14. Mai 2019
"Keinen fußbreit Platz für Gewalt in NRW!"
Klare Worte bei Regionaltagung Siegerland mit NRW-Innenminister Reul
NRW-Innenminister Herbert Reul (Foto: Wirtschaftsrat)

"Nordrhein-Westfalen ist so sicher wie seit fast 30 Jahren nicht mehr! Die hochprofessionelle Arbeit unserer rund 42.000 Polizisten im Land und unsere Null Toleranz-Linie mit mehr Polizei-Präsenz, ausgeweiteten Befugnissen und besserer Ausrüstung zeigen Wirkung", erklärte NRW-Innenminister Herbert Reul  im Rahmen der Regionaltagung Siegerland des Wirtschaftsrates der CDU e.V., die traditionell in den Räumlichkeiten der Wahl-Group stattfindet.

Sektionssprecher Patrick Berg (Foto: Wirtschaftsrat)

Sektionssprecher Patrick Berg kündigte einleitend den Innenminister als Mann „der klaren Kante und der klaren Positionen an“ und  behielt damit Recht. So sprach der Innenminister deutliche Worte etwa zur Clan-Kriminalität in Nordrhein-Westfalen: „Clan-Strukturen wurden viel zu lange unterschätzt und ignoriert. Das hat ein Ende!  Jeder Clan-Chef, jeder Terrorist und jeder Pate braucht Geld. Wir haben eine Task Force eingerichtet, um illegale Geldströme ausfindig zu machen. Das größte Problem sind hierbei bislang noch die undurchsichtigen Besitzverhältnisse, weil diese entsprechende Klientel beim Autokauf natürlich auch gewitzt vorgeht: Da gehört zum Beispiel der brandneue Maserati nicht dem Clan-Mitglied, das auf dem Foto damit posiert, sondern dessen Oma“, berichtete Reul den interessierten Mitgliedern.

v.l.n.r. Patrick Berg, Thomas Wahl, Herbert Reul, Manfred Ringmaier (Foto: Wirtschaftsrat)

Zudem ging der Innenminister auf die Diskrepanz zwischen scheinbar objektiver Sicherheit und dem Sicherheitsgefühl der Bürger ein. Genau dort müsse man ansetzen. „Erst wenn sich tatsächlich alle auch wieder sicher fühlten, ist unsere Aufgabe erfüllt und dafür arbeite ich jeden Tag“, versicherte der Minister. Angefangen bei 2500 Neueinstellungen der Polizei in diesem Jahr und rückwirkend für die zwei vergangenen Jahre jeweils 2300, aber auch durch eine deutlich verbesserte Ausrüstung entsprechend den Anforderungen während der Einsätze. Und schließlich müsse man überall in der Öffentlichkeit klar machen, dass es in Nordrhein-Westfalen keinen fußbreit Platz für Gewalt gebe, betonte Reul.