28. Februar 2012
Infrastruktur als entscheidender Wettbewerbsvorteil und Wachstumsmotor für die Wirtschaftsregion Köln/Bonn
Flughafenchef Garvens diskutiert mit Mitgliedern des Wirtschaftsrates
Nordrhein-Westfalen ist aufgrund bedeutender Infrastrukturachsen die zentrale europäische Verkehrsdrehscheibe. Der Wirtschaftsraum Köln/Bonn zählt mit einer starken Handels- und Chemielogistik sowie dem zweitgrößten Frachtflughafen Deutschlands zu den logistischen Kernregionen des Landes. Wie kann diese Spitzenposition bei steigendem Verkehrsaufkommen von rund 60 Prozent bis 2025 laut LogistikCluster NRW und vermehrten Kapazitätsengpässen gehalten werden?
v.l.n.r.: Manfred Ringmaier, Landesgeschäftsführer Nordrhein-Westfalen; Stefan Heselschwerdt, Geschäftsführer, Drees & Sommer GmbH; Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung, Flughafen Köln/Bonn GmbH; Matthias Schulle, Geschäftsführer, Drees & Sommer GmbH (Foto: Wirtschaftsrat)

Welcher Schritte bedarf es, den regionalen Wirtschaftsmotor anzukurbeln? Diese zukünftigen Herausforderungen diskutierten die Experten des Arbeitskreises „Wirtschaftsstandort Köln - Arbeitsgruppe Logistikstandort, Verkehr und Immobilien“ des Wirtschaftsrates der CDU e.V. Landesverband Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Köln/Bonn GmbH, beim Mittagslunch in den Räumlichkeiten von Drees & Sommer Köln.

 

„Eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur ist die zentrale Voraussetzung, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Wir in Nordrhein-Westfalen leben als Transitland von dieser Infrastruktur in besonderem Maße. Die Arbeitsgruppe 'Logistikstandort, Verkehr und Immobilien' hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsam mit den Experten aus Politik und Wirtschaft, Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, Engpassbeseitigung und zum Infrastrukturausbau zu entwickeln und die Spitzenposition unserer Region zu sichern“, so Manfred Ringmaier, Landesgeschäftsführer des Wirtschaftsrates Nordrhein-Westfalen.

 

Mit Spitzenplätzen kennt sich auch Gastredner Michael Garvens aus. Während seiner bereits zehnjährigen Amtszeit hat sich der Köln Bonn Airport zum drittgrößten Frachtflughafen Deutschlands entwickelt. So wuchs das Frachtaufkommen seit 2002 von 494.331 Tonnen auf heute 743.000 Tonnen.  Auch die Passagierzahlen verdoppelten sich in den letzten 10 Jahren, was vor allem an der Ansiedlung der Low-Cost-Carrier lag. Mit diesem  Zuwachs befindet sich nicht nur der Airport auf dem „Steigflug“ sondern auch die regionale Wirtschaft. Die hohe Bedeutung des Flughafens für die Region zeigt sich allein an der Mitarbeiterzahl. Rund 12.200 Menschen sind direkt beschäftigt und in der Region hängen gut 24.000 Arbeitsplätze vom Flughafen ab. In seinem Vortrag „Das Tor zur Welt: Flughafen Köln/Bonn als regionaler Wirtschaftsmotor“ gab der Flughafenchef Einblicke in die bisherige Entwicklung des Flughafens und die spannenden Möglichkeiten, die sich im Zuge der Globalisierung in den nächsten Jahren noch ergeben werden.

 

Gastgeber Drees & Sommer sorgte indes als Projektmanager für die Verkehrsanbindung des Flughafens an die ICE-Strecke Köln-Rhein/Main und das regionale S-Bahn-Netz. Daneben betreut der deutschlandweite Marktführer im Projektmanagement zahlreiche zukunftsträchtige Infrastrukturprojekte in Nordrhein-Westfalen. Hierzu zählen unter anderem Straßenbauprojekte, die maßgeblich im Leistungsfeld Vertrags- und Nachtragsmanagement begleitet werden.  „Der Ausbau der regionalen Infrastruktur ist von zentraler Bedeutung für die Region, nicht nur um dem Logistik- und Verkehrsaufkommen gerecht zu werden, sondern auch, um Firmen in der Region zu halten und Arbeitsplätze zu sichern“, gibt Gastgeber Stefan Heselschwerdt, Partner und Geschäftsführer Drees & Sommer Gruppe NRW zu bedenken.