25. Februar 2016
Verpflichtende Heimarbeit tritt neue Bürokratielawine los
Wolfgang Steiger: Neue Bürokratielasten sind erster Reflex der Sozialdemokraten auf die Digitalisierung der Arbeitswelt

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. lehnt den Vorstoß der SPD für verpflichtende Heimarbeit ab. "Diese Vorstellungen zu Arbeit 4.0 sind abstrus und zeigen einmal mehr, wie die Sozialdemokraten mit neuen Entwicklungen in der Arbeitswelt auf Kriegsfuß stehen. Da kann sich der Parteivorsitzende noch so wirtschaftsfreundlich und innovationsfreundlich geben, Mindestlohn- und Zeitarbeit-Bürokratie, Entgeltgleichheitsgesetz und nun verpflichtendes Recht auf Heimarbeit belegen den Erfindungsreichtum seiner Parteifreunde und Ministerkollegen beim Ausdenken neuer Belastungen für die Wirtschaft. 

Wie sollen Arbeitgeber gewährleisten, dass alle ihre Beschäftigten über entsprechend ausgestattete Arbeitsplätze verfügen – noch dazu nach den ausufernden Vorstellungen der Arbeitsministerin zu Anforderungen an Arbeitsstätten? Wie sollen Unternehmen mit Fertigungsstätten, Fließbandarbeit und Dienstleistungen direkt am Kunden, z.B. im Hotel- und Gaststättengewerbe agieren? Welche Auswirkungen hat es auf den Betriebsfrieden, wenn ein Teil der Beschäftigten wirklich vor Ort unentbehrlich ist, während andere von zu Hause aus arbeiten dürfen?", fragt Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates.

 

Zum Thema „Digitalisierung der Arbeitswelt“ fallen den Sozialdemokraten immer neue Bürokratielasten für die Wirtschaft ein. Die Union dagegen sollte sich auf Vorschläge konzentrieren, wie die Betriebe flexibler agieren können, damit Deutschland die enormen Chancen der Digitalisierung nicht anderen Nationen überlässt.

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