Landesverband Baden-Württemberg

Wirtschaftsrat Baden-Württemberg:  Größter Unternehmerverband des Landes

Übersicht von häufig gestellten Fragen rund um die Corona-Krise

(Stand 05.06.2020 14:00 Uhr) 

 

Liebe Mitglieder des Landesverbands Baden-Württemberg,

 

Die Präsentationen und Aufzeichnungen unserer bisherigen virtuellen Veranstaltungen stellen wir Ihnen hier zur Verfügung. Sollten Sie Schwierigkeiten haben, sich im internen Bereich anzumelden, hilft Ihnen die Landesgeschäftsstelle gerne weiter.

 

Bei Rückfragen zu entsprechenden Corona-Hilfsmaßnahmen können Sie sich gerne jederzeit an die Mitarbeiter der Landesgeschäftsstelle (bawue@wirtschaftsrat.de / 0711/ 83 88 74 -0) wenden.

 

1. Wo erhalten Unternehmen aktuelle Informationen zum Coronavirus?

Das Bundeswirtschaftsministerium hat unter der Rufnummer 030 18615-1515 (Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr) eine Hotline eingerichtet, unter der Experten die Fragen von Unternehmen beantworten. Auf einer Sonderseite gibt das Ministerium wirtschaftspolitische Informationen.

Auch das Bundesfinanzministerium informiert über das beschlossene Hilfsprogramm für die Wirtschaft, den "Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen". 

Beim Robert-Koch-Institut (RKI) gibt es eine Liste von Fragen und Antworten sowie aktuelle Informationen zum neuartigen Coronavirus. Das RKI bewertet zudem das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland. Aktuell stuft es die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland durch COVID-19 weiterhin insgesamt als „hoch“ ein, für Risikogruppen als „sehr hoch" ein.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hält auf ihrer Website Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Virus bereit.

Auf der Landesebene Baden-Württemberg ist das Ministerium für Soziales und Integration zuständig. Speziell für Unternehmen hat das baden-württembergische Wirtschaftsministerium eine Info-Hotline geschaltet: Tel. 0800 40 200 88 (gebührenfrei; Mo – Fr von 09:00 bis 18:00 Uhr). Alternativ per E-Mail: coronaverordnung@wm.bwl.de 

 

Hotlines wichtiger Institutionen

 
Hotline Landesgesundheitsamt: 0711 904-39555
Hotline Bundesgesundheitsministerium: 030 346465100 
Hotline Bundeswirtschaftsministerium: 030 186151515
Bundesagentur für Arbeit: 0800 45555 -20 / -00
Wirtschaftsförderung der L-Bank BW: 0711 1222345
KfW-Bank: (0800) 5399001

 

2. Welche Erleichterungen gibt es für Unternehmen im Hinblick auf Steuerzahlungen?

Am 28. Mai 2020 hat der Bundestag das Corona-Steuerhilfegesetz verabschiedet:

•    Umsatzsteuersenkung für Speisen in der Gastronomie ab 01. Juli 2020 (befristet bis 30. Juni 

     2021) auf den ermäßigten Satz von 7%
•    Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch den Arbeitgeber bis zu einer Höhe von 80 Prozent

     des Gehalts bleiben steuerfrei, darüber hinaus sind keine Sozialabgaben zu zahlen.
•    Unternehmen können neben der Erstattung von bereits für 2020 geleistete Steuer-

     vorauszahlungen auch eine Erstattung von für 2019 gezahlte Beträgen bei ihrem zuständigen

     Finanzamt beantragen, Grundlage ist ein pauschal ermittelter Verlust für das aktuelle Jahr.
•    Die Zahlung von in 2020 fälligen Steuerzahlungen für Einkommen, Körperschaft und Umsatz

     können auf Antrag befristet und grundsätzlich steuerfrei gestundet werden.
•    Die Höhe der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer ebenso wie der

     Messbetrag für Zwecke der Gewerbesteuer-Vorauszahlung kann angepasst werden.
•    Es wird auf die Vollstreckung von überfälligen Steuerschulden bis Ende 2020 verzichtet.

     Entstehende Säumniszuschläge sollen erlassen werden.
•    Bonuszahlungen an Beschäftige bis zur Höhe von 1.500 Euro sind im Jahr 2020 steuerfrei

Detaillierte Informationen finden Sie unter FAQ „Corona“ (Steuern) des Bundesfinanzministeriums.

3. Welche Kurzarbeitsregelungen der Bundesregierung gelten derzeit?

Unternehmen können die erleichterten Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld grundsätzlich ab sofort rückwirkend zum 1. März 2020 nutzen:

•    Es reicht, wenn 10 Prozent der Beschäftigten eines Betriebes von Arbeitsausfall betroffen sind,

     damit ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen kann.
•    Sozialversicherungsbeiträge werden bei Kurzarbeit von der Bundesagentur für Arbeit vollständig

     erstattet.
•    Kurzarbeitergeld ist auch für Beschäftigte in Zeitarbeit möglich.
•    In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf

     den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

 

Für Anträge und die Auszahlung ist die Bundesagentur für Arbeit zuständig. Hier erhalten Sie weiterführende Informationen.


