29. September 2016
Start-Up Event: Wie gründerfreundlich ist Bremen?
Am 29. September hat der Wirtschaftsrat der CDU e.V. in Kooperation mit Bremer Stipendiaten der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einer besonderen Veranstaltung eingeladen. Insgesamt neun Redner diskutierten unter kundiger Moderation des Stipendiaten André Hüttemeyers über die Gründerfreundlichkeit der Hansestadt im Nordwesten Deutschlands.
Foto: Wirtschaftsrat

In einer ersten Runde „pitchten“ drei Start-Up’s ihre Ideen vor zahlreichen Zuschauern. Den Beginn machten Jan-Lucca Sielski und Simon Gabriel von myswooop. Hinter myswooop steckt die Idee, gebrauchte Gegenstände anzukaufen, aufzubereiten und dann sowohl stationär als auch im Internet weiterzuvertreiben. Besonderen Erfolg verzeichnet das Unternehmen mit sogenannter Konsumelektronik. Das Unternehmen ist gewachsen und diverse Investmentrunden sind schon abgeschlossen. Aus diesem Grund blickten die Gründe mit voller Stolz auf das „Start-Up“, das mittlerweile rund 50 Mitarbeiter beschäftigt und auf Expansionskurs ist.

Darauf folgte Prof. Dr. Frank Kortenstedde, der mit seinem Team die Leistung von Windkraftanlagen erhöhen möchte. Das „Start-Up“ EVOBLADE steht kurz vor der Markteinführung des Produktes. Hier wird sich der Erfolg der Idee abzeichnen. Dieses Unternehmen durfte auf zahlreiche Starthilfen von Acceleratoren zurückgreifen, sodass auch hinter diese Unternehmung ein raffinierter Business-Plan steckt.

Den Abschluss der ersten Runde machte Christoph Lange mit dem Start-Up „Craftspace“. Unter dem Motto: „Machen einfach Machen“ vermittelt Craftspace Räume jeder Art über eine Online – Plattform. Der Kunde soll hier den für sich passenden Raum in seiner Umgebung finden. Hierbei spielt es keine Rolle, ob man eine Tischlerei, ein (Co-Working) - Büro, ein Foto- oder Musikstudio, Industrieküche, Ballettsaal oder sogar eine Hausbrauerei sucht. Christoph Lange veranschaulichte bildlich die Herausforderungen einer Gründung und machte jungen Gründern Mut, Ideen zu verwirklichen.

 

Nach einem kurzen Get-together fanden sich auf dem Podium Jörg Kastendiek (CDU-Fraktion Bremen), Ulf-Brün Drechsel (FDP-Fraktion Bremen), Tania Neubauer (RKW Bremen / B.E.G.I.N.), Ismail Gök (kuenstlerstadt.de) und Dr. Julia Köhn (pielers.de).

Ismail Gök hat es sich mit kuenstlerstadt.de zur Aufgabe gemacht Künstler (Fotografen, Tänzer, Maler, Make-Up Artists, Musiker…) zu vermitteln. Hierbei kann man in seiner Region nach Künstlern suchen und diese für bestimmte Anlässe buchen. Dr. Julia Köhn nimmt den Marktplatz – Gedanken wörtlich und bietet auf pielers.de regionalen Anbietern die Chance, ihre Produkte zentral zu vertreiben. Piel ist Plattdeutsch und bedeutet „direkt“, aus diesem Grund kommt der Kaufvertrag direkt zwischen Käufer und Verkäufer zustande.

 

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion waren sich einig, dass Bremen attraktiv für Gründer ist. Vorteile seien hier kurze Wege, die geographische Lage, ein starkes Unterstützernetzwerk durch RKW und die Hochschulen und große Bremer Unternehmen, die Start-Ups als Chance begriffen haben. Allerdings wurde bemängelt, dass weiche Faktoren wie eine Gründerkultur, ein starkes Gründernetzwerk, gesammelte Informationen, Investoren etc. vermisst würden. Ebenfalls würden lange Wartezeiten und ungeklärte Zuständigkeiten bei Bremer Behörden dazu führen, dass viele Gründer vor dem Standort Bremen zurückschreckten. Man betonte, dass Start-Ups und Existenzgründungen eine Chance für Bremen seien, die es zu ergreifen gilt, um Bremen weiter als Wirtschaftsstandort in Bremen im Gespräch zu halten.„Dieser Abend hat gezeigt, dass Bremen grundsätzlich gründerfreundlich ist. Jetzt müssen wir den Ball hochhalten und dafür sorgen, dass sich in Bremen eine Gründerszene etabliert und  sich eine Sogwirkung für weitere Gründer entfaltet.“ (Theresa Gröninger, KAS Stipendiatin)

Impressionen
Udo Siemers und Theresa Gröninger bei der Begrüßung der Gäste (Foto: Wirtschaftsrat)
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Kontakt

 

Dr. Barbara Rodewald (Landesgeschäftsführerin)


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