28. Oktober 2012
Deutsch-Russischer Wirtschaftsaustausch
Delegationsreise des Jungen Wirtschaftsrates vom 24. - 27. Oktober 2012 nach Kaliningrad (ehemals Königsberg)
Die Delegationsreise des Jungen Wirtschaftsrates nach Königsberg hat eine ganze Reihe wertvoller Erkenntnisse und interessanter Erfahrungen mit sich gebracht. An dieser Stelle hervorzuheben ist das exzellent arbeitende Hansebuero-Kaliningrad/Schleswig-Holstein mit seiner hervorragend vernetzten russischen Direktorin Tatjana Pavlova, deren Vorbereitung maßgeblich zu dieser erfolgreichen Delegationsreise beigetragen hat. Die nach dem Wechsel der Trägerschaft im letzten Jahr übernommene Unterstützung durch das Land und die Industrie- und Handelskammer zu Schleswig-Holstein sollte demnach unbedingt aufrecht erhalten werden. Die Verbindung zu dieser Partnerregion Schleswig-Holsteins bietet nach dem Eindruck der Delegationsteilnehmer eine Reihe wirtschaftlich interessanter Kooperationsmöglichkeiten, die sich in der Verbindung der russischen Ressourcenpotentiale und dem deutschem Know-how gut entwickeln lassen. Dabei ist zu beachten – und auch das gehört zu den Eindrücken – daß ohne Unterstützung durch erfahrene Ansprechpartner und Rückendeckung durch russische Autoritäten die Investitionsrisiken deutlich höher liegen.
Die Delegation des Jungen Wirtschaftsrates in Kaliningrad

Insofern können Schleswig-Holsteinische Unternehmen derzeit besondere Wettbewerbsvorteile in Anspruch nehmen, die dadurch erhärtet werden, daß das Verhältnis zu den unmittelbaren Nachbarn der russischen Exklave nicht durchweg spannungsfrei sind und die Kaliningrader das übernommene kulturelle Erbe nicht nur als touristisches Potential wertschätzen. Zudem lag das Niveau der Gespräche mit russischen Partnern und auch die erkennbare Dynamik in der Stadt deutlich über den Erwartungen der Teilnehmer und wurde durch die kürzliche Entscheidung, daß die Stadt Kaliningrad Austragungsort für die Fußballweltmeisterschaft 2018 wird, noch beflügelt. Letzteres verlangt den Aufbau eines funktionierenden Abfallwirtschaftssystems sowie auch eine Klärung der Abwasser, die bisher ungeklärt in die Kurische Nehrung eingeleitet werden. Zum weiteren Erfahrungsaustausch über neue Techniken wurde die russische Seite zu einem Gegenbesuch eingeladen.

Die Reise wird den Teilnehmern in guter Erinnerung bleiben dürften, da sie zwischen den Delegationsteilnehmern zu netten Bekannt- und Freundschaften geführt hat, so daß sich alle Teilnehmer auf ein Wiedersehen freuen.