07. März 2012
Zukunftsfähige Energiewende? - Ergebnisse und Prognosen
Podiumsdiskussion der Sektion Potsdam
„Die Energiewende ist ein Thema das uns alle angeht.“ Derzeit bewähre sich der Industriestandort Deutschland in der Krise noch glänzend, dürfe aber auch nicht zu sehr belastet werden um auch zukünftig wettbewerbsfähig exportieren zu können und Arbeitsplätze in Deutschland zu halten, eröffnete Detlev Seeliger, Sprecher der Sektion Potsdam und Mitglied im Bundesvorstand die Podiumsdiskussion.
v.l.n.r.: Boris Schucht, Katherina Reiche MdB, Detlev Seeliger (Foto: Wirtschaftsrat)

Die Ereignisse vom 11. März 2011 in Fukushima führten zu tiefen Einschnitten in die Energiepolitik. Ein Jahr nach dem beschlossenen Atomausstieg sind viele Fragen offen. Wie kann eine dauerhafte Versorgungssicherheit am Industriestandort Deutschland gewährleistet werden? Welche Fortschritte machen die hoch subventionierten Erneuerbaren Energien? Wie schreitet der Netzausbau voran und wie hoch ist die Akzeptanz der Bevölkerung für die dafür erforderlichen Maßnahmen? Diese Fragen und die ernormen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Aufgaben, denen sich die Politik im Zuge einer effizienten und nachhaltigen Energiewende stellen muss standen im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung mit Katherina Reiche MdB, der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Boris Schucht, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, 50Hertz Transmission GmbH.       

 

Die rasche Entscheidung zur Umsetzung der Energiewende und Umbau der Energiewirtschaft habe für die Bundesrepublik einen massiven Vertrauensverlust Europas zur Folge. Bisher sei die Energiewende zwar eine Erfolgsstory aber bei der praktischen Ausgestaltung, „der Geschwindigkeit der Energiewende, des Ausbaus der Erneuerbaren Energien und des Systemwechsels den wir vornehmen“ gäbe es Diskussionsbedarf. Wenn aber ein Land es schaffen könne dann Deutschland. Insbesondere die neuen Bundesländer seien „Weltmeisterregion für die Einspeisung von Erneuerbaren Energien“, so Boris Schucht.

 

Mit leistungsfähigen, innovativen Unternehmen, guten Ideen und Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Weltspitze sind kann es gelingen die Energiewende gut und zum Wohle des Wirtschaftsstandortes zu gestalten und Deutschland im Effizienzbereich ganz nach vorne zu bringen, sagte Katherina Reiche. Dazu nötig sei eine Beschleunigung des Netzausbaus, eine Erhöhung der Energieeffizienz und die Entwicklung leistungsfähiger Speicher.