05. November 2019
"Wie packt die Politik Bildung an?"
Podiumsdiskussion der Landesfachkomission "Bildung und Wissenschaft" im Zusammenwirken mit der Sektion Braunschweig-Wolfsburg in den Räumen von Volkswagen Financial Services
Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates Niedersachsen folgten der Einladung von Thorsten Bund, Vorsitzender der Landesfachkommission Bildung und Wissenschaft, um mit Landtagsabgeordneten aus den Fraktionen der CDU, SPD, FPD und den Grünen, eine spannende Diskussion "Bildung und Wissenschaft" zu führen. Im Fokus stand nicht wieder der Fachkräftemangel, sondern vielmehr die Beantwortung der Frage, wie die bestehenden und zukünftigen bildungspolitischen Herausforderungen Niedersachsens aus parteipolitischer Sicht angegangen werden könnten.
v.l.n.r.: Tino Jeßberger, VW Financial Services; Eva Viehoff MdL, BÜNDNIS 90/ Die Grünen; Susanne Schütz MdL, FDP; Philipp Raulfs MdL, SPD; Christoph Plett MdL, CDU; Thorsten Bund, Advice Team- human resources (Foto / Wirtschaftsrat)

Nach einem Grußwort des Gastgebers Tino Jeßberger, VW Financial Services, stellte Thorsten Bund den anwesenden Mitgliedern und Gästen die geladenen Podiumsteilnehmer vor und übernahm die Moderation der Kernthemen. Der Wirtschaftsrat forderte klare Aussagen aus der Politik zu Fragen des Kurses zur Förderung und Entwicklung des niedersächsischen Bildungs- und Ausbildungssektors.

 

Dazu wurde die Haltung der Parteien zu den Begriffen "Bildung, Wissenschaft und Kultur" genauso konsequent hinterfragt, wie auch Antworten gesucht wurden, wie auf die Frage wie Anschlussfähigkeit zwischen den unterschiedlichen Schularten und -formen, von Schule zur Ausbildung und von Schule zur Hochschule/Universität hergestellt werden kann. Die erfolgreiche Inklusion und Integration von Schülern, Chancen und Risiken der Digitalisierung, die Bekämpfung des Fachkräftemangels, Steigerung der Qualität deutscher Schulen und Universitäten sowie der gesellschaftliche Wert von Bildung wurden ebenfalls hinterfragt.

 

Parteipolitische und individuelle Stellungnahmen seitens der Politiker folgten. In Form einer darauf anschließenden, lebhaften und konstruktiven Debatte mit Mitgliedern und Gästen, wurden viele geplante Maßnahmen seitens der Politik begrüßt, allerdings auch gemahnt: Gerade im internationalen Vergleich sei die deutsche Politik dabei, für Bildung und Forschung weiterhin maßgebliche Trends und wissenschaftliche Belege unberücksichtigt zu lassen.

 

Das Resümee formulierte Thorsten Bund als Appell:

"Lassen Sie uns gemeinsam im Schulterschluss zwischen Politik und Wirtschaft Visionen der neuen Arbeits- und Lernwelt festhalten und endlich handeln! Besinnen wir uns auf das grundsätzlich erfolgreiche deutsche Bildungssystem und lassen wir innovative Initiativen zu, anstatt andere Bildungssysteme zu kopieren."

 

 

/ Maximilian Kamp