18. Mai 2011
Hauptstadtfrühstück
30 Prozent der Wählerstimmen - Utopie?

Ulrich Deppendorf Chefredakteur, ARD-Hauptstadtstudio Berlin über Volatilität der Wähler, Politikverdrossenheit und die Symbiose von Politik und Medien.

Ulrich Deppendorf beschrieb in seinen Ausführungen die Vielfältigkeit und Auswirkungen der deutlich gestiegenen Anforderungen an Politik und Medien seitens der Bürger und kritisierte die zunehmende Fokussierung auf die privaten Lebensumstände der politisch Agierenden sowie einen Mangel an in den Medien ausgetragenen Sachauseinandersetzungen.

Der Prozess der Willensbildung sei geprägt durch Politikverdrossenheit, mangelnde Aufklärung bei Grundsatzentscheidungen, abnehmende Differenzierbarkeit der Parteien und die Schnelllebigkeit der Berichterstattung. Deutlich über 30% der Wählerstimmen auf eine Partei zu vereinen hält Ulrich Deppendorf angesichts einer nie da gewesenen Volatilität der Wähler und dem Zerfall klassischer Wählerstrukturen für schwer realisierbar.

Impressionen der Veranstaltung
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