11. Mai 2016
Innovationsforum
Chancen der Digitalisierung optimal nutzen

Die digitale Transformation stellt für den Mittelstand und die Industrie eine nie dagewesene Herausforderung dar. „Etablierte Geschäftsmodelle werden über Nacht bedroht oder sogar zerstört“, sagte Prof. Dr. Norbert Winkeljohann, Sprecher des Vorstands, PricewaterhouseCoopers AG WPG; Vorsitzender des Innovationsforums, zum Auftakt der Veranstaltung.

 

Auch  Peter Altmaier MdB, Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben verwies auf die neuen Rahmenbedingungen durch die Digitalisierung. „Wir erleben durch das Digitale einen Innovationsschub, der alles übertrifft, was wir uns in den letzten 20 Jahren vorgestellt haben“, sagte er. Dabei ist die Frage zu beantworten, welche Unternehmen, welche Länder und welche Weltregionen am meisten von der digitalen Revolution profitieren.

 

Ein Profiteur dieser rasanten Marktdynamik ist das Unternehmen Zalando SE. Dessen Vorstandsmitglied Rubin Ritter sagte zur Grundphilosophie des größten europäischen Online-Modehändlers: „Wir wurden im Internet gegründet, uns gibt es nur online“. Der Zalando-Vorstand machte darauf aufmerksam, dass nach dem Zweiten Weltkrieg nur zwei neu gegründete Unternehmen (SAP und ProSieben/ Sat1) in den Deutschen Aktienindex (Dax) hineingewachsen sind. „Wir müssen insgesamt mehr dafür tun, dass digital natives wie wir entstehen“, forderte Ritter.

 

„Wir können ein ehrliches Fazit ziehen“, hielt Wolfgang Steiger, Generalsekretär, Wirtschaftsrat der CDU e.V., zum Abschluss des Innovationsforums fest. Es gibt Risiken, vor allem aber auch Chancen. „Es gibt Chancen, weil wir in Deutschland mutige Unternehmer haben; es gibt Chancen, weil wir die Digitalisierung als Wachstumsmotor begreifen; und es gibt Chancen, weil wir an der Spitze des Bundeskanzleramtes als Chef des Hauses einen Bundesminister haben, der mit hohem Engagement dem Thema Digitalisierung nachgeht.“ Zugleich kritisierte Steiger, Deutschland falle im internationalen Vergleich zurück. So sei die Geschwindigkeit der Digitalisierung in Südkorea doppelt so hoch wie in Deutschland. „Wir brauchen das schnelle Internet - und zwar ganz schnell“, forderte der Generalsekretär. „Und wir brauchen ein funktionierendes Umfeld für Startups.“

 

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