26. April 2021
"Wir treiben den Ausbau des Nahverkehrs weiter voran"
Webtalk der Landesfachkommission Mobilität mit Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung, S-Bahn Berlin GmbH und Sebastian Rüter, Mitglied im Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung, SPD-Fraktion im Landtag Brandenburg zum Thema ‚Gemeinsame Planung für den Nahverkehr der Metropolregion‘.

Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung S-Bahn Berlin GmbH, erläuterte die aktuelle Situation der Stadtbahn in der Metropolregion von Berlin. Er berichtete, dass das S-Bahn-System aufgrund der Covid-19-Pandemie im vergangenen Jahr nur 333 Millionen Fahrgäste hatte, was 69 Prozent des Fahrgastniveaus des Vorjahres entspricht. Grundsätzlich freute sich Buchner jedoch über den stetigen Wachstumskurs der S-Bahn. Bis zum letzten verzeichnete das S-Bahn-Netz Jahr für Jahr steigende Fahrgastzahlen und erreichte im Jahr 2019 die Rekordzahl von 485 Millionen Fahrgästen.

 

Unter Berücksichtigung des ständigen Anstiegs der Fahrgäste stellte Herr Buchner die aktuellen Pläne zur Verbesserung des S-Bahnnetzes vor. Dazu gehören das Projekt i2030, das den Ausbau der Schieneninfrastruktur durch neue Bahnhöfe zur weiteren Anbindung von Berlin und Brandenburg vorsieht, und das Projekt Langlebigkeit BR 481, das die Einführung neuer Züge vorsieht, von denen viele bereits im Einsatz sind. Bis 2027 sollen 191 dieser neuen Züge eingeführt werden, wodurch sich die Zahl der verfügbaren Züge auf 756 erhöhen würde. Der Vorsitzende der Geschäftsführung betonte auch, wie wichtig es sei, das Problem der eingleisigen Abschnitte an den Enden der Berliner S-Bahn-Linien zu beseitigen.

 

Sebastian Rüter, Mitglied im Ausschuss für Infrastruktur und Landesplanung, SPD-Fraktion in Brandenburg, betonte, der Koalitionsvertrag zwischen SPD, CDU und Grünen zeige eine klare Einigkeit in Mobilitätsfragen. Klare Schwerpunkte seien in Bereichen wie dem Ausbau der Schieneninfrastruktur, der Straßensanierung und der Klimaneutralität zu finden. Außerdem erklärte Rüter seine Wertschätzung für das Nahverkehrssystem, über welches die Hauptstadtregion trotz der Schwierigkeiten, die durch die Pandemie verursacht wurden, verfüge. Außerdem sprach er sich für einen intensiveren verkehrspolitischen Austausch zwischen den Ländern Berlin und Brandenburg aus.