Auch das Bundesarbeitsministerium stellt alle relevanten Informationen gut aufbereitet zur Verfügung.

4. Welche weiteren finanziellen Unterstützungen – Überbrückungskredite – gibt es?

Über den Schutzschild der Bundesregierung informiert u.a. das Bundesfinanzministerium.

Folgende Maßnahmen sind beschlossen und werden laufend ergänzt:

•    Der KfW-Schnellkredit 2020 in Höhe von bis drei Monatsumsätzen des Jahres 2019 kann

     zügig und ohne weitere Risikoprüfung von Unternehmen ab zehn Mitarbeitern beantragt werden.
•    KfW-Unternehmerkredite und ERP-Gründerkredite unterliegen künftig gelockerten Bedingungen: 

     Zum einen werden Risikoübernahmen erhöht, zum anderen werden die Instrumente auch für

     Großunternehmen geöffnet.
•    Der "KfW Kredit für Wachstum" steht auch größeren Unternehmen ab einer Umsatzgrenze von

     fünf Milliarden (statt bisher zwei Milliarden) Euro zur Verfügung.
•    Ein Schutzfonds für Unternehmen ermöglicht großen Unternehmen großvolumige staatliche

     Bürgschaften und schafft auch die Möglichkeit, dass der Staat die Unternehmen vorübergehend   

     mit Kapital unterstützt.
•    Das Sofortprogramm (Soforthilfen) für kleine Unternehmen, Selbstständige, Landwirte und 

     Freiberufler bietet Zuschüsse etwa für Miet- und Pachtkosten

Weitere Informationen finden Sie unter KfW-Corona-Hilfe.

5. Welche Corona-Soforthilfen gibt es in Baden-Württemberg?

Das Soforthilfeprogramm des Landes Baden-Württemberg endete am 31. Mai 2020. Ein Nachfolgeprogramm wird schnellstmöglich auf den Weg gebracht.

Das Förderangebot des Wirtschaftsministeriums und der L-Bank wurde am 26. Mai 2020 um einen Liquiditätskredit mit zusätzlichem Tilgungszuschuss erweitert, um gezielt das Ei-genkapital von kleinen und mittleren Unternehmen im Land zu stärken. Die L-Bank ergänzt dazu den bereits bestehenden Liquiditätskredit von bis zu fünf Millionen Euro um einen Tilgungszuschuss mit Eigenkapitalcharakter von bis zu zehn Prozent. Der maximale Til-gungszuschuss liegt bei 300.000 Euro.
Der Tilgungszuschuss zum Liquiditätskredit ergänzt die bestehenden KfW-Sonderprogramme. Er richtet sich zum einen an kleine und junge Unternehmen, die nicht vom KfW-Schnellkredit umfasst sind, und zum anderen an den industriellen Mittelstand mit bis zu 500 Mitarbeitern.
Um den Liquiditätskredit beantragen zu können, müssen Unternehmen unter anderem über ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell verfügen und einen prognostizierten krisenbedingten Umsatzrückgang von 15 Prozent in diesem Jahr aufweisen.
Die Ausreichung des Kredits soll über die jeweiligen Hausbanken erfolgen und kann deshalb mit einer bis zu 90-prozentigen Bürgschaft der Bürgschaftsbank oder der L-Bank kombiniert werden.


300 wirtschaftspolitische Veranstaltungen pro Jahr in 27 Regionen, Output-orientierte Landesfachkommissionen sowie zahlreiche Projekte sind möglich durch ein starkes Ehrenamt auf Landesebene und in den Sektionen, engagierte Landesbeauftagte und ein multiprofessionelles Team in der Landesgeschäftsstelle.

 

Mit über 2.600 Unternehmern repräsentieren wir wie kein anderer Verband den erfolgreichen, mittelständisch geprägten Branchenmix Baden-Württembergs. Vom exklusiven Fachgespräch bis zur Großveranstaltung fungieren wir als Scharnier zwischen den verschiedenen politischen Ebenen, der Wirtschaft, der Wissenschaft sowie der Zivilgesellschaft.

 

Ehren- und Hauptamt in Baden-Württemberg laden Sie herzlich ein, die vielfältigen Mitwirkungsmöglichkeiten innerhalb unseres Landesverbands zu nutzen. Zögern Sie nicht, sich mit Ihren Anliegen an die Landesgeschäftsstelle in Stuttgart zu wenden!

Wirtschaftsrat Deutschland: Die Stimme der Sozialen Marktwirtschaft
Landesvorsitzender
Joachim Rudolf
Geschäftsführer
Rudolf Lichtwerbung GmbH
Stuttgart
Mitglied im Präsidium
"Wir brauchen unternehmerisch denkende Köpfe mit sozialer und gesellschaftlicher Verantwortung:
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Kontakt
Christian Wachutka
Landesgeschäftsführer
Telefon: 0711 / 83 88 74-0
Telefax: 0711 / 83 88 74-20
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