28. Februar 2012
Junger Wirtschaftsrat nimmt Einblick in die Welt der Chemie
Zu Besuch bei der LANXESS AG und im Chempark Leverkusen
Leverkusen. Im Zentrum der chemischen Industrie in Nordrhein-Westfalen konnten zahlreiche Vetreter des jungen Wirtschaftsrates und der Sektion Köln sich jetzt ein Bild machen von der Bedeutung und den Herausforderungen des Chemiestandortes.

(Foto: Wirtschaftsrat)

Mit über 30.000 Beschäftigten und mehr als 5.000 produzierten Chemikalien zählt Leverkusen zu den vielseitigsten Chemiestandorten weltweit und ist zugleich Stammsitz der LANXESS AG. Der Spezialchemie-Konzern gehört mit einem Umsatz von mehr als 7 Milliarden Euro als Global Player zu den führenden Unternehmen der chemischen Industrie.

 

Dr. Bernd Kaletta, Leiter Environmental Policy, sowie Dr. Silke Jansen, Leiterin Public Affairs, hießen die Gruppe in der LANXESS Konzernzentrale willkommen und stellten das Unternehmen vor. Dr. Bernd Kaletta richtete dabei das Augenmerk auch auf die Herausforderungen, denen sich ein Chemieproduzent gegenwärtig stellen muss. So ergeben sich durch die europäische REACH-Verordnung (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) umfangreiche Anforderungen, wie beispielsweise die Erstellung von detaillierten Dossiers für einzelne Chemikalien.

 

Dabei zeigten sich auf europäischer Ebene massive Umsetzungsprobleme, die den beteiligten Unternehmen große Sorgen bereiten. Darüber hinaus sieht sich LANXESS auch im Bereich der Energiekosten vor zentralen Herausforderungen durch die eingeleitete Energiewende. Hier bedürfe es neuer Konzepte, um den Standort Deutschland weiterhin attraktiv zu halten. 

 

Im Anschluss konnten sich die Teilnehmer im Rahmen einer Rundfahrt ein eigenes Bild vom Chempark Leverkusen machen. Neben den Produktionsanlagen verfügt der Chempark auch über eines der modernsten Entsorgungszentren. Dort werden chemisch belastete Sonderabfälle auf höchstem technischen Niveau verwertet.