24. Juni 2016
Wirtschaftsrat zum Brexit: Kein Weiter-So in Europäischer Union
Wolfgang Steiger: Zukunftsagenda für Europa nötig - Taskforce muss zügig Austrittsverhandlungen führen

Der Wirtschaftsrat der CDU e.V. bedauert das Ergebnis der Volksabstimmung in Großbritannien sehr und bewertet es als schwersten Rückschlag für Europa seit den fünfziger Jahren. "Die Europäische Union verliert eines seiner wichtigsten Mitglieder. Die britische Volkswirtschaft ist zudem eine wichtige Brücke über den Atlantik. Ein Weiter-so ist auch angesichts der großen EU-Skepsis in den meisten Mitgliedsstaaten nicht möglich. Die Gemeinschaft braucht jetzt eine überzeugende Zukunftsagenda und eine Rückkehr zum Recht", forderte Wolfgang Steiger, Generalsekretär des Wirtschaftsrates. 

Das negative Ergebnis sei auch durch das unglückliche Agieren der Spitze der EU-Kommission verschuldet worden. "Die Briten haben auch eine europäische Transferunion abgewählt, wie sie Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker seit seinem Amtsantritt durch Nicht-Handeln gegenüber Defizitsündern in der EU und durch immer neue Verteilungsideen forciert. Dadurch wurden die Unsicherheiten in Europa erhöht und die Aversionen der Mehrheit der Briten gegen Brüssel verstärkt."

 

Der Wirtschaftsrat fordert die Bildung einer Taskforce, die zügig in Austrittsverhandlungen mit London eintritt. Die europäische Wirtschaft braucht jetzt schnell Gewissheit über die Rahmenbedingungen im Außenhandel mit britischen Unternehmen und über die Auswirkungen auf die Finanzplätze London, Frankfurt und Paris.

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