22. Juli 2015
Kein deutscher Alleingang bei Zeitarbeit – EU-Kommission mit Signalwirkung
Wolfgang Steiger: Ministerin Nahles mit geplanter Höchstverleihdauer wieder einmal auf Abwegen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. sieht in der Einschätzung der EU-Kommission, dass der dauerhafte Verleih von Zeitarbeitern mit europäischen Recht vereinbar ist, eine Signalwirkung. "Das Bundesarbeitsministerium setzt der deutschen Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt durch Überregulierung und überhöhten Bürokratisierungseifer nachhaltig zu“, mahnt der Generalsekretär des Wirtschaftsrates, Wolfgang Steiger.

„Anti-Stress-Verordnung, Arbeitsstättenverordnung, überbordender bürokratischer Aufwand beim Mindestlohn und nicht zuletzt der viel belächelte Paternoster-Führerschein: Wenn es darum geht, sich das Leben selbst schwer zu machen, ist Deutschland Weltmeister. Auf diesen Titel können wir gern verzichten. Je mehr Regulierung, je mehr bürokratische Hürden, desto geringer ist die deutsche Wettbewerbsfähigkeit. Wenn Frau Nahles so weitermacht, vergeht den Unternehmen bald die Lust am Standort Deutschland. Es ist nicht auszuschließen, dass sie genau das will, wobei dies der klassische Pyrrhussieg wäre“, so Wolfgang Steiger.


Der Wirtschaftsrat fordert deshalb Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles auf, weitere Alleingänge zu unterlassen, die dem deutschen Arbeitsmarkt schaden. Ihr aktueller Plan, die Höchstverleihdauer von Zeitarbeitern in Deutschland auf 18 Monate zu limitieren, dreht an der falschen Schraube. In ihrer jetzigen Ausgestaltung hat sich die Zeitarbeit bewährt. Mit einer zeitlichen Obergrenze würde dem Instrument viel von seiner Flexibilität genommen. Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose, denen die Zeitarbeit Berufschancen eröffnet, wären die Leidtragenden. „Ministerin Nahles sollte die Zeichen der Zeit endlich erkennen. Sie hilft wieder einmal den Schwächsten und stellt erneut eindrucksvoll unter Beweis, dass gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht ist. Die EU-Kommission hat ihrer neuesten Idee zu Recht frühzeitig einen Dämpfer verpasst“, erklärt Generalsekretär Wolfgang Steiger.

Kontakt
Wirtschaftsrat der CDU e.V.
Pressestelle
Luisenstraße 44, 10117 Berlin

Telefon: 030 / 240 87-301
Telefax: 030 / 240 87-305

pressestelle@wirtschaftsrat.de