20. Februar 2017
3. Digitalisierungskonferenz - Herausforderung Wirtschaft 4.0 - Chancen, Pflichten, Risiken?!
Chancen und Risiken durch Digitalisierung in allen Branchen
v.l.n.r. Gerhard Oppenhorst, Geschäftsführer, ESC GbR, Halle/Saale, Vorstandsmitglied Cluster IT Mitteldeutschland e.V. und Mitglied der LFK Internet und Digitale Wirtschaft, Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt, Peter Löbus, Stabsstellenleiter Alternative Versorgungen, AOK Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der LFK Gesundheitswirtschaft, Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt, Steffen Burchhard, Landrat Jerichower Land, Dr. Michael Wandersleb, Geschäftsführer, Kommunale Informationsdienste Magdeburg GmbH (KID), Vorstandsvorsitzender Kommunale IT-UNION eG, Dr. Michael Moeskes, Rechtsanwalt, Rechtsanwälte am Dom, Magdeburg und Landesvorsitzender, Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesvorstandes, Sirko Scheffler, Landesvorstandsmitglied und Vorsitzender der LFK Internet und Digitale Wirtschaft, Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt und Geschäftsführer, brain-SCC GmbH, Jens Hennicke, Techniker Krankenkasse, Leiter der Landesvertretung Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesvorstandes Wirtschaftsrat Deutschland, Mitglied des Landesvorstandes und der LFK Gesundheitswirtschaft, Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt, Dr. Harald v. Bose, Landesbeauftragter für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, Klemens Gutmann, Präsident, Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalt e.V. (AWSA), Vorstandsmitglied Cluster IT Mitteldeutschland e.V., Geschäftsführer regiocom GmbH, Prof. Dr. Andre Döring, Dekan FB WIW, Hochschule Merseburg und Direktor, Institut für angewandte Informationssicherheit (iFAiS), Leipzig

Unter dem Motto „Herausforderung Wirtschaft 4.0 - Chancen, Pflichten, Risiken“ richtete der Wirtschaftsrat Sachsen-Anhalt und der Cluster IT Mitteldeutschland e. V. in enger Kooperation mit dem Landesbeauftragten für den Datenschutz Sachsen-Anhalt, den Kammern des Landes und der Hochschule Merseburg die Veranstaltung aus. Die Konferenz fand in Magdeburg in den Räumen der Kommunale Informationsdienste (KID) Magdeburg GmbH statt.Mit dem Event wurde die im Jahr 2016 begonnene Veranstaltungsreihe fortgesetzt, die den regelmäßigen direkten Austausch von Unternehmen mit Politik, Verbänden, Kammern und anderen bedeutenden an der Digitalisierung in Sachsen-Anhalt beteiligten Einrichtungen ermöglicht. Folgende Themen standen dabei auf der Agenda:Der Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung Prof. Dr. Armin Willingmann eröffnete die Veranstaltung mit einer deutlichen Botschaft an die rund 100 Teilnehmer aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft: In Sachen Digitalisierung wird er sich nicht aufhalten mit Aufarbeitung von Versäumnissen vergangener Jahre sondern vorangehen. Er mache sich die Worte des VITM-Vorsitzenden Langhof zu eigen: "Klein - schnell - digital!". Mit der Fertigstellung der digitalen Agenda und der folgenden Umsetzung von Best Practice ist also bald zu rechnen. Mit seiner Würdigung des Clusters IT-Mitteldeutschland als dem Who-is-Who aus Informationstechnik und -Wissenschaft ist zu hoffen, dass er dem Vorschlag folgt, die Kompetenz durch die Einrichtung eines Beirats für die Umsetzung der Digitalen Agenda zu stärken.Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Dr. Harald von Bose drang darauf, mit den anstehenden Änderungen der EU-Datenschutz-Grundverordnung "Privacy by Design" ernst zu nehmen und die Datensparsamkeit auch als Chance bei der Gestaltung von Geschäftsmodellen und -Prozessen zu verstehen. Der Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse Sachsen-Anhalt, Jens Hennicke, überraschte damit, dass die TK die Daten Ihrer Modernen App-Angebote künftig vollständig von ihren Versicherten reglementieren lassen will und sogar die Daten nicht mehr selbst verwaltet. Anschließend an die Fachvorträge konnten in einem Podium mit Minister Prof. Dr. Armin Willingmann, Dr. Harald von Bose, Jens Hennicke, Klemens Gutmann und Nils Sandvoss offengebliebene und weiterführende Fragen geklärt werden. Dabei kam es zu einer regen Beteiligung durch das anwesende Publikum.

Nachfolgend stellte Christoph Strehlow, Geschäftsführer der Strehlow GmbH in Magdeburg, sein „Sanitätshaus 4.0“ und dahingehend die neuesten Entwicklungen vor. Der Beigeordnete für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit Rainer Nitsche schloss sich mit seinem Vortrag „Die Digitalisierung ist ein Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung“ an. Mit der „Gesundheitswirtschaft 4.0 – Welche neuen Möglichkeiten gibt es?“ brachte Peter Löbus, seines Zeichens Stabsstellenleiter Alternative Versorgungen in der AOK Sachsen-Anhalt sowie Vorsitzender der Landesfachkommission Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsrates Sachsen-Anhalt, die Anwesenden auf den neuesten Stand. Fagus Pauly von der HM Informatik AG und Vorsitzender der Landesfachkommission des Wirtschaftsrates Thüringen informierte im Anschluss darüber „Wie Unternehmen ihre Prozesse digitalisieren“. Im folgenden Podium konnten auch hier wieder Fragen aus dem Publikum vertieft und besprochen werden.Im letzten Block des informativen Tages begann Prof. Dr. Andre Döring, Dekan an der FB WIW der Hochschule Merseburg und Direktor des Instituts für angewandte Informationssicherheit in Leipzig mit „Digitale Selbstverantwortung – die neue Form der digitalen Selbstverteidigung“. Ihm folgte Marc Heitmann, Head of Cyber-Risk Practice Marsh GmbH mit Informationen zu „Cyber-Risiken und Datensicherheit – Haftung, Schadenbeispiele & Risikomanagement“. Zu den rechtlichen Belangen gab Dr. Michael Moeskes, Rechtsanwalt und Landesvorsitzender  des Wirtschaftsrates Sachsen-Anhalt und Mitglied des Bundesvorstandes in seinem Vortrag „Datenschutzfälle haben Urheberrechtsstreitigkeiten überholt?!“ einen fachlichen Überblick. Danach informierte Gerhard Oppenhorst, Geschäftsführer der ESC GbR, Vorstandsmitglied im Cluster IT Mitteldeutschland e.V. und Mitglied der Landesfachkommission Internet und Digitale Wirtschaft des Wirtschafsrates Sachsen-Anhalt über „IT-Sicherheit – kleines oder großes ‚Programm‘?“. Zum Schluss entließ Carsten Nock, Referatsleiter beim Landesbeauftragten für Datenschutz in Sachsen-Anhalt mit den „Anforderungen des Datenschutzes – Was wird neu?“. Auch hier schloss sich ein Podium für offengebliebene und tiergehende Fragestellungen an.Beim Abschlusspodium fassten Sirko Scheffler, Dr. Harald von Bose und Gerhard Oppenhorst die Erkenntnisse des Tages zusammen und gaben einen Ausblick auf zukünftige Entwicklungen sowie auftretende Fragen und Anforderungen.Zusätzlich zum Fachprogramm bot die Digitalisierungskonferenz fast acht Stunden die Möglichkeit zu Netzwerkaktivitäten untereinander.Für den Herbst ist eine Folgekonferenz geplant.

Impressionen 3. Digitalisierungskonferenz
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