01. Dezember 2011
Die Sektion Ravensburg/Friedrichshafen zu Gast im Logistik-Unternehmen Max Müller in Opfenbach

Beeindruckend überwältigt zeigte sich der Sprecher der Sektion Ravensburg/Friedrichshafen, Helmut Hirner, über den großartigen Familienbetrieb im vorderen Westallgäu. In 4. Generation führt heute Walter Müller einen grandiosen Speditions- und Logistikbetrieb, der sicherlich seinesgleichen sucht. Zusammen mit dem externen Logistikmanager Oliver Groten hat Müller in den letzten 10 Jahren das 1922 mit einem sog. Rollfuhrvertrag ausgestattete und gegründete Unternehmen ausgebaut. Nahezu 1.000 Mitarbeiter, darunter 55 Auszubildende, generieren einen Umsatz von 65 Mio. €.  Müller zählt damit zu den großen Arbeitgebern der Region und überträgt stolz seinem ältesten Sohn gelegentliche repräsentative Aufgaben. Dieser wird nach einer derzeitigen Auslandstätigkeit in der Schweiz in den Familienbetrieb einziehen. Unter dem Label Max Müller rangieren verschiedene Firmen so auch z.B. das LZA-Logistikzentrum Allgäu. In diesem Betrieb werden nahezu alle mit der Endkontrolle, der Qualitätskontrolle, der Lagerung und dem Versand betrauten Aufgaben von Bosch in Immenstadt erledigt. Bosch stellt 50 % seines weltweiten Exportes an ESP/ABS und anderen in die Fahrzeugsicherheitsbremsung eingreifenden Elektronikteile in Immenstadt im Allgäu her.

Zum Max Müller Konzern gehören darüber hinaus auch noch eine große Beteiligung an der DMS-Deutsche Möbelspedition. Diese kümmert sich ausschließlich um den Transport von Möbeln, vornehmlich im industriellen Bereich.

 

Das Unternehmen Max Müller hat sich auch in vorbildlicher Art und Weise der „Green Line“ verschrieben. So wird beispielsweise das neue Logistikzentrum mit 100.000 m² Lagerfläche ausschließlich aus Erdwärme beheizt. Die LKWs sind alle mit Schadstoffnorm Euro 5 ausgezeichnet, die derzeit wohl modernste Abgastechnik. Darüber hinaus werden alle Fahrzeuge über Telematic gesteuert. Die Flotte besteht nahezu nur aus sog. „Flüster-LKWs“, die auch in ihrem Verbrauch erheblich eingeschränkt sind. Seit Neuestem gibt es einen Hybrid-LKW, dessen Endverbrauch am Schluss 15 % unter dem Durchschnitt liegt. Walter Müller erklärt auf die Frage aus dem Plenum, dass dieser LKW € 48.000 teurer sei, als ein normaler. Der Staat subventioniere dies mit der Hälfte, die andere Hälfte werde durchschnittliche Mehrkosten von € 300 pro Monat verursachen. Unter den Gesichtspunkten von Ökologie und Nachhaltigkeit trage sich dies aber allemal, meint der Firmenchef. Helmut Hirner betonte, er sei stolz, dass „ein so vorbildliches Speditionsunternehmen“ Mitglied im Wirtschaftsrat sei.