18. Oktober 2017
Landtagswahl vorbei - wohin steuert die niedersächsische Wohnungspolitik?
Wirtschaftsrat Niedersachsen sieht die künftige Landesregierung in der Pflicht, mehr Wohnraum in Ballungszentren zu schaffen
Hannover, 18.10.2017 Im Rahmen der Landesfachkommission Immobilien- und Bauwirtschaft des Wirtschaftsrates Niedersachsen diskutierten gestern Abend Unternehmer und Fachexperten über die Wohnungspolitik in der Region und stellten klare Forderungen an die Landespolitik. Angesichts des hohen Bedarfs an Wohnraum ist der Wohnungsbau im Flächenland Niedersachsen von enormer Bedeutung und muss von der künftigen Regierung stärker angegangen werden, so die Unternehmer.

Hierfür sieht der Wirtschaftsrat Niedersachsen die stärkere Förderung von sozialem Wohnungsbau als eine geeignete Lösung. Michael Kiesewetter, Vorsitzender des Vorstandes der NBank Investitions- und Förderbank betonte, dass sich sozialer Wohnungsbau auch für private Investoren rechnen würde. Prof. Dr. Thomas Nern aus der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst bestätigte dies aus Investorensicht. Beide Referenten sahen die Verantwortung der Politik, den Weg zur Förderung zu vereinfachen und Hemmnisse abzubauen.

 

Als weiterer Weg zu mehr Neubau von Wohnraum fordert der Wirtschaftsrat Niedersachsen die schnelle und unbürokratische Schaffung von Baurecht sowie den Abbau von unnötigen Reglementierungen.  

 

Maßnahmen wie die Einführung der Mietpreisbremse behindern den Wohnungsbau in Niedersachsen, statt ihn zu fördern. „Die Einführung der Mietpreisbremse war eine populistische Maßnahme, die letztlich nicht das bewirkt hat, was die Politik versprach“, so Uwe Bethge, Vorsitzender der Landesfachkommission. „Schaffung von Wohnraum muss von allen Beteiligten auch als soziale Verantwortung verstanden werden.“

 

Kontakt
Saskia Kredig Referentin Wirtschaftspolitik / Organisation
Wirtschaftsrat der CDU e.V. Landesverband Niedersachsen
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Telefax: 0511/ 752932