01. September 2011
3. Norddeutscher Wirtschaftstag 2011
„Hanseregion: Innovation, Wachstum und Wohlstand“

Die Globalisierung, die immer engere Verflechtung des Europäischen Wirtschaftsraumes und ein bevorstehender Wandel in der deutschen Energiepolitik bieten der deutschen Nordregion große wirtschaftliche Chancen, schaffen aber auch erhebliche Herausforderungen für die beteiligten Landesverbände des Wirtschaftsrates Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig–Holstein und Mecklenburg-Vorpommern.

 

Im Standortwettbewerb um wachsende Produktions- und Dienstleistungsfunktionen der Wirtschaft geben herausragende Standortfaktoren den wesentlichen Ausschlag. Diejenigen Regionen werden im Standortwettbewerb erfolgreich sein, die in der Lage sein werden, ihre Strukturen, Organisationen und Handlungsfähigkeiten den neuen und wachsenden Anforderungen gegenüber professionell und dynamisch weiterzuentwickeln.

 

Der Regionenwettbewerb zieht zwangsläufig regionale Veränderungen der Wirtschaftskraft und des Arbeitsmarktes nach sich. Auf der europäischen Landkarte entstehen damit neue „Gefälleachsen“ zu Metropolräumen mit Gewinnern und Verlierern. Bedeutsam werden dabei besonders neue Bildungs- und Fähigkeitsstrukturen mit Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, das Ansiedlungsverhalten der Unternehmen und die soziale Stabilität. Die Dynamik der Veränderungsprozesse wird sich in Zukunft erhöhen und damit auch die Chancen derjenigen Regionen, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben.

Impressionen
Foto: Rainer Cordes
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Die Ausgangslage für überdurchschnittliches wirtschaftliches Wachstum in der Nordregion ist wegen der günstigen wirtschaftsgeographischen Lage an der deutschen Nord- und Ostseeküste gut. Norddeutschland kann eine bedeutende wirtschaftliche Brückenfunktion einnehmen und eine wichtige Rolle im Bezug auf unsere Nachbarn in Skandinavien, Benelux und dem Ostseeraum spielen. Es müssen jedoch erhebliche Anstrengungen in Wirtschaft und Politik unternommen werden, um diese Möglichkeiten auch zu realisieren. Hier setzt der Norddeutsche Wirtschaftstag an. Die Nordregion wird nur Erfolg haben, wenn sie zu einem koordinierten, energischen und durchdachten gemeinsamen Handeln in den entscheidenden wirtschafts- und wissenschaftspolitischen Bereichen findet. Vernetzung ist hier innerhalb der Nordregion, aber auch mit unseren Nachbarn, gefragt.

 

Der Norddeutsche Wirtschaftstag will dazu beitragen, die politische und institutionelle Zersplitterung Norddeutschlands pragmatisch, durch Einbeziehung der relevanten Entscheider in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu überwinden. Wo dies nicht geht, zu neutralisieren, oder am besten: in einen regionalen Vorteil verwandeln. Es geht uns um die Etablierung eines intelligenten Prozesses ohne festgelegte Wege. Entscheidend ist der Erfolg.

 

Die beteiligten fünf Landesverbände des Wirtschaftsrates, Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig–Holstein und Mecklenburg–Vorpommern, haben deshalb drei Themenbereiche erarbeitet, in welchen gemeinsames Handeln in der Nordregion besonders erfolgversprechend und wirtschaftlich nachhaltig ist: Podium I: Häfen - Logistik – Infrastruktur: Norddeutschland als logistisches Drehkreuz in Europa – Wirtschaftliche Wachstumschancen durch den Ausbau einer leistungsfähigen Infrastruktur nutzen, Podium II: Energiepolitik: Norddeutschland – Zentrum der regenerativen Energien – Chancen und Herausforderungen für die norddeutsche Wirtschaft und Podium III: Bildungspolitik: Wirtschaft global - Bildung föderal! Innovationen für Norddeutschland? Diese Themen wurden mit hochkarätigen Vorbereitungsgruppen professionell erarbeitet und in Form einer Podiumsdiskussion für die knapp 400 Teilnehmer des Norddeutschen Wirtschaftstages erlebbar.

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Mecklenburg-Vorpommern
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