05. September 2013
"Unternehmerschaft braucht Planungssicherheit - Potenzielle Auswirkungen einer Rot-Grünen Steuerpolitik"
Im Vorfeld der Bundestagswahl fand diesmal die business-lounge in den Räumen der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft statt. Hier hatten die Mitglieder und Gäste des Wirtschaftrats die Gelegenheit, durch den Leiter der Abteilung Steuern der KPMG, Jürgen Voigt, in kurzer anschaulicher Zusammenfassung die Wahlaussagen der unterschiedlichen Parteien zum Thema Steuern gegenübergestellt zu bekommen. Anhand einer fiktiven Unternehmung erläuterte Herr Voigt anschließend anschaulich die wirtschaftlichen Auswirkungen der unterschiedlichen Wahlprogramme auf Unternehmen und Unternehmer.
v.l.n.r.: Jürgen Voigt, Christoph Klemm, Bettina Kudla MdB (Foto: Wirtschaftsrat)

Im Anschluss hielt Bettina Kudla MdB ein Plädoyer für die für Unternehmen erforderliche Planungssicherheit und somit auch Verlässlichkeit der Politik. Und wies beispielhaft in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die seitens SPD und Grünen nunmehr geforderte Abschaffung der unter Steinbrück, auch mit dem Hinweis auf Verwaltungsvereinfachung und damit mehr Effizienz, eingeführten Abgeltungssteuer nur ein Indiz dafür ist, dass momentan auf Kosten der wirtschaftlichen Stabilität Wahlkampf betrieben werde.

Die sich anschließende Diskussions- und Fragerunde, moderiert durch den Sektionssprecher, Christoph Klemm, wurde beim anschließenden get-together noch rege fortgesetzt.
Einhellig betont wurde dabei, dass mittelständische Unternehmer langfristig denken und handeln. Dieses Grundprinzip des deutschen Mittelstandes ist seit jeher ein wesentlicher Pfeiler für den Wirtschaftsstandort Deutschland und damit für Stabilität und Wachstum. Unerlässlich ist dafür eine Planungssicherheit für Investitionen, die mit Vorlauf, Durchführung und Amortisation immer Langfristcharakter haben und Änderungen der Fiskalpolitik insbesondere mittelständische Unternehmen stark gefährden können. Hierbei gilt es auch zu berücksichtigen, dass die erforderliche weitere Eigenkapitalbildung in sächsischen Mittelstandsunternehmen durch die von Rot-Grün geplanten Steuererhöhungen konterkariert wird, was am Ende dann die Refinanzierung verteuert und so den wirtschaftlichen Aufholprozess zusätzlich erschwert.