31. März 2014
Lauk: Altersflexibilisierung bei Rente mit 63 reicht als Balsam nicht
Wirtschaftsrat: Rentensystem kommt durch Nahles-Vorschläge in Schieflage

Der Präsident des Wirtschaftsrats der CDU e. V., Kurt J. Lauk, kritisiert die Rente mit 63. "Unser Rentensystem kommt durch die Rente mit 63 in Schieflage. Wir drehen damit die Zeit vor die Reformerfolge der Arbeitsminister Riester und Müntefering zurück. Ein bisschen weniger Anrechnung von Arbeitslosenzeiten hier, ein bisschen Flexibilisierung beim Renteneintritt da bleiben da nicht mehr als Kosmetik. Den Abgeordneten des Bundestages sollte vor allem nicht die - ohnehin notwendige - Erleichterung beim späteren Renteneintritt als Balsam reichen."

Lauk weiter: "Die Rente mit 63 ist eine prinzipielle Fehlsteuerung. Niemand missgönnt einem Dachdecker einen früheren Renteneintritt. Aber der Bezug auf den ominösen Dachdecker erinnert mich an die in den achtziger und neunziger Jahren immer wieder angeführte Trümmerfrau, die Sozialpolitiker vorgeschoben haben, um notwendige Rentenreformen auf den Sankt-Nimmerleinstag zu verschleppen. Die gleiche Strategie wird jetzt benutzt. Dabei ist klar, die Rente mit 63 ist eine Umverteilung von armen zu ohnehin bereits bessergestellten Rentnern und ganz eklatant zum Nachteil der jüngeren Generationen."

Der Wirtschaftsrat setzt sich schon lange dafür ein, dass Arbeitnehmer nach dem offiziellen Verrentungstermin leichter weiterarbeiten können. Dabei muss mehr von Rente und verrechnetem Lohn für den Arbeitnehmer in der Tasche bleiben, als dies bisher der Fall ist. Inakzeptabel ist es zudem, dass der Arbeitgeber weiter Rentenbeiträge zahlen muss, diese aber nicht mehr die Rentenansprüche des Mitarbeiters erhöhen. 

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