21. Juni 2013
"Mehr Realismus in die Energiepolitik bringen!"
Thomas Bareiß MdB, energiepolitischer Koordinator der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, vor dem Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Bei einer Gemeinschaftsveranstaltung der Landesfachkommission Energiepolitik und der Sektion Köln diskutierten die Mitglieder des Wirtschaftsrates mit Thomas Bareiß über den aktuellen Stand der Energiewende.

v.l.n.r.: Eldach-Christian Herfeldt; Andrea Verpoorten, Mitglied des Sektionsvorstandes; Thomas Bareiß MdB, Professor Jürgen-Friedrich Hake, Vorsitzender der Landesfachkommission Energiepolitik; Dr. Michael Paul MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Energiewende einzuleiten, sei nach wie vor trotz aller Kritikpunkte richtig gewesen, betonte der Bundestagsabgeordnete. Auf der einen Seite beantwortete sie, indem sie die Entwicklung neuer Technologien vorantreibe, die Grundsatzfrage, wie für Wachstum und Wohlstand im Land ohne die Aufnahme neuer Schulden gesorgt werden könne. Im zweiten Schritt diene sie als Vorreiter, um den stetig wachsenden „Energiehunger“ dieser Welt zu stillen. Schätzungsweise seien bis zum Jahre 2030 fünfzig Prozent mehr Energie nötig als bisher. 


Wichtig für die positive Ausgestaltung der Energiewende sei die Verbesserung der Infrastruktur durch die Entwicklung intelligenter Speichertechnologien und durch  den Ausbau der Netze. Dennoch werde man auch in Zukunft auf fossile Kraftwerke nicht verzichten können. „Wir müssen mehr Realismus in die Energiewende bringen“, forderte Bareiß abschließend. Oft habe man in der Vergangenheit mehr reagiert als agiert, was die beispiellose Förderung der Solarenergie gezeigt habe. 


In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, dass den Unternehmern marktwirtschaftliche Ansätze fehlten. „Wir brauchen keine Staatswirtschaft, sondern mehr marktwirtschaftlichen Wettbewerb, wenn die Energiewende gelingen soll“, stellte Eldach-Christian Herfeldt, Sprecher der Sektion Köln, fest. Der erste Schritt hierzu sei eine volkswirtschaftlich effektive und effiziente Förderung der erneuerbaren Energien. Anlagenbetreiber und Produzenten in diesem Bereich müssten sich vom Staatstopf lösen und in Märkten operieren und dabei mehr eigenes unternehmerisches Risiko tragen. Nur so werde ein Innovationsschub ausgelöst, der die Unternehmen international wettbewerbsfähig mache und auch zur Rückkehr zur Technologieführerschaft führen könne, unterstrich er.