21. Juni 2012
Das Gelingen der Energiewende wird vor den norddeutschen Küsten entschieden
Wirtschaftsrat Niedersachsen legt Positionierung zur Offshore-Windenergie vor
Für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende fordert die Landesvorsitzende des Wirtschaftsrates Niedersachsen, Astrid Hamker, eine „Föderalismusreform zur Energiewende".

"Man darf es nicht darauf ankommen lassen, dass die Bundesländer und der Bund sich hier gegenseitig blockieren. Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss mit dem Ausbau der Netze synchronisiert und vom Bund koordiniert werden. Der Ausbau der Offshore-Windkraft ist zur Erreichung der Zielvorgaben das zentrale Thema. Deshalb unterstützt der Wirtschaftsrat Niedersachsen in seinem aktuellen Positionspapier „Offshore-Standort Niedersachsen“ die Forderung der norddeutschen Länder nach einem Masterplan Offshore-Windenergie ausdrücklich. Es geht nicht mehr darum, ob die Energiewende zu bewältigen ist, sondern mit welchen Maßnahmen", so Hamker.

Um die hohen Erwartungen an die Offshore-Windkraft erfüllen zu können, müssten laut der Landes-vorsitzenden die Rahmenbedingungen für die Industrie stimmen. Da es sich noch um eine relativ junge Technologie handele, gebe es entsprechend viele Unsicherheiten. "Beginnend mit unterschiedlichen nationalen und internationalen Regelwerken, einem Mangel an Fachkräften bis hin zu Problemen mit der Netzanbindung und ihrer Finanzierung sorgen momentan viele Faktoren dafür, dass der Windkraft-Ausbau zu See langsamer erfolgt als erwünscht."

In dem von der Landesfachkommission Energie- und Umweltpolitik des Wirtschaftsrates nun vorgelegten Papier wird die Niedersächsische Landesregierung aufgefordert, sich insbesondere für folgende vier Punkte einzusetzen:

  1. 1. Harmonisierung der nationalen mit den internationalen Regelungen zur Errichtung von Offshore-Windparks
  1. 2. Schaffung eines Bildungs- und Weiterbildungsangebot an Fachhochschulen und Universitäten zur Offshore-Thematik, um den breiten technologischen Anforderungen der Branche gerecht zu werden
  1. 3. Rasche Klärung aller relevanten Haftungsfragen der Übertragungsnetzbetreiber
  1. 4. Gewährleistung von Planungs- und Rechtssicherung, um die Finanzierung von Offshore-Windparks attraktiver machen
Kontakt
Dr. Matthias Frederichs
Landesgeschäftsführer

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