10. Mai 2017
Michael Zahn neuer Vorsitzender der Bundesfachkommission Bau, Immobilien und Smart Cities
Michael Zahn, der CEO der Deutsche Wohnen AG, wurde vom Präsidium des Wirtschaftsrates zum neuen Vorsitzenden der Bundesfachkommission Bau, Immobilien und Smart Cities berufen. In seinem Vortrag zeigte Michael Zahn die Leitlinien der Bundesfachkommission für die kommende Legislaturperiode auf.

Eines der Kernthemen der Kommissionsarbeit wird die Bereitstellung von kostengünstigem Wohnraum in den Ballungszentren sein. Es ziehen immer mehr Menschen in die Ballungszentren. Das Wohnungsangebot steigt jedoch nicht mehr, da zu wenig neu gebaut wird. Die Konsequenz: Die Leerstandsquote in Städten wie Berlin beträgt unter einem Prozent. Funktionierende Wohnungsmärkte setzen eine Leerstandsquote von drei bis vier Prozent voraus, damit Angebot und Nachfrage im Gleichgewicht sind.

 

Die aktuelle Niedrigzinsphase bietet ideale Rahmenbedingungen für die Immobilienwirtschaft. Trotzdem gibt es zahlreiche, politisch bedingte, Investitionshindernisse. Hierzu gehört etwa die geplante Einführung der sogenannten Kostenmiete durch den Berliner Senat oder die Mietpreisbremse. Der Wirtschaftsrat hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Mietpreisbremse ihre Wirkung verfehlt. Sie beruht auf rechtsunsicheren Mietspiegeln und hat nachweislich nicht dazu geführt, dass die Mieten auf gleichem Niveau verharren oder gar sinken. Die Konsequenz der Mietpreisbremse ist, dass die Investoren massiv verunsichert sind und somit keine Investitionsmittel für neuen Wohnraum bereitstellen. „Es braucht keine Subventionen über Sonderabschreibungen, sondern Rechts- und Investitionssicherheit“, betonte Michael Zahn in der Sitzung des Bundesvorstandes.

 

Die Politik hat die Bedeutung des Themas Wohnen seit Jahren unterschätzt. Die Baunebenkosten liegen inzwischen bei über 15 Prozent des durchschnittlichen Kaufpreises und müssen dringend gesenkt werden! Dies ist für die Eigentumsbildung, etwa von jungen Familien, eine erhebliche Belastung. Die Senkung der Baunebenkosten, einschließlich der Grund- und Grunderwerbssteuer, ist entscheidend, damit neuer Wohnraum – vor allem in den Ballungszentren – kostengünstig geschaffen werden kann. Somit setzt sich der Wirtschaftsrat dafür ein, dass die Empfehlungen der Baukostensenkungskommission von der Politik auf Bundes-, Landes,- und Kommunalebene zügig umgesetzt werden, damit die politisch bedingen Baunebenkosten endlich sinken.