04. November 2015
Zwischen Torschlusspanik und Gelassenheit
Die Reform der Erbschaftssteuer und das neue EU-Erbrecht
Der Gastgeber, die renommierte hannoversche Wirtschaftskanzlei KSB Intax, berät seit langem mittelständische Unternehmen im Bereich des Erbrechts und informierte die Teilnehmer umfassend übe die Auswirkungen der geplanten Reform. Rund 40 Mitglieder und Gäste des Wirtschaftsrates folgten der Einladung des Landesverbandes Niedersachsen.
v.l.n.r.: Jan Christian Janßen, Landesgeschäftsführer Wirtschaftsrat Niedersachsen; Valentin R. Seidenfus, Partner KSB Intax, Dr. Stephan Rose, Partner KSB Intax; Uwe Fendler, Sprecher der Sektion Hannover (Foto: Wirtschaftsrat)

Philipp von Bismarck, Gastgeber und Partner der Kanzlei hob die Bedeutung der Themen Erbschaftsrecht und Erbschaftssteuer insbesondere für mittelständische Unternehmen hervor. Für Familienunternehmer ist die Erbschaftssteuer existenzentscheidend und somit auch ein wichtiger Standortfaktor für Deutschland. Die momentan geplante Reform wird die Unternehmen deutlich stärker belasten als bisher. Daher lobte von Bismarck auch die deutlichen Worte des Wirtschaftsrates, der seine Position in dieser Debatte beharrlich vertritt.

Anschließend erläuterte Dr. Stephan Rose die im Sommer in Kraft getretene EU-Erbrechtsreform und Valentin R. Seidenfus ging auf den aktuellen Planungsstand der Erbschaftsteuerreform und die zu erwartenden Folgen für die Wirtschaft ein. Für die Experten von KSB Intax ist die Politik aufgefordert so schnell wie möglich dafür sorgen, dass für das so wichtige Feld der Unternehmensübertragungen Rechtssicherheit hergestellt wird. Außerdem ist dafür Sorge zu tragen, dass die Bewertung von Betriebsvermögen realistisch geregelt wird und die Möglichkeit der Verschonung erhalten bleibt. Die Reform darf nicht dazu führen, dass manche Mittelständler gezwungen werden, Teile des Unternehmens verkaufen zu müssen, um die Erbschaftsteuer zahlen zu können.

Die zentralen Forderungen des Wirtschaftsrates zur Reform der Erbschaftssteuer finden sie hier.

Philipp von Bismarck, KSB Intax (Foto: Wirtschaftsrat)