13. Januar 2016
Hilfe zur Selbsthilfe
Wirtschaftsrat: „Rückkehrwillige Flüchtlinge durch staatsorientierte Ausbildung unterstützen“

Nach der Wahrnehmung des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Landesverband Bremen, wird die Privatwirtschaft aus heutiger Sicht allein nicht in der Lage sein, eine Mehrheit der Flüchtlinge in den nächsten Jahren in Bremen in den Ausbildungs-oder Arbeitsmarkt aufzunehmen.

Dazu die Landesvorsitzende Imke Wilberg: „Wir brauchen in der Flüchtlingspolitik neben der Hoffnung auf die Privatwirtschaft einen lösungsorientierten Ansatz. Im besten Fall versetzen wir die Flüchtlinge in die Lage, ihr eigenes Land erfolgreich wiederaufzubauen.“ Dafür brauche es Wiederaufbauschulen mit entsprechend staatsorientierten Ausbildungskompetenzen. Für deren Entwicklung können die öffentliche Hand mit ihren Universitäten und Ausbildungsinstituten, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, aber auch andere wie das Technische Hilfswerk, das Rote Kreuz und weitere leistungsfähige Nichtregierungsorganisationen wie die Malteser, Johanniter und der Arbeiter-Samariter-Bund wertvolles, in krisenhaften Situationen unter Beweis gestelltes Know-how stiften.


Ergänzend kann die Wirtschaft gewonnen werden, Kompetenzen für die Wiederaufbauschulen anzubieten. Neben der Ausbildung von Verwaltungs-und Lehrkräften dürften insbesondere die Bauwirtschaft mit ihren verschiedenen Gewerken, aber auch Dienstleistungen aus der Energie-, Agrar-, Kommunikations- und Gesundheitswirtschaft gefordert sein.  

„Es spricht nichts dagegen, dass das Land Bremen durch schnelle Entscheidungen eine bundesweite Vorreiterrolle übernimmt, indem es Wiederaufbauschulen anbietet und damit die psychologische Situation in den Flüchtlingsunterkünften entschärfen hilft.“, so Wilberg weiter.

Um zügig die beruflichen Perspektiven für jeden Flüchtling zu klären, sollte neben den Verfahren durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und der Bundesagentur für Arbeit eine besondere Verwendungsprüfung für Rückkehrwillige angeboten werden. Auf dieser Grundlage sind dann über einen geeigneten Ausbildungsträger passende Fähigkeiten für einen zukünftigen Wiederaufbau zu vermitteln. „Neben einer Integration in den deutschen Arbeitsmarkt sollten wir auch den rückkehrwilligen Flüchtlingen Möglichkeiten anbieten, einen Beitrag für den Wieder-aufbau ihres eigenen Landes leisten zu können. Bei einem entschlossenem Vorgehen können wir ihnen begründete Hoffnung auf eine Rückkehr vermitteln, und Europa gewinnt eine große Zahl von Heimatkundigen, um die Bürgerkriegsregionen außerhalb von Europa zu stabilisieren.“, so Wilberg abschließend.

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V., Landesverband Bremen, empfiehlt den bremischen Bundestagsabgeordneten und der Landesregierung, sich in diesem Sinne für einen lösungsorientierten Ansatz in der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik einzusetzen.

 

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Landesgeschäftsführerin

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