08. Juli 2020
"Synthetische Kraftstoffe nach vorne bringen"
Oliver Luksic MdB, FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag, Gastredner des Wirtschaftsrates Niedersachsen
Insbesondere die Automobilindustrie ist für das Bundesland Niedersachsen von zentraler Bedeutung. Durch die massiven wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie hat sich der Absatzmarkt von Privat- und Nutzfahrzeugen noch nicht stabilisiert. Über die aktuelle Situation des Fahrzeugbaus zu diskutieren, sprachen die Mitglieder der Landesfachkommission Mobilität, Verkehr und Infrastruktur mit dem Bundespolitiker Oliver Luksic
Oliver Luksic MdB, FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag. (Quelle: www.liberale.de)

Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden der Landesfachkommission Mobilität, Verkehr und Infrastruktur des Wirtschaftsrates Niedersachsen, Gero Schulze Isfort, berichtete Oliver Luksic MdB, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, über die derzeitigen Herausforderungen der deutschen Automobilindustrie. Bereits vor der Corona-Krise stand es um diese Branche nicht zum Besten, so Luksic. Deutschland sei zwar weit vorn im Bereich der Forschung hinsichtlich von Digitalisierung und vernetzem Fahren, dennoch seien Unternehmen wie Tesla wesentlich weiter. Die derzeitige Krise hat die Situation noch einmal entscheidend verschlechtert. Zwar liefe die Produktion wieder an, die Nachfrage sei jedoch global eingebrochen. Wann sich diese wieder normalisiere, hänge stark von dem Vertrauen der Menschen ab und diese wiederum von dem weiteren Verlauf des Infektionsgeschehens und der  Wirtschaft des jeweiligen Landes. Grundsätzlich belastend seien die Verordnung von europäischer Seite, dabei vor allem die CO2-Regelungen. Auch sieht der FDP-Abgeordnete wenig Nutzen in den Kaufprämien für Elektroautos, wie sie die Bundesregierung in ihrem Konjunkturpaket angekündigt hat. Ziel sollte es vielmehr sein, synthetische Kraftstoffe nach vorne zu bringen. Im weiteren Verlauf diskutierten die Mitglieder und Gäste der Landesfachkommission vor allem über erneuerbare und synthetische Kraftstoffe. Dabei waren sich alle Beteiligten einig, dass es hierbei vor allem auch an einer ausreichenden Infrastruktur fehle. So existierten bisher nur 80 Wasserstofftankstellen in Deutschland. Ferner sprachen sie auch über den Umgang anderer europäischer Staaten mit den Umgang neuer Antriebsformen und über die Zukunft der deutschen Automobilindustrie.

 

Wir danken Herrn Oliver Luksic MdB für die sehr interessante Diskussion.

 

Kontakt
Jette Grimm                    Junior-Referentin
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Niedersachsen
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