15. Juni 2012
"Ohne breiten gesellschaftlichen Konsens ist die Energiewende nicht machbar"
Niedersachsens Umweltminister Dr. Stefan Birkner zu Gast beim Wirtschaftsrat
Anlässlich eines Frühstücksgesprächs des Wirtschaftsrates der CDU e.V. bei der terra Speditionsgesellschaft in Buchholz diskutierten rund 40 Unternehmer aus der Region mit dem Niedersächsischen Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, Dr. Stefan Birkner, über Niedersachsens Beitrag zur Energiewende. Dabei hob der Minister die gigantischen Herausforderungen hervor, vor denen Bund, Länder und Kommunen nun stehen.

„Rein rechnerisch kann bereits bis zum Jahr 2020 der gesamte Stromverbrauch in Niedersachsen aus Erneuerbaren Energiequellen abgedeckt werden. Schon heute liefern Wind und Biomasse aus Niedersachsen jeweils ein Viertel der bundesweiten Leistung. Ohne einen beschleunigten Netzausbau kann die Energiewende aber nicht gelingen“, so Birkner. Ziel müsse daher ein leistungsfähiges Stromnetz auf allen Spannungsebenen sein. Der Schlüssel dazu liege seiner Ansicht nach in der Akzeptanz der Bevölkerung sowie dringend zu beschleunigenden Genehmigungsverfahren. Hier sei auch die niedersächsische Politik gefordert.

Nicht zuletzt mit Blick auf die zukünftige Bezahlbarkeit des Stroms dürften auch neue konventionelle Kraftwerke kein Tabu sein: „Raumordnerisch sind einzelne Standorte vorsorglich gesichert“, gab der Minister zu verstehen. Gleichwohl müssten sich derartige Projekte auch für Investoren rechnen. Birkners Fazit ist klar: „Ohne die Menschen und die Unternehmen vor Ort wird die Energiewende nicht gelingen.“

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Landesgeschäftsführer

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