreben nach mehr Wirtschaftlichkeit in Städten und Gemeinden fordert zu einem Umdenken in der öffentlichen Verwaltung. Kostenreduzierung durch Aufgabenverlagerung sei eine Möglichkeit, so Dirk Buttler, Rechtsanwalt und Leiter von Government Services bei arvato direct services GmbH im Gespräch mit den Mitgliedern und Gästen der Sektion Herford.
v.l.n.r. Dirk Buttler; Dr. Bogislav von Zitzewitz, Sprecher der Sektion Herford (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Mobilisierung privaten Kapitals und Fachwissens zur Erfüllung staatlicher Aufgaben müsse genau abgestimmt werden mit den Möglichkeiten und Zielen von Unternehmen und öffentlicher Hand. Beachtenswert sei, dass 80 Prozent der Aufträge zwischen mittelständischen Unternehmen und den kommunalen Einrichtungen geschlossen würden. Dabei würden hier wiederum 80 Prozent im Bauvolumen und 20 Prozent im Dienstleistungssektor zu finden seien, erläuterte Buttler.

 

Gerade Verwaltungen seien durch den demographischen Wandel beeinträchtigt - qualifiziertes Personal sei nur schwer zu finden. Eine Entscheidung für oder gegen PPP-Modelle sollte wohlüberlegt sein und kritisch geprüft werden. Nicht jede Aufgabenstellung eigne sich für dieses Modell. Innovationen und mehr Wettbewerb fördern eine kontinuierliche Weiterentwicklung und damit einhergehend eine Qualitätssteigerung für den Bürger und den Staat. Das Vertrauen in das Fachwissen der Untenehmen und eine effektive Zusammenarbeit entlasteten somit den öffentlichen Bereich und den Bürger, sagte Buttler.