07. Oktober 2011
„Ohne Flughafen ist der Standort gefährdet“
Plädoyer für den Flughafen Paderborn/Lippstadt

„In einer globalen Wirtschaft brauchen wir als Unternehmer einen nahegelegenen Flughafen. Große Teile unserer Märkte anders nicht erreichbar, um mit einem guten Serviceangebot gegenüber den Mitbewerbern aus Billiglohnländern bestehen zu können“, leitete Dr. Marc Zoellner, Geschäftsführender Gesellschafter der Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH, die Tagung des Wirtschaftsrates ein.
v.l.n.r. Dr. Marc Zöllner, Sektionssprecher Hochsauerlandkreis; Dr. Karl Schneider, Landrat Hochsauerlandkreis; Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB; Rolf Horstschäfer, Prokurist/ Kaufmännsicher Leiter Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

Bei Geschäftsflügen gehe es immer stärker darum, dass die Spezialisten aus den Unternehmen schnell zu ihren Kunden kämen. Der Flughafen sei für die Betriebe das Tor in die globale Wirtschaft und sichere den Standort sowie zahlreiche Arbeitsplätze. Dr. Marc Zöllner steht nicht nur dem Wirtschaftsrat im Hochsauerland vor, sondern ist zudem Landes- und Bundesvorstandsmitglied des unternehmerischen Berufsverbandes.

In einer spannenden Diskussionsrunde mit Dr. Karl Schneider, Landrat des Hochsauerlandkreises und in dieser Funktion zugleich Mitglied des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft, Rolf Horstschäfer, Prokurist und Kaufmännischer Leiter der Flughafen Paderborn/Lippstadt GmbH und dem Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Patrick Sensburg diskutieren 40 Unternehmer der Region über die Bedeutung des Flughafens für den Wirtschaftsraum.

Dr. Schneider unterstrich, dass sich die Rahmenbedingungen für den Flughafen in den letzten Jahren verschlechtert hätten. Hohe Investitionskosten, aber auch eine Verschärfung der Wettbewerbssituation durch den Bau des Flughafens Kassel führten zu Verlusten und machten eine strategische Neuausrichtung notwendig. Deutlich sei ihm, so Schneider weiter, dass die regionale Wirtschaft den Flughafen dringend benötige.

Der Airport sei nicht nur ein wichtiger Standortfaktor, sondern darüber hinaus auch ein ebenso bedeutendes Unternehmer für die Region. Mit über 350 Mitarbeitern und weiteren 600 bis 700 Beschäftigten im ummittelbaren Umfeld des Flugbetriebes sei der Flughafen auch ein wichtiger Arbeitgeber, erklärte Horstschäfer.


Auch der CDU-Politiker, Prof. Sensburg, legte ein klares Bekenntnis zum Flughafen ab. Er sei für die weitere positive Entwicklung der mittelständischen Unternehmen im Hochsauerlandkreis notwendig. Die Perspektiven seien gut, weil sich der Flugverkehr bis 2025 verdoppeln werde. Ergänzend zu Geschäftsflügen sah Prof. Sensburg auch Potentiale im Segment der Ferienflieger.