19. Juni 2012
Die Zukunft der Städte beginnt heute
Wirtschaftsrat der CDU in NRW bei der RWTH Tagung Redevelopment
Fachleute aus Kommunen, Unternehmen, Hochschulen und Beratungsagenturen diskutierten zwei Tage lang auf dem Welterbe Zollverein, wie Stadtentwicklung in Zeiten angespannter öffentlicher Haushalte erfolgreich zu realisieren ist. Die RWTH Tagung „Redevelopment - Die zweite Zukunft“ stellte die Frage „Wer finanziert und gestaltet den Wandel der Städte?“ zur Diskussion. Der Wirtschaftsrat der CDU bezog Position, vertreten durch die Vorsitzende der NRW-Landesfachkommission „Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung“ Anné Schwarzkopf.
v.l.n.r.: Stefan Heselschwerdt, Geschäftsführer Drees & Sommer NRW; Anné Schwarzkopf, Vorsitzende NRW-Landesfachkommission; Dr. Bernhard Hauke, Geschäftsführer bauforumstahl e.V. (Foto: ANNÉ SCHWARZKOPF COMMUNICATIONS GMBH & CO. KG)

„Wir treten für eine ressourceneffiziente Immobilienwirtschaft ein und fordern hierfür verbindliche steuerliche Förderung und sind gegen eine weitere Verschärfung des energetischen Ordnungsrechts“, so die Vorsitzende der NRW-Landesfachkommission „Immobilienwirtschaft und Stadtentwicklung“ Anné Schwarzkopf. Am Stand des Wirtschaftsrats konnten sich die Teilnehmer der Tagung über dessen Engagement für Ressourceneffizienz in der Immobilienwirtschaft informieren. Ein Thema, das in der Stadtentwicklung von immenser Bedeutung ist und allen Beteiligten viel abverlangt.

 

„Nachhaltige und umweltverträgliche Lösungen, die gleichzeitig risikoarme und rentable Investitionsmöglichkeiten bieten – das ist ein Anspruch, der nicht leicht umzusetzen ist“, betonte Prof. Kunibert Wachten, Leiter des Lehrstuhls und Instituts für Städtebau und Landesplanung an der RWTH und Initiator der Tagung.

 

Staatssekretär a.D. Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup bezeichnete seinerseits im Rahmen der Eröffnungsdiskussion die Energiewende als „die große Integrationsaufgabe der Stadtentwicklung“. Hierauf, so der Stadtentwickler, sei auch die europäische Förderpolitik ausgerichtet, die künftig eine größere Rolle in der Finanzierung der Stadtentwicklung spielen wird. Die Europäische Union will zwischen 2014 und 2020 mindestens zehn bis 15 Milliarden Euro für europäische Städte bereitstellen. Damit werden nicht nur die Mittel für die Stadtentwicklung signifikant erhöht. „Die EU stärkt in ihrer Strategie ‚Europa 2020‘ auch deutlich die Entscheidungshoheit der Kommunen bezüglich der Verwaltung dieser Mittel“, betonte Lütke Daldrup.

 

Auf Podiumsdiskussionen und Vorträge zur Finanzierung und Mittelverwendung in der Stadtentwicklung folgten am zweiten Tag des Kongresses praktische Beispiele eines erfolgreichen Re-Development: Kreative Wege in der effizienten Ressourcennutzung geht das „Kreativ.Quartier Lohberg“ in Dinslaken, das in einer von insgesamt vier Arbeitsgruppen vorgestellt und diskutiert wurde. Anné Schwarzkopf moderierte die Runde.

 

Die Projektleiter Bernd Lohse, RAG Montan Immobilien GmbH, und Ruth Reuter, Stadt Dinslaken, stellten ihre Niedrigenergie-Strategie in der Umnutzung des Zechengeländes vor, auf dem ab 2005 die Kohleförderung eingestellt wurde. Demnach wird das Grubengas künftig Teile des Stadtquartiers versorgen, gestützt durch Biogas, Sonnen- und Windenergie.

 

„Die intelligente Nutzung der vorhandenen Ressourcen im Re-Development, wie sie in Lohberg realisiert wird, ist ein wichtiger Beitrag zu einer ressourcenschonenden Immobilienwirtschaft, die für die Zukunft unserer Städte von so großer Bedeutung ist“, resümierte Anné Schwarzkopf.