20. März 2012
„Vom Stiefkind zum Spitzenthema in Europa: Energiepolitik!“
Herbert Reul MdEP im Dialog mit der Landesfachkommission Energiepolitik
Der Europaabgeordnete Herbert Reul, Vorsitzender der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament und ehemaliger Vorsitzender des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie, erläuterte den Mitgliedern und Gästen der Landesfachkommission Energiepolitik zahlreiche Facetten der deutschen und europäischen Energiearchitektur.

v.l.n.r.: Professor Jürgen Friedrich Hake, Vorsitzender der Landesfachkommission für Energiepolitik; Dirk Schäfer, Kerkhoff Consulting GmbH; Herbert Reul MdEP; Manfred Ringmaier, Landesgeschäftsführer Wirtschaftsrat Nordrhein-Westfalen (Foto: Wirtschaftsrat)

„Neben wettbewerbsfähigen Preisen muss die Gewährleistung der Versorgungssicherheit oberstes Gebot sein,“ betonte Professor Jürgen Friedrich Hake, Vorsitzender der Landesfachkommission, in seiner Begrüßung. Die Industrie, welche Deutschland so gut durch die Krisen der vergangenen Jahre geführt habe, dürfe unter keinen Umständen Schaden nehmen.

 

Der Politiker pflichtete ihm bei, dass die europäische Politik seit 2007 den Fokus verstärkt auf den Klimaschutz gelegt und dabei viele andere Realitäten aus den Augen verloren habe. So besäßen die erneuerbaren Energien zwar ein ungeheures Potenzial, brächten aber auch ihre Schwierigkeiten im Bereich der Verfügbarkeit, Speicherung und Kosten mit sich. „Die Erforschung neuer Speichermöglichkeiten und der Ausbau neuer Netze sowie Leitungen muss daher unbedingt gefördert werden,“ so Herbert Reul.

 

Außerdem betonte der Politiker die Bedeutung der europäischen Idee. Gerade in der Förderung der erneuerbaren Energien seien Absprachen und ein internationales Konzept begrüßenswert, da in den einzelnen Mitgliedstaaten nicht nur unterschiedliche Strommixe präferiert würden, sondern diese sich nach spezifischen Ländereigenschaften auch unterschiedlich gut für den Ausbau der verschiedenen Formen erneuerbarer Energien eigneten